Hauptmenü Accesskey 1 Hauptinhalt 2 Footer 3 Suche 4 Impressum 8 Kontakt 9 Startseite 0
Neu Presse Tagesbild TV Termine
© Queer Communications GmbH
http://queer.de/?18487

Badou Ahmed erklärte, die Islamisten wollten ihn wegen Homosexualität exekutieren.

Bei der Befreiung der Islamistenhochburg Gao haben französische Soldaten offenbar auch zwei schwule Männer vor der Hinrichtung bewahrt.

Wie die Nachrichtenagentur Reuters meldet, wollten die islamistischen Rebellen in der Stadt Gao zwei Männer wegen Homosexualität exekutieren, als französische und malische Truppen vergangene Woche die Stadt zurückeroberten. "Ich war im Gefängnis und habe darauf gewartet, am nächsten Tag hingerichtet zu werden, als ich die ganze Nacht die Bomben gehört habe", erklärte Alitiinag Ousman, einer der beiden Männer. "Am nächsten Morgen hat eine Menschenmenge die Gefängnistür aufgebrochen und mir gesagt, dass ich frei bin und dass die Stadt von den Islamisten befreit würde."

Badou Ahmed, den ebenfalls die Todesstrafe wegen Homosexualität erwartete, berichtet von einem Scheinverfahren: "Während der Gerichtsverhandlung gab es keine Zeugen der Verteidigung", so Ahmed. "Die haben uns erzählt, sie würden uns die Kehle durchschneiden, weil wir homosexuell sind". Ahmed war am ganzen Körper mit Narben bedeckt und humpelte als Folge von Folter, wie er im Interview erklärte.

Die 85.000 Einwohner zählende Stadt Gao war wenige Monate lang Hauptstadt eines von den Islamisten ausgerufenen Staates. Frankreich hat schließlich Anfang Januar militärisch eingegriffen, um die vorrückenden islamistischen Rebellen zu stoppen und die Zentralregierung zu stützen.

Homosexualität ist in Mali, wie in den meisten ehemaligen französischen Kolonien, zwar nicht verboten. Allerdings ist die Bevölkerung äußerst homophob eingestellt: Einer Umfrage des Pew Research Center aus dem Jahr 2007 zufolge lehnen 98 Prozent der 15 Millionen Einwohner des Landes Homosexualität ab. Damit war Mali das homofeindlichste von 45 Ländern, noch vor Ägypten, Äthiopien und Uganda. Homo-Gruppen können sich zudem im Land praktisch nicht organisieren, da die Gründung von Nichtregierungsorganisationen "für unmoralische Gründe" verboten ist. (dk)



#1 Lich KingAnonym
  • 04.02.2013, 16:39h
  • Nette Story, falls sie denn stimmt, so kann man Frankreichs koloniale Ambitionen im Westen gut verkaufen. Oder natürlich, die sind gar nicht schwul und wegen Drogenhandel oder so verhaftet, und spielen jetzt eine Mitleidsnummer. Bei solchen Geschichten sollte auch immer eine gesunde Portion Skepsis vorhanden sein, und nicht Behauptungen eins zu eins übernehmen.
  • Antworten » | Direktlink »
#2 Thorsten1Profil
#3 Thorsten1Profil
#4 homerischAnonym
  • 04.02.2013, 17:35h
  • Antwort auf #3 von Thorsten1
  • "Linksliberal"? *kreisch*

    Was anderes erwartet?

    Wie kann man überrascht sein, wenn die Franzosen einer der treiben Kräfte in Krieg gegen Gaddafi waren und die NATO und ihre Alliierten dafür gesorgt haben, dass die Rebellen (damals hiessen sie noch so) mit Waffen ausgestattet wurden? Jetzt treffen und töten diese Waffen in Mali den damaligen Lieferanten und Partner.

    Die Libysche Islamische Kampfgruppe wurde in den neunziger Jahren von heimkehrenden Mudschahidin* des Krieges gegen die Sowjetunion in Afghanistan gegründet. In den ersten Jahren stand die Bekämpfung der Regierung unter Muammar al-Gaddafi im Mittelpunkt, der sich schon seit Anfang der siebziger Jahre heftige ideologische Auseinandersetzungen mit orthodoxen islamischen Geistlichen aus Libyen und Saudi Arabien lieferte und bei diesen als Häretiker galt.

    de.wikipedia.org/wiki/Libysche_Islamische_Kampfgruppe

    * Support via Pakistan

    www.911myths.com/images/f/fc/Zb-kp1.jpg
  • Antworten » | Direktlink »
#7 userer
  • 04.02.2013, 19:58h
  • Antwort auf #1 von Lich King
  • Lich King verdreht: "so kann man Frankreichs koloniale Ambitionen im Westen gut verkaufen"

    Ich finde es immer wieder erschreckend, wie Leute wie du Positives in Negatives verkeheren, wenn das Positive vom eigenen politischen Gegner getan wurde. - Dass dabei das Positive auf der Strecke zu bleiben droht, ist für dich wohl nur ein Kollateralschaden.

    Den Rest deiner Kritik teile ich streckenweise durchaus.
  • Antworten » | Direktlink »
#8 *uo*Anonym
#9 brandstifernAnonym
  • 04.02.2013, 22:15h
  • als feuerwehr?!

    es ist eine schande, dass sich schwul-lesbische medien vor den propagandistischen karren der kriegstreiber spannen lassen.

    "Der Krieg in Mali ist nicht zuletzt eine Folge des Krieges, den Frankreich und die anderen Westmächte 2011 gegen Libyen geführt haben. Infolge dieses Krieges ist die Sahelzone mit Waffen überschwemmt worden, viele bestens bewaffnete Tuareg-Kämpfer der libyschen Armee flohen nach Mali und bildeten dort das Rückgrat des bewaffneten Aufstandes der Tuareg (MNLA) im Kampf um die Abspaltung des Nordens von der Zentralregierung im Bamako.

    Die andere, mittlerweile bedeutendere Rolle beim Aufstand im Norden Malis spielen radikal-islamistische Gruppen wie Al-Qaïda au Maghreb islamique (AQMI). Diese sind nicht nur ideologisch, sondern auch organisatorisch eng mit der Libyschen Islamischen Kampfgruppe (LIFG) verbunden, die im Krieg gegen Libyen als Bodentruppen der Westmächte agierten. Ähnliche dschihadistische Gruppen werden derzeit vom Westen im Syrischen Bürgerkrieg protegiert. Die Finanzierung dieser Islamisten erfolgt maßgeblich über die Golfdespotien wie Katar, Saudi-Arabien und die Vereinigten Arabischen Emirate, die ihrerseits vom Westen politisch gehätschelt und mit modernstem Kriegsgerät beliefert werden. Während grauenhafte Bilder von Hände abhackenden Dschihadisten in Mali um die Welt gehen, um für Kriegsstimmung zu sorgen, geben sich westliche Spitzenpolitiker in Hände abhackenden Golfdiktaturen die Türklinke in die Hand, um für volle Auftragsbücher ihrer Waffenkonzerne zu sorgen."

    www.ag-friedensforschung.de/regionen/Mali/werkstatt.html
  • Antworten » | Direktlink »