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  • 05.02.2013           3      Teilen:   |

Namen des Mobbing-Täters öffentlich gemacht

Kroatien: Diskriminierter muss Schadenersatz zahlen

Bitterer Sieg für Dario Kresic: Zwar gewann er seinen Prozess wegen Diskriminierung am Arbeitsplatz, doch nun muss er an den Täter Schadenersatz zahlen
Bitterer Sieg für Dario Kresic: Zwar gewann er seinen Prozess wegen Diskriminierung am Arbeitsplatz, doch nun muss er an den Täter Schadenersatz zahlen

Ein kroatisches Gericht hat einen schwulen Mann zu einem Schmerzensgeld verurteilt, weil er über seine Diskriminierung öffentlich berichtet hatte. Der 40 Jahre alte Dario Kresic muss 30.000 Kuna (etwa 4.000 Euro) an einen ehemaligen Arbeitskollegen zahlen, entschied das Amtsgericht im nordkroatischen Varazdin am vergangenen Donnerstag.

Kresic, ein Wissenschaftler an der Universität Zagreb, der im Dezember 2010 seinen Arbeitgeber wegen Diskriminierung aufgrund der sexuellen Orientierung verklagte und schließlich im Juli 2012 den Prozess auch gewann, war zuvor von seinem Arbeitskollegen wegen seiner Homosexualität belästigt worden. In diesem viel beachteten Prozess, dem ersten seiner Art in Kroatien, erwähnten zahlreiche Medien auch namentlich den Mobbing-Täter. Nun entschied dasselbe Gericht, dass diesem deswegen ein Schadenersatz zustehe.

Die kroatischen schwul-lesbischen Verbände "Iskorak" und "Kontra" zeigten sich bestürzt über das Urteil. Sie wiesen darauf hin, dass nach den einschlägigen EU-Richtlinien kein Diskriminierter, der über seine Diskriminierung öffentlich berichtet, deswegen belangt werden dürfe. Beide wollen Kresic in einem Berufungsverfahren unterstützen. (cw)

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Tags: kroatien, dario kresic, schmerzensgeld, antidiskriminierung
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Reaktionen zu "Kroatien: Diskriminierter muss Schadenersatz zahlen"


 3 User-Kommentare
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Die ersten:   
#1
05.02.2013
18:01:35


(+2, 4 Votes)

Von Sebi


Da wird ein Opfer zum Täter gemacht, weil er über die Tat berichtet. (Was übrigens auch im Einklang mit EU-Recht ist.)

Da sieht man wieder mal, wie viel Homohass noch in vielen Staaten herrscht.

Und sowas will in die EU...


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#2
05.02.2013
22:26:50


(-1, 1 Vote)

Von TheDad
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Antwort zu Kommentar #1 von Sebi


""Nach langjährigen Verhandlungen fand unter polnischem EU-Vorsitz am 9. Dezember 2011 in Brüssel die feierliche Unterzeichnung des Beitrittsvertrags zwischen der Europäischen Union und Kroatien statt. Mit Abschluss des Ratifizierungsprozesses wird das Beitrittsland am 1. Juli 2013 der 28. Mitgliedsstaat der Europäischen Union werden""..

Damit IST Kroatien faktisch in der EU und unterliegt auch der Europäischen Rechtsprechung und den innerhalb der EU verbindlichen Verträgen..

Das Urteil des Amtsgerichtes ist allerdings eine Farce, stellt es doch klar wie wenig solche Menschen wie dieser Richter über Diskriminierung Wissen..

Im übrigem bin ich sicher das Kresic nicht dafür gesorgt hat den Namen seines Mobbers zu veröffentlichen, sondern die Presse, und damit sitzt, oder saß dann ja schon mal der falsche auf der Anklagebank in diesem Prozess..


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#3
05.02.2013
23:59:46


(+1, 1 Vote)

Von ehemaligem User FoXXXyness


Die kroatische Justiz hat sich mit dem Urteil der Lächerlichkeit preisgegeben! Ich wünsche Kresic bei seinem Berufungsverfahren viel Erfolg und er wird ihn am Ende auch haben!


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