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Jonas Gardell (links) hält seine Dankesrede unter königlicher Aufsicht

Überraschend ist die schwedische Kronprinzessin Victoria bei der Gala eines LGBT-Magazins aufgetreten und hat die Auszeichnung "Homo des Jahres" an einen schwulen Schriftsteller übergeben.

Ohne Vorankündigung erschien Victoria von Schweden am Montag kurz vor Mitternacht bei der Gala der schwul-lesbischen Zeitschrift "QX" in Stockholm, um Jonas Gardell als "Årets homo" (Homo des Jahres) auszuzeichnen. Als die Kronprinzessin auf die Bühne kam, wurde das Lied "Dancing Queen" gespielt. Das Publikum feierte die 35-Jährige mit minutenlangem Applaus.

Gardell erhielt die Auszeichnung für das Buch und die Fernsehserie "Wisch nie Tränen ohne Handschuhe", das vom Umgang schwuler Männer mit der Aids-Krise der 1980er Jahre handelt. Der Titel bezieht sich auf Anweisungen an eine Krankenschwester, die einem sterbenden Mann die Tränen vom Gesicht wischen wollte. Die Serie löste in Schweden eine nationale Debatte aus, weil Gardell zeigte, dass selbst im traditionell toleranten Land Aidskranke ausgegrenzt worden sind. Mehrere Aktivisten forderten daraufhin eine offizielle Entschuldigung an die schwule Community.

Direktlink | Die Preisübergabe kurz vor Mitternacht

"Reich mir die Hand"

"Wenige haben uns so berührt und gerührt wie du", sagte Victoria in einer kurzen Rede in Richtung Gardell. "Deine Botschaft ist eindeutig. Leben mit erhobenem Haupt. Reich mir deine Hand. Wir wollen uns gegenseitig die Tränen mit offenem Herzen und bloßen Händen wischen."

Gardell, der in Schweden auch ein beliebter Komiker ist, antwortete mit einem Witz: "Victoria, du magst die Prinzessin sein, aber heute Nacht bin ich die Königin".

Im vergangenen Jahr war der schwule Fußballer Anton Hysén mit dem Preis ausgezeichnet worden, der Sohn des früheren Starkickers Glenn Hysén vom FC Liverpool. Anton hatte sich 2011 als erster prominenter aktiver Fußballer geoutet (queer.de berichtete).

Eine andere skandinavische Kronprinzessin hatte erst im Dezember für Aufsehen gesorgt: Damals war bekannt geworden, dass Mette-Marit von Norwegen für ein befreundetes schwules Paar nach Indien geflogen ist, um sich um deren Babys zu kümmern (queer.de berichtete). (dk)



#1 KnuffelAnonym
  • 05.02.2013, 17:18h

  • Was ein Schwachsinn!
    Homo des Jahres - ich könnte kotzen!
    Gibt's etwa auch die Hete des Jahres??
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#2 KnuffelAnonym
#3 seb1983
  • 05.02.2013, 17:37h
  • Antwort auf #2 von Knuffel
  • Naja, wieso wird ne Miss Germany geehrt nur weil sie hübsch aussieht...? Ist an sich auch keine Leistung.

    Musste bei dem Titel zwar auch schmunzeln, aber wem es Spaß macht.
    Nichtsdestotrotz doch ein gutes Zeichen wenn die zukünftige Königin Schwedens dabei war.
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#4 SebiAnonym
#5 David77Anonym
#6 mmmhAnonym
  • 05.02.2013, 18:28h
  • Antwort auf #1 von Knuffel
  • die welt ist voll von heten des jahres, des monats, des tages und der stunde. und jedem menschen wird stündlich bis minütlich unterstellt, er sei hetero und habe hetero zu sein. was genau ist dann zum kotzen daran, wenn schwule geehrt werden, die einen sichtbaren beitrag für gesellschaftlichen fortschritt leisten?

    "Die Serie löste in Schweden eine nationale Debatte aus, weil Gardell zeigte, dass selbst im traditionell toleranten Land Aidskranke ausgegrenzt worden sind. Mehrere Aktivisten forderten daraufhin eine offizielle Entschuldigung an die schwule Community."
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#7 KnuffelAnonym
  • 05.02.2013, 18:32h
  • Antwort auf #5 von David77

  • Aber man muss sich nicht immer auf die Sexualität reduzieren.
    Meines Erachtens, ein Preis, den die Welt nicht braucht.!
    Wenn der Schwule auch mehr kann, als nur schwul zu sein, dann gebt ihm einen Preis
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#8 Schwul seinAnonym
  • 05.02.2013, 18:41h
  • Antwort auf #7 von Knuffel
  • offen, selbstbewusst, emanzipiert, für sich die gleiche Sichtbarkeit einfordernd, wie Heteros sie andauernd für sich beanspruchen, ist schon ein beachtliches Können.

    Das anscheinend auch bei manchem, der sich auf diese Seite verirrt, große Verunsicherung auslöst.
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#9 Peter 1Anonym
#10 smallAnonym
  • 05.02.2013, 19:42h
  • Antwort auf #9 von Peter 1
  • Das ist doch völlig OK!

    Da taucht die zweithöchste Repräsentanten des Staates total unverkrampft auf einer Gay Gala Party einer Zeitschrift auf!

    Was bitte ist daran negativ?

    Die Formulierung mag vielleicht lost in Translation gewesen sein...

    Es sendet zumindest ein Signal in die Welt, hier steht die Monarchin/Regierungshoheit absolut an der Seite der immer noch weltweit unterdrückten Schwulen und Lesben!
    Das ist ein internationales Zeichen was ich eigentlich so noch nie gesehen habe.
    Danke Viktoria dafür!

    Sowas gibt es in Deutschland nicht....
    Aber:
    Wir haben zwar einen schwulen Außenminister, den nimmt mittlerweile keiner mehr ernsnt.
    Dann noch den Wowi
    (der zigt ja schon weil im Dschungelkamp was behauptet wurde.... )
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