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  • 05.02.2013           29      Teilen:   |

Schweden

Kronprinzessin Victoria ehrt "Homo des Jahres"

Artikelbild
Jonas Gardell (links) hält seine Dankesrede unter königlicher Aufsicht

Überraschend ist die schwedische Kronprinzessin Victoria bei der Gala eines LGBT-Magazins aufgetreten und hat die Auszeichnung "Homo des Jahres" an einen schwulen Schriftsteller übergeben.

Ohne Vorankündigung erschien Victoria von Schweden am Montag kurz vor Mitternacht bei der Gala der schwul-lesbischen Zeitschrift "QX" in Stockholm, um Jonas Gardell als "Årets homo" (Homo des Jahres) auszuzeichnen. Als die Kronprinzessin auf die Bühne kam, wurde das Lied "Dancing Queen" gespielt. Das Publikum feierte die 35-Jährige mit minutenlangem Applaus.

Gardell erhielt die Auszeichnung für das Buch und die Fernsehserie "Wisch nie Tränen ohne Handschuhe", das vom Umgang schwuler Männer mit der Aids-Krise der 1980er Jahre handelt. Der Titel bezieht sich auf Anweisungen an eine Krankenschwester, die einem sterbenden Mann die Tränen vom Gesicht wischen wollte. Die Serie löste in Schweden eine nationale Debatte aus, weil Gardell zeigte, dass selbst im traditionell toleranten Land Aidskranke ausgegrenzt worden sind. Mehrere Aktivisten forderten daraufhin eine offizielle Entschuldigung an die schwule Community.

Direktlink | Die Preisübergabe kurz vor Mitternacht
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"Reich mir die Hand"

"Wenige haben uns so berührt und gerührt wie du", sagte Victoria in einer kurzen Rede in Richtung Gardell. "Deine Botschaft ist eindeutig. Leben mit erhobenem Haupt. Reich mir deine Hand. Wir wollen uns gegenseitig die Tränen mit offenem Herzen und bloßen Händen wischen."

Gardell, der in Schweden auch ein beliebter Komiker ist, antwortete mit einem Witz: "Victoria, du magst die Prinzessin sein, aber heute Nacht bin ich die Königin".

Im vergangenen Jahr war der schwule Fußballer Anton Hysén mit dem Preis ausgezeichnet worden, der Sohn des früheren Starkickers Glenn Hysén vom FC Liverpool. Anton hatte sich 2011 als erster prominenter aktiver Fußballer geoutet (queer.de berichtete).

Eine andere skandinavische Kronprinzessin hatte erst im Dezember für Aufsehen gesorgt: Damals war bekannt geworden, dass Mette-Marit von Norwegen für ein befreundetes schwules Paar nach Indien geflogen ist, um sich um deren Babys zu kümmern (queer.de berichtete). (dk)

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Tags: schweden, victoria von schweden, jonas gardell
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Reaktionen zu "Kronprinzessin Victoria ehrt "Homo des Jahres""


 29 User-Kommentare
« zurück  123  vor »

Die ersten:   
#1
05.02.2013
17:18:57
Via Handy


(-6, 8 Votes)

Von Knuffel


Was ein Schwachsinn!
Homo des Jahres - ich könnte kotzen!
Gibt's etwa auch die Hete des Jahres??


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#2
05.02.2013
17:28:18
Via Handy


(-4, 6 Votes)

Von Knuffel
Antwort zu Kommentar #1 von Knuffel


Ich finde, man sollte für Leistung einen Preis bekommen und nicht wegen seiner Sexualität!
Wird man also belohnt, wenn man schwul, lesbisch oder Transgender ist?


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#3
05.02.2013
17:37:20


(+6, 6 Votes)

Von seb1983
Profil nur für angemeldete User sichtbar
Antwort zu Kommentar #2 von Knuffel


Naja, wieso wird ne Miss Germany geehrt nur weil sie hübsch aussieht...? Ist an sich auch keine Leistung.

Musste bei dem Titel zwar auch schmunzeln, aber wem es Spaß macht.
Nichtsdestotrotz doch ein gutes Zeichen wenn die zukünftige Königin Schwedens dabei war.


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#4
05.02.2013
18:02:30


(+7, 7 Votes)

Von Sebi


Immer wieder schön zu sehen, wie fortschrittlich die Skandinavier sind.


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#5
05.02.2013
18:03:09


(+5, 5 Votes)

Von David77
Antwort zu Kommentar #1 von Knuffel


Klar doch, sofern einem irgendeine Auszeichnung verwehrt wird, WEIL man schwul ist...


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#6
05.02.2013
18:28:35


(+6, 6 Votes)

Von mmmh
Antwort zu Kommentar #1 von Knuffel


die welt ist voll von heten des jahres, des monats, des tages und der stunde. und jedem menschen wird stündlich bis minütlich unterstellt, er sei hetero und habe hetero zu sein. was genau ist dann zum kotzen daran, wenn schwule geehrt werden, die einen sichtbaren beitrag für gesellschaftlichen fortschritt leisten?

"Die Serie löste in Schweden eine nationale Debatte aus, weil Gardell zeigte, dass selbst im traditionell toleranten Land Aidskranke ausgegrenzt worden sind. Mehrere Aktivisten forderten daraufhin eine offizielle Entschuldigung an die schwule Community."


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#7
05.02.2013
18:32:49
Via Handy


(-4, 6 Votes)

Von Knuffel
Antwort zu Kommentar #5 von David77


Aber man muss sich nicht immer auf die Sexualität reduzieren.
Meines Erachtens, ein Preis, den die Welt nicht braucht.!
Wenn der Schwule auch mehr kann, als nur schwul zu sein, dann gebt ihm einen Preis


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#8
05.02.2013
18:41:49


(+5, 5 Votes)

Von Schwul sein
Antwort zu Kommentar #7 von Knuffel


offen, selbstbewusst, emanzipiert, für sich die gleiche Sichtbarkeit einfordernd, wie Heteros sie andauernd für sich beanspruchen, ist schon ein beachtliches Können.

Das anscheinend auch bei manchem, der sich auf diese Seite verirrt, große Verunsicherung auslöst.


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#9
05.02.2013
18:49:19


(+3, 3 Votes)
 
#10
05.02.2013
19:42:39


(+4, 4 Votes)

Von small
Antwort zu Kommentar #9 von Peter 1


Das ist doch völlig OK!

Da taucht die zweithöchste Repräsentanten des Staates total unverkrampft auf einer Gay Gala Party einer Zeitschrift auf!

Was bitte ist daran negativ?

Die Formulierung mag vielleicht lost in Translation gewesen sein...

Es sendet zumindest ein Signal in die Welt, hier steht die Monarchin/Regierungshoheit absolut an der Seite der immer noch weltweit unterdrückten Schwulen und Lesben!
Das ist ein internationales Zeichen was ich eigentlich so noch nie gesehen habe.
Danke Viktoria dafür!

Sowas gibt es in Deutschland nicht....
Aber:
Wir haben zwar einen schwulen Außenminister, den nimmt mittlerweile keiner mehr ernsnt.
Dann noch den Wowi
(der zigt ja schon weil im Dschungelkamp was behauptet wurde.... )


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