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Arpad Miklos (1967-2013) arbeitete mit Regisseuren wie John Rutherford, Kristen Bjorn und Chi Chi LaRue zusammen.

Der ungarische Pornostar Arpad Miklos ("Comrades in Arms", "BuckleRoos Part 1") ist in seiner Wohnung in New York City tot aufgefunden worden.

Im Alter von 45 Jahren hat sich Arpad Miklos am Sonntag das Leben genommen. Sein Freund Randal Lynch bestätigte in der Youtube-Sendung "Gwissues with Howard Bragman", dass Miklos einen Abschiedsbrief hinterlassen hat. Darin gebe der als Peter Kozma in Budapest geborene Pornodarsteller unter anderem Anweisungen, wie er beerdigt werden möchte. Lynch erklärte, dass Miklos an Depressionen gelitten hatte: "Ich würde sagen, er war nicht glücklich, auch wenn er das nicht gezeigt hat", so Lynch.

Miklos, der in seinem Heimatland Ungarn als Apotheker arbeitete, wurde 1995 vom Pornolabel Kristen Bjorn entdeckt. Er spielte daraufhin in ungarischen Produktionen wie "The Vampires of Budapest", "Comrades in Arms" und "Hungary for Men" mit. Später zog er in die Vereinigten Staaten und arbeitete unter anderem für die Pornolabel Falcon, Titan und Lucas Entertainment. Insgesamt wirkte er in über 110 Filmen für Erwachsene mit und gewann mehrere Preise. So erhielt er 2005 den GayVN-Award, den Oscar für schwule Pornodarsteller, als "Best Solo Performance" für seine Rolle in "BuckleRoos Part 1". Er erhielt auch einen Grabby für "Private Lowlife". 2010 wurde er über die Pornoszene hinaus bekannt, als er als Model für das Badetuch des Kultmagazins "Butt" ausgewählt wurde.

Miklos arbeitete neben seiner Pornokarriere als Escort und erhielt 2007 die Auszeichnung "Best Top Escort" bei den International Escort Awards. Miklos wirkte auch in mehreren Hetero-Pornos mit, was ihm in der Community den Vorwurf einbrachte, gegen Bezahlung den Heterosexuellen zu mimen (Straight for Pay).

"Sex-Arbeit ist nicht einfach"

Sein Co-Star Colby Keller lobte Miklos als "außergewöhnlichen Darsteller", der "immer für ein Späßchen gut" gewesen sei. Er verstehe, warum in diesem Beruf viele an Depressionen litten: "Sex-Arbeit ist nicht einfach – sie wird stigmatisiert und man verdient nicht viel", so Keller in seinem Blog. "Wir sollten Arpad in guter Erinnerung behalten, als den attraktiven Mann sowohl hinter als auch vor der Kamera, der uns so viel gegeben hat." Man solle nicht seine Entscheidung verurteilen, sich das Leben zu nehmen.

Vergangenes Jahr sorgte Miklos mit einem 15-sekündigen Youtube-Video für Aufregung, in dem er für den Musiker Perfume Genius wirbt. Obgleich in dem Film nur eine Umarmung und ein gleichgeschlechtlicher Kuss zu sehen ist, sperrte Youtube das Video, was zu erheblicher Kritik führte, darunter auch vom schwulen R.E.M.-Musiker Michael Stipe (queer.de berichtete). (cw)

Youtube | In der Sendung "Gwissues with Howard Bragman" bestätigt Randal Lynch den Tod von Arpad Miklos


#1 Thorsten1Profil
  • 06.02.2013, 10:40hBerlin
  • Sex-Arbeit ist keine Arbeit wie jede andere auch.
    Sie hinterlässt Spuren, in vielen Fällen schwere Depressionen oder Alkoholismus. Deswegen ist es auch unverantwortlich, dass der Staat Prostitution als normalen "Beruf" zu bezeichnet.
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#2 justusAnonym
  • 06.02.2013, 11:06h
  • bestimmt mobbing-opfer, opfer der allgemeinen homophobie... die kirche ist schuld, die gesellschaft ist schuld...
    sollten wir nicht dringend wieder in dieses horn blasen... das haben wir so gut drauf...
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#3 MäxikoAnonym
#4 FOX-NewsAnonym
  • 06.02.2013, 11:22h
  • Ist doch klar, dass wenn jemand ein wenig Verstand hat - und wie hier ein gebildeter, studierter Mann - nur noch auf das rein sexuelle reduziert wird / sich reduzieren lässt, daran verzweifelt und (sich) irgendwann suizidiert. Höchst wahrscheinlich wäre er in seinem früheren Beruf weitaus glücklicher gewesen.

    Allerdings muss man sich auch fragen, warum er mit seinem Partner nicht den Ausweg aus der Porno- und Escortbranche gesucht hat?
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#5 FOX-NewsAnonym
#6 chillandAnonym
  • 06.02.2013, 12:07h
  • Antwort auf #3 von Mäxiko
  • Er war auch Escort, steht da und damit Stricher. Oder glaubst Du ernsthaft die sind nur für gemeinsame Opernbesuche. Nur eben nicht auf dem Hartgeld-Strich, auf der Straße. Was es alles gibt "Best Top Escort" bei den "Internationalen Escort Awards". Wußte, bis eben nicht. Grins. Und wenn viele dieser Leute Depressionen haben, wird es wohl am Alter liegen. Wer bucht schon einen 45 jährigen, bei dem Jugendwahn, LEIDER. Die Filme kann man ja nur noch in Thailand zeigen. Bin im selben Alter und erstaunt, was dort so alles geht.
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#7 SnoWAnonym
  • 06.02.2013, 12:09h
  • Antwort auf #1 von Thorsten1
  • Das stimmt, dass es keine Arbeit wie jede andere ist und dass sie bei vielen seelische Spuren hinterlässt, aber trotzdem war es seine Entscheidung und wenn der Alkoholismus vom Callboy oder Pornodarsteller dasein kommen, würde, dann würde es alleine in Österreich eine Million Pornodarsteller oder Callboys geben und dass ist nicht realistisch
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#8 adrianusAnonym
#9 maaaartinAnonym
  • 06.02.2013, 12:49h
  • @alle
    super, dass die waschweiber unter den queer leseren den fall ruckzuck dank bauernpsychologischer ferndiagnose durchschaut haben....
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#10 daVinci6667
  • 06.02.2013, 13:09h

  • Ich finde hier einige Kommentare deplatziert, Natürlich ist Porno-Darsteller und Escort etc. kein normaler Beruf. Aber ob das etwas mit seinem Selbstmord zu tun hat ist reine Spekulation Kann sein, muss nicht.

    Ich behaupte jeder der für Geld arbeiten muss, geht in einer gewissen Weise auf den Strich, auch wenn er "nur" seine Arbeitskraft und Lebenszeit verkauft, nicht seinen Körper. Wobei da natürlich schon noch ein erheblicher psychischer Unterschied besteht- aber kein Grund zur Überheblichkeit.

    Es ist Zeit Miklos hier Danke zu sagen. Danke, dass er uns seine intimste Momente gezeugt und uns in all den vielen Streifen geil gemacht und unsere Fantasie angeregt hat. In der Tat kein easy Job.

    Schade ist er so früh gegangen. Ist aber seine Entscheidung, die wir zu akzeptieren haben. In einer toleranteren, diskriminierungsfreien und weniger Geld- und Jugendbesessenen Welt wäre seine Entscheidung aber vielleicht eine andere gewesen.

    RIP Miklas
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