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Förderung durch Bundesstiftung

Schwules Museum macht DDR-Bestand zugänglich


Das Logo der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur

Die Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur fördert seit Januar diesen Jahres ein einjähriges Archivierungsprojekt im Schwulen Museum in Berlin.

Mit der Förderung kann der Bestand zur Geschichte der Lesben, Schwulen und Transgender in der DDR erstmals fachgerecht aufgearbeitet werden. Spätestens mit Beendigung des Projekts im Dezember 2013 wird der gesamte Bestand für die interessierte Öffentlichkeit und für wissenschaftliche Forschungszwecke zur Verfügung stehen.

Der DDR-Bestand umfasst personenbezogene Vor- und Nachlässe von Menschen, die sich in der DDR für die Emanzipation der Homosexuellen engagierten. So befinden sich unter anderen die Teilnachlässe Rudolf Klimmers, Charlotte von Mahlsdorfs und Dieter Berners im Archiv des Schwulen Museums. Außerdem ist vielfältiges Material unterschiedlicher kirchlicher und nicht-kirchlicher oppositioneller Gruppierungen vorhanden.

Zu den Archivalien zählen auch zahlreiche Film- und Fotodokumente, Schriftverkehr mit behördlichen Stellen im SED-Staat und Konzeptentwürfe zur Gründung homosexueller Initiativen und Vereine. "Besonders positiv ist, dass rechtzeitig zum 25. Jahrestag des Mauerfalls im Jahr 2014 diese für die Innensicht der Homosexuellen in der DDR so aufschlussreichen Quellen erschlossen sein werden", so Archivleiter Dr. Jens Dobler.

Mit den Mitteln der Bundesstiftung Aufarbeitung konnte im Schwulen Museum eine Halbtagsstelle geschaffen werden, die mit der Kulturwissenschaftlerin Kristine Schmidt besetzt wurde. (pm/cw)