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Das Schwule Überfalltelefon in Köln hat am Montag seine Jahresstatistik vorgelegt. Auch 2012 kam es demnach wieder zu Gewalt gegen Schwule, Lesben und Transgender. Drei ehrenamtliche Mitarbeiter bieten in der Domstadt unter der Telefonnummer 19228 eine Beratung an.

Dabei kam es 2012 nur zu acht Beratungen per Telefon oder eMail. Alle übrigen in der Statistik berücksichtigen Fälle wurden nur zur Dokumentation gemeldet oder der Presse entnommen. Aufgenommen in die Statistik wurde auch eine E-Mail, in der sich der Verfasser hauptsächlich über Migranten beschwerte und nebenbei von einer Beleidigung berichtete. Immerhin verzichtet das Überfalltelefon – anders als früher – darauf, in der Statistik vermeintliche Hintergründe der Täter zu benennen.

Letztlich gibt es zwei hauptsächliche Tatorte: Schwule werden oft am späten Abend Opfer eines Überfalls oder einer homophoben Reaktion, vor allem in der Nähe von Szene-Hotspots. Und oft nehmen sie spätere Täter mit nach Hause, in der Regel handelt es sich dabei um Stricher-Kriminalität. So war die häufigste Gewaltform 2012 Diebstahl mit neun Nennungen, gefolgt von Körperverletzung mit acht Nennungen. In sechs der Fälle war ein Arzt oder Krankenpfleger notwendig.

Bei sechs Vorkommnissen ging es um Beleidigungen und Drohungen. Dazu kommen zwei Fälle von Psychoterror und Mobbing. 2012 gab es keine gemeldete Tat in einem Cruising-Gebiet. Zweimal wurde das Internet als Tatort angegeben. (nb)