Hauptmenü Accesskey 1 Hauptinhalt 2 Footer 3 Suche 4 Impressum 8 Kontakt 9 Startseite 0
Neu Presse Tagesbild TV Termine
© Queer Communications GmbH
http://queer.de/?18542

Erste Hürde genommen

Colorado pro Homo-Ehe


Das Staatskapitol von Colorado in Denver ist seit der letzten Wahl in demokratischer Hand - die Zeit für die Homo-Ehe ist gekommen. (Bild: Wiki Commons / Hustvedt / CC-BY-SA-3.0)

Nachdem der Senat Eingetragenen Partnerschaften für Schwule und Lesben zustimmte, gilt auch eine Mehrheit im Repräsentantenhaus als sicher.

Der Senat des US-Bundesstaats Colorado hat am Montag mit 21 zu 14 Stimmen für die Einführung von "civil unions" für schwule und lesbische Paare gestimmt. Eine Republikanerin schloss sich dabei den demokratischen Abgeordneten an.

Es ist das dritte Mal innerhalb weniger Jahre, dass der für vier Jahre gewählte Senat für einen Entwurf stimmt, der schwulen und lesbischen Paaren die meisten Rechte einer Ehe bringt – eine Ehe-Öffnung ist mit der derzeitigen Verfassung nicht möglich.

Nachdem durch die letzte Wahl die Demokraten eine Mehrheit im alle zwei Jahre gewählten Repräsentantenhaus haben, wird erstmals mit einer Verabschiedung in der anderen Kammer der Generalversammlung gerechnet. Noch im März könnte der die Homo-Ehe unterstützende demokratische Gouverneur John Hickenlooper das Gesetz unterzeichnen, es könnte zum 1. Mai in Kraft treten.

Die Repulikanerin Jean White sagte während der Debatte, dass sie eine lesbische Nichte und einen schwulen Neffen habe und daher für die Ehe-Öffnung stimme.

Colorado mit seinen rund fünf Millionen Einwohnern könnte der neunte US-Bundesstaat werden, der Civil Unions für Homo-Paare vorsieht. Neun weitere sowie der District of Columbia bieten ihnen derzeit die Ehe an, in Kalifornien liegt die Ehe-Öffnung nach einem Volksentscheid derzeit auf Eis. Der Rechtsstreit darum landet in diesem Jahr vor dem höchstem Gericht der USA, dem Supreme Court. (nb)



#1 FelixAnonym
  • 12.02.2013, 12:32h
  • Eine eingetragene Partnerschaft bzw. civil union ist KEINE Homo-Ehe.

    Nur wenn dieselbe Ehe, die auch Heteros offen steht, für gleichgeschlechtliche Paare geöffnet wird und dann von diesen eingegangen wird, ist das eine Homo-Ehe.

    Dagegen haben eingetragene Partnerschaften oft nur eine Teilmenge dessen, was die Ehe bietet. Und selbst wenn sie in jedem Detail vollkommen der Ehe gleichgestellt wären (was wohl niemals der Fall sein wird) wäre es diskriminierend, für dasselbe unterschiedliche Namen zu wählen.

    Nur EINE Ehe für alle ist echte Gleichstellung!
  • Antworten » | Direktlink »
#2 VolumeProProfil
#3 lucdfProfil
  • 12.02.2013, 12:44hköln
  • Nach und nach, Schritt für Schritt..... Verdammt, bin ich ungeduldig! Verdammt, dauert das lange!
  • Antworten » | Direktlink »
#4 lucdfProfil
  • 12.02.2013, 13:07hköln
  • Antwort auf #1 von Felix
  • Das stimmt eine eingetragene Partnerschaft ist keine Ehe aber bevor die Ehe kommt, kann man die Vorteile der eingetragenen Partnerschaft genießen. Das tue ich auch seit etwa 10 Jahren und bin froh darüber auch wenn ich mir die Ehe wünsche.
  • Antworten » | Direktlink »
#5 finkAnonym
  • 12.02.2013, 13:15h
  • Antwort auf #1 von Felix
  • "Nur wenn dieselbe Ehe, die auch Heteros offen steht, für gleichgeschlechtliche Paare geöffnet wird und dann von diesen eingegangen wird, ist das eine Homo-Ehe."

    kann man so sehen, oder auch nicht. ich würde sagen, wenn homos "richtig" heiraten dürfen, dann ist das einfach eine ehe. wenn ich mir die haare schneiden lasse, dann ist das ja auch kein "homo-haarschnitt".

    für mich ist "homo-ehe" eigentlich immer der falsche begriff. wir haben in deutschland wegen dieses begriffes das problem, dass viele menschen gar nicht wissen, dass es noch unterschiedliche rechte gibt und die frage entsteht "was wollen die denn NOCH alles?" das ist natürlich schlecht. andererseits ist das auch nicht NUR schlecht, weil so in den köpfen die unterschiedlichen bewertungen schon weitgehend gefallen sind.
  • Antworten » | Direktlink »
#6 Timm JohannesAnonym
  • 12.02.2013, 16:16h
  • Es ist ein Fortschritt für den Bundesstaat Colorado, auch wenn es keine Eheöffnung darstellt, wie sie bereits die Neuenglandstaaten alle (mit Ausnahme des kleinen Bundesstaates Rhode Island haben) durchgesetzt haben.

    Eheöffnung in den USA:
    Maine, Vermont, New Hampshire, Massachusetts, Connecticut, New York, Maryland, Iowa, Washington (am Pazifik), nunmehr Colorado und das Bundesstaatsterritorum Washington D.C.

    Lebenspartnerschaften in den USA mit eheähnlichen Rechten:
    New Jersey, Rhode Island, Delaware, Oregon, Kalifornien, Nevada, Hawaii und Illinois.

    Wisconsin hat nur ein Lebenspartnerschaftsinstitut mit begrenzten Rechten, so wie es Colorado bisher auch nur hatte.

    Interessant werden dürfte es in diesem Jahr übrigens unter anderem noch in den Bundesstaaten Illinois und Rhode Island werden, wo Gesetzentwürfe zur Eheöffnung unterwegs sind.
  • Antworten » | Direktlink »
#7 TheDadProfil
  • 12.02.2013, 16:25hHannover
  • ""eine Ehe-Öffnung ist mit der derzeitigen Verfassung nicht möglich.""..

    Das ist völliger Quatsch, und hier irrt der Autor, zusammen mit den meisten Abgeordneten eines Landes, die diese "Meinung" vertreten..

    ÜBER der Verfassung des Bundesstaates Colorado steht die Verfassung der Vereinigten Staaten, und auch in den USA gilt die Rechtsnorm :
    Bundesrecht bricht Landesrecht..

    Bestandteil dieser Bundesverfassung ist die "allgemeine Erklärung der Menschenrechte" von 1948, die eine Diskriminierung einzelner Menschen und/oder Gruppen explitzit untersagt..

    Darin enthalten der Grundsatz der Gleichstellung von Mann und Frau, und die Gleichheit aller vor dem Gesetz..

    Damit hebelt die Verfassung "aus sich heraus" alle einschränkenden Grundsätze, die einen Unterschied zwischen den Geschlechtern UND zwischen sexuellen Identitäten machen, aus..

    In JEDER demokratischen Verfassung eines demokratischen Landes ist es daher möglich SOFORT die Ehe für alle zu ermöglichen..

    Aber Mann muß es auch WOLLEN !!!

    Und allein, es ist der schwache Wille der jeweiligen Abgeordneten des jeweiligen Landes, der sie zu der falschen Auffassung kommen läßt, es müsse erst die Verfassung angepaßt werden, um gleiche Rechte für alle zu gewähren..

    Es ist eine falsche Auffassung und ein Irrglaube das in den Verfasungen irgendetwas über die Ehe stünde, und in diesen Sätzen von Mann und Frau, oder gar Heterosexualität die Rede wäre..

    Das sind einzig und allein "Auslegungen" von Verfassungsgrundsätzen, die teilweise auf Urteile von obersten Gerichtshöfen zurückgehen, und nur dem Zweck dienen sollen die Rechte aller einzuschränken..

    Das gilt auch für die BRD..
    Im GG-Artikel zum Schutz der Ehe steht mit keinem Wort etwas über Mann & Frau oder Heterosexualität..
    Nirgendwo wird auch nur mit einem Wort erwähnt, das diese Ehe einzig der Aufzucht von Nachwuchs dienen soll und darf..

    Der Satz lautet :
    ""Die Ehe und die Familie stehen unter besonderem Schutz des Staates""

    Mehr nicht..
    Das war´s..
    Keine Einschränkungen, keine Beschränkungen auf Heten, auf Kindererziehung, auf Männer und Frauen..
    Nichts..
    Ein ganz einfacher Satz, der auch Heute schon erlaubt, und eigentlich immer schon erlaubt hat, was andere, untergeordnete Gesetze schön verklausuliert in eine Form pressen, die einzig und allein dem christlich dominierten Weltbild dienen, und von dieser christlichen Weltabnschauung über Jahrhunderte geprägten Sprache "erklärt" wird..

    Wer sich aber nun auf die "Rechtsauffassung" zurückzieht, es müsse erst die Verfassung geändert oder "angepasst" werden, der muß sich den Vorwurf gefallen lassen "Gleiche Rechte für Alle" nicht zu wollen, und die diskriminierende Haltung und Erhaltung der Verfassung untergeordneter Gesetze das Wort zu reden..
  • Antworten » | Direktlink »
#8 Timm JohannesAnonym
#9 FoXXXynessEhemaliges Profil
#10 userer
  • 13.02.2013, 06:00h
  • LEBENSPARTNERSCHAFT IST KEINE HOMO-EHE!

    Verflixt noch mal, queer.de, mein Herz hüpfte freudig beim Lesen euerer Überschrift, der Artikel brachte dann die Ernüchterung: "eine Ehe-Öffnung ist mit der derzeitigen Verfassung nicht möglich."

    QUEER.DE, HÖRT BITTE ENDLICH AUF, BEGRIFFLICHKEITEN DER BLÖD-ZEITUNG ZU VERWENDEN!

    "Homo-Ehe" ist in höchstem Maße irreführend und kontraproduktiv, wie auch fink in #5 es schon so richtig sagt:
    www.queer.de/detail.php?article_id=18542&antwort_zeigen=
    ja#c5
  • Antworten » | Direktlink »