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Drohbriefe und eine Todesanzeige

Niederbayern: "Terror gegen Schwule"


Freyung im Bayerischen Wald ist vielleicht nicht ganz so idyllisch wie es aussieht (Bild: Wiki Commons / Woidbua / CC-BY-SA-3.0)

Die Passauer Neue Presse berichtet von Drohbriefen gegen einen jungen HIV-Positiven. Der schwule Landrat Michael Adam will sich nun für ihn einsetzen.

Jagdszenen aus Niederbayern: Die "Passauer Neue Presse" berichtet von einem "Terror gegen Schwule" im Bayerischen Wald. Seitdem ein 27-jähriger Gastronom nach einem Aufenthalt im Ausland zurück in der Heimat mit seinem Partner ein Restaurant im Landkreis Freyung-Grafenau eröffnen will, erhält dieser Drohbriefe.

So ging bei der Zeitung eine angeblich von der Familie des Mannes aufgegebene Todesanzeige für den HIV-Positiven ein, den die wachsame PNP nicht abdruckte. Die Redaktion erhielt ein weiteres Schreiben, in dem über den 27-jährigen "aufgeklärt" wurde und vor ihm "geschützt" werden solle. Der Mann selbst, der von der Redaktion den falschen Namen Tobias G. erhielt, bekam selbst zwei Drohbriefe.

Nach Angaben des Artikels hat G. inzwischen einen Anwalt eingeschaltet. Auch hat die Kriminalpolizei mit Ermittlungen begonnen.

Wut und Fremdschämen


Landrat Michael Adam will sich für den jungen Mann einsetzen

Am Dienstag berichtete die Zeitung, der offen schwule Landrat Michael Adam (SPD) sei bestürzt über die "Bösartigkeit" und habe über die PNP Kontakt mit dem Gastronom aufgenommen, um ihm eine geeignete Gaststätte in seinem Landkreis Regen zu vermitteln, der an den Landkreis Freyung-Grafenau grenzt.

Den Bayerischen Wald habe er stets als tolerant, weltoffen und durchaus modern kennengelernt, so Adam gegenüber die PNP. Die Geschichte des schwulen Gastronoms habe in ihm "Wut und Fremdschämen" ausgelöst. Die Zeitung erwähnt keine Reaktion von Ludwig Lankl (CSU), Landrat für Freyung-Grafenau.

Adam war 2008 in den Kreistag des Landkreises Regen gewählt worden, seit 2008 ist er Bürgermeister in Bodenmais – er wurde damals mit 23 Jahren als jüngster Kandidat aller Zeiten in Bayern Stadtopberhaupt – und das als schwuler Kandidat der SPD. (nb)



#1 ZeitfensterAnonym
  • 12.02.2013, 16:29h
  • Da fehlen einem die Worte!!!

    Aber klasse, dass Michael Adam so deutliche Worte findet, obwohl man mit dem Thema in Niederbayern bestimmt keine Wählerstimmen gewinnen kann. Respekt!
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#2 FoXXXynessEhemaliges Profil
#3 TheDadProfil
  • 12.02.2013, 20:27hHannover
  • Wo ist mein vor Stunden geposteter Kommentar ?
    Das ist die zweite "Zensur" alleine Heute..

    So langsam nervt das !!!

    Das Feme-Gericht der Haberer..
    Haberfeldtreiben..

    Gute, alte "Tradition" in Bayern :

    de.wikipedia.org/wiki/Haberfeldtreiben
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  • Anm. d. Red.: Wir haben dir zum Thema richtige Linksetzung (keine langen Google-Umleitungen!) schon einmal eine freundliche Mail geschickt und bitten um Beachtung. Diesen hier haben wir umgewandelt.
#4 maaartinAnonym
  • 12.02.2013, 21:28h
  • Antwort auf #3 von TheDad
  • das oberland ist von freyung ca 250 km entfernt, papa. da ham die haberer (ein wort, das im modernen bayrisch eine andere bedeutung hat) ganz schön zu laufen mit ihren peitschen.

    ach ja - im bayrischen königreich war homosexualität bis zur gründung des deutschen reichs 1871 legal, danach trat im ganzen reich §175 in kraft.
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#5 TheDadProfil
  • 12.02.2013, 22:01hHannover
  • Antwort auf #4 von maaartin
  • Eben..

    Deshalb ham die Haberer ihr´n gliebt´n Kieni ollawai ersauft..

    Das funktioniert immer noch, wie Mann unschwer sehen kann..

    Die Niederbayern, allen voran die Passauer, die seit Jahrzehnten den politischen Aschermittwoch der CSU ausrichten, sind päpstlicher als ihr Regensburger Papst, und provinziell dazu..

    Mir ist noch kein Schwuler von dort begeegnet der nicht wenigsten einen Suizidversuch hinter sich hatte..

    Das sagt doch sehr viel..
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#6 DiversityManagerAnonym
#7 sanscapote
  • 13.02.2013, 07:33h
  • Super Michael Adam!

    Die schwarzen Heten in den Aemtern schaug'n zua und schweign. Das "Volk" auch?
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#8 SoWhatAnonym
  • 13.02.2013, 10:28h
  • Antwort auf #6 von DiversityManager

  • Als ob das einen Unterschied macht. Um es ganz genau zu nehmen, steht im Artikel etwas von einem HIV positiven Schwulen.
    *Sarkasmus ein*
    Vielleicht ist er auch noch rothaarig, dann wär's ja verständlich...
    *Sarkasmus aus*
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#9 maaaartinAnonym
  • 13.02.2013, 14:15h
  • Antwort auf #5 von TheDad
  • das niederbayern in bigotter fleck sein kann, das unterstreich ich sofort. ich hab einen schwulen cousin in eggenfelden und dem gehts allerdings recht gut... meinst wirklich, dass es immer noch soo katastrophal ist? ich muss zugeben, die wahl von adam erst zum bürgermeister und dann zum landrat hat mich sehr positiv überrascht und läßt mich hoffen, dass das schlimmste dort überstanden ist.
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#10 ChristianAnonym