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Ihre Rolle als Schwulenmutti nimmt Uschi Glas ernst: Die Kosmetik-Expertin gibt im queer.de-Interview Schönheitstipps.

Von Dennis Klein

Mit ihrer eigenen Kosmetiklinie bei Home Shopping Europe ist Uschi Glas die Heldin für viele, die sich stilvoll an ihren Traumtypen pirschen wollen. Grund genug für uns, ein paar Geheimtipps bei der Sängerin und Schauspielerin zu holen. Mit queer.de sprach das ehemalige Halbblut Apanatschi über Hautschuppen, Trennkost und Tomatensoße, aber auch über schwule Männer und Homo-Adoption.

Bei Home Shopping Europe haben Sie Ihre eigene Kosmetiklinie. Was würden Sie als Gesundheitsexpertin gerade schwulen Männern empfehlen?
Ich finde das neue Gesundheitsbewusstsein vor allem unter Schwulen sehr gut. Vor ein paar Jahren war es ja noch so, dass es hieß, Männer pflegen sich nicht und sie können ruhig unreine Haut haben. Das finde ich gar nicht. Wenn man ein bisschen eitel ist, finde ich das nicht schlimm sondern sehr angenehm. Es ist schön, wenn man einem Menschen gegenüber sitzt, der sich auch Gedanken macht und sein Gesicht und seinen Body in Shape hält. Mit meinen männlichen Kunden auf Home Shopping Europe habe ich sehr viel Spaß. Die verwenden genauso gerne die 24-Stunden-Creme oder die Augencreme. Neulich hat mir auch einer gesagt, dass er sich auch meine Bust Pearls, meine Busenperlen, benutzt. Die machen Haut strammer, weil Kollagen drin ist. Er hat gesagt, er reibt sich das voll auf die Brust. Sein ganzes Dekolletee ist wesentlich schöner geworden.

Haben Sie konkrete Schönheitstipps?
Als Tipp kann ich nur sagen: Erstens, wichtig für den Mann ist es, die Haut zu reinigen und auch mal ein Peeling zu machen. Zweitens, bei den Haaren sollte man nach dem Shampoonieren auch einen Conditioner zu verwenden, weil das gerade bei kurzem Haar für die Kopfhaut sehr wichtig ist. Drittens, eine Bodycreme ist ein Muss, damit man keine schuppige Haut bekommt. Und außerdem sollten Männer eine Bürste verwenden: Die Haut stößt jeden Tag Millionen von Hautschuppen ab und wenn man die drauf lässt, wird die Haut fahl. Wenn man aber mit einer guten Bürste unter der Dusche das am ganzen Körper abshampooniert, kriegt man eine ganz feine und klare Haut. Das ist "saugesund".

Und wie sieht's mit der Ernährung aus?
Viele Leute denken ja, ich esse nichts, weil ich dünn bin. Das stimmt nicht: Ich esse für mein Leben gern – deshalb setze ich die Trennkost ein; ich trenne die schweren Kohlenhydrate vom Eiweiß. Zum Beispiel esse ich dann am Abend nur Spagetti mit Tomatensoße ohne Fleisch oder Fisch, also nur Kohlenhydrate. Oder ich esse Eiweiße, zum Beispiel ein Steak oder Fisch und einen leichten Salat. Und wenn man bremsen muss: Kein Weißbrot.

Was haben Sie denn für einen Eindruck von schwulen Männern?
An schwulen Männern finde ich besonders schön, dass die meisten ein tolles Benehmen haben.

Oh, danke schön!
Doch, doch. Ich weiß nicht, warum das so ist, da bin ich noch nicht dahinter gekommen, warum sie meistens gut erzogen sind, zum Beispiel Aufstehen, wenn man an den Tisch kommt oder einem in den Mantel helfen. Das ist sehr angenehm.

Wie würden Sie reagieren, wenn eines ihrer eigenen Kinder schwul wäre?
Da hätte ich überhaupt kein Problem damit. Jetzt weiß ich ja von beiden Buben, wie sie sind, aber früher hab ich mir das schon öfters überlegt. Hoffentlich wird jeder auf seine Weise glücklich. Wenn mein Sohn nach Hause gekommen wäre und hätte gesagt, "Du Mami, das ist mein Freund", dann wär's eben sein Freund gewesen.

Das Thema Homo-Adoption beschäftigte in den letzten Wochen die Medien. Was denken Sie darüber?
Ich bin der Meinung, dass ein schwules Paar natürlich auch adoptieren können soll, so wie es zum Beispiel auch der Patrick Lindner gemacht hat. Ich weiß, dass er und sein Partner das sehr gut machen, die ziehen ihren Sohn toll auf. Das Argument, dass die auseinandergehen könnten und dadurch nicht adoptieren sollten, kann ich nicht nachvollziehen. Es kann auch ein "normales" Ehepaar auseinander gehen, es können Lesben auseinander gehen, es können Schwule auseinander gehen. Bei einer Trennung sollte das Kind nicht darunter leiden, aber das ist ja bei Mann und Frau genauso.

21. Oktober 2004, 16:50 Uhr



#1 JannyAnonym
#2 HolgerAnonym
  • 21.10.2004, 18:33h
  • Zitat: "Ich finde das neue Gesundheitsbewusstsein vor allem unter Schwulen sehr gut. "

    Ach ja? Ich hoffe nur, daß so mancher Schwuler in Zeiten von "fortgeschrittenem Barebacking" diese Aussage nicht für bare Münze nimmt. Gesundheitsbewußtsein ist definitiv etwas anderes als sich eine Gesichtscreme unter die Augen zu schmieren ...
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#3 ChristianAnonym
  • 21.10.2004, 19:05h
  • Sehr geehrte Frau Glas,

    ich finde Ihre Einstellung zum Thema Homosexualität bewundernswert. Leider gehen nicht alle Eltern so locker mit diesem Thema um, wie Sie es tun würden, wenn einer Ihrer Söhne Ihnen einen Freund vorstellen würde. Auch dann, wenn man der Annahme ist, dass Eltern locker darüber hinwegsehen könnten, sieht die Realität bei vielen oft anders aus. Besonders bei Einzelkindern fällt es oft schwer, die Homosexualität, das Schwulsein, zu akzeptieren. Trotzdem bin ich Ihnen, stellvertretend für vielleicht viele, dankbar für dieses Posting.

    Christian (21.10.2004)
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#4 ChristianAnonym
  • 21.10.2004, 19:09h
  • trotzdem noch eine Anmerkung.

    Ich muß meinem Vorredner recht geben. Gesundheitsbewußtsein macht sich durch andere Dinge bemerkbar, nicht drch die anwendung einer Feuchtigkeitscreme. Das soll jedoch keine Kritik an Ihrer Pflegeserie sein.
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#5 DösbaddelAnonym
  • 22.10.2004, 20:05h
  • @Holger und Christian:
    ich bitte euch - es geht GANZ KLAR aus dem Interview hervor, dass mit dieser Definition von "Gesundheit" hier die Körperpflege gemeint ist...Ach, und wie ist eigentlich EURE Meinung zum Klimakterium? Oder beschäftigt ihr euch damit nicht regelmäßig?? Falls ihr nicht begriffen habt, was ich meine: welcher Durchschnittsbürger - und dazu zähle ich IN DIESER BEZIEHUNG Frau Glas auch - beschäftigt sich denn mit Barebacking, HIV und AIDS? Wessen schuld das ist, ist eine andere Frage.
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#6 Tom.Anonym
  • 27.10.2004, 19:05h
  • Fein, dass auch Frau Glas die Homos lieb hat. Das sie hier zu Pflegetipps befragt wird, halte ich dagegen für einen sehr guten Witz. Oder kriegen die Versuchspersonen bei Stiftung Warentest inzwischen keinen Ausschlag mehr von Uschis Pickel-Creme?
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#7 gabyAnonym
  • 21.11.2005, 22:54h
  • hallo uschi
    ich habe einen gigantischen vorschlag für deine schönheits-kosmetik . dieser tip ist ernstgemeint. wäre super wenn deine redaktion oder du dich mal bei mir meldest.
    viele liebe grüße von gaby an der schönen Bergstrasse
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