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Uwe besitzt ein ein großes Herz und eine behaarte Brust, jetzt mit schicker Staatsbrosche verziert. (Bild: Aids-Hilfe Unna)

Der Aids-Aktivist Uwe Görke-Gott ist am Mittwoch mit der Verdienstmedaille des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland ausgezeichnet worden. Mit der Ehrung würdigt Bundespräsident Joachim Gauck das langjährige Engagement des Aktivisten für die Belange der Menschen mit HIV. Michael Makiolla(SPD), Landrat des Kreises Unna, überreichte die Auszeichnung in einer Feierstunde auf "Haus Opherdicke" in der Nähe von Schwerte, wo Uwe Görke-Gott seit vielen Jahren mit seinem Lebenspartner Benjamin Gott lebt. Der Landrat hob in seiner Ansprache das seit zwanzig Jahren andauernde Engagement des neuen Ordensträgers hervor.

Görke-Gott habe in vielfältiger und niedrigschwelliger Weise viele Menschen mit dem Thema erreicht und so auf die Belange der Menschen mit HIV aufmerksam gemacht. Im Kampf gegen die Diskriminierung habe er sich deshalb besondere Verdienste erworben, so der Landrat.

Er verlieh Aids "ein Gesicht" lange bevor es dafür Kampagnen gab.


Uwe Görke-Gott (li.) mit Landrat Michael Makiolla am Mittwoch bei der Verleihung

Uwe Görke-Gott erhielt 1993 seine positive Diagnose. Mit einer Fax-Line organisierte er als "Frau Görke" einen Austausch für Betroffene. Bundesweite Aufmerksamkeit erlangte er durch zahlreiche Auftritte in den Talkshows, wo er bereitwillig über seinen Umgang mit der Infektion berichtete, "um so HIV ein Gesicht zu geben." Später führte er ein Online-Tagebuch, das regelmäßig mehrere tausend Leser erreichte. Vor ein paar Jahren erschien sein autobiographisches Buch "Mein Leben mit HIV".

In die Selbsthilfe-Strukturen der Aidshilfen hat sich Uwe Görke-Gott nie eingebunden, vielmehr legte er großen Wert auf seine Eigenständigkeit und schuf für sich die Bezeichnung als "Privat-Aids-Aktivist". Trotzdem hat er zahlreiche Aidshilfen durch Lesungen, in Diskussionsrunden oder bei Präventionsaktivitäten unterstützt. Neuerdings engagiert er sich gegen die Homophobie im Fußball und macht sich bei Fantreffen des FC Bayern für mehr Akzeptanz stark. (pm/cs)



#1 Thorsten1Profil
  • 15.02.2013, 12:01hBerlin
  • Görke hatte sich seinerzeit, als es noch kein Internet gab, durch die massenweise Veröffentlichung von eigenen Kleinanzeigen in Szenezeitungen des Ruhrgebiets ("Marabo") selbst ins Gespräch gebracht und wurde dadurch mit der Zeit "prominent".
    Na ja, wenn das dann dazu geführt hat, dass er als "Prominenter" viel für die Aidshilfe getan hat, dann war es ja auch gut so....
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#2 FoXXXynessEhemaliges Profil
#3 Frau MeierAnonym