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Schwulenverfolgung nach 1945

Video: "Der § 175 hat mein Leben zerstört"



In den 1950er und 1960er Jahren wurden in der Bundesrepublik rund 50.000 Männer nach dem

Die Bundesstiftung Magnus Hirschfeld sucht ebenfalls Zeitzeugen, die unter Verfolgung und Repression aufgrund des § 175 bis 1969 unmittelbar oder mittelbar gelitten haben. Weitere Infos gibt es per Email an vorstand@mh-stiftung.de . (mize)



#1 reiserobbyEhemaliges Profil
  • 18.02.2013, 14:52h
  • Unmittelbar betroffen sind alle schwulen Männer. Bis heute. Bin ja der Meinung, dass Schwule eine besondere Verantwortung tragen, solches Unrecht zu bekämpfen und über den eigenen LGBTIQA-Tellerrand hinaus für Menschenrechte eintreten sollten.
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#2 Aus Bad HomburgAnonym
  • 18.02.2013, 16:38h
  • Warum wurde das alles bereits vor 10-15 Jahren nicht gemacht? Damals lebten mehr Zeugen noch als jetzt, die Erinnerungen waren fester, und das gesellschaftliche bzw. politische Klima im ersten Jahrzehnt nach der Wende war auch liberaler als es heute ist.
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#3 FOX-NewsAnonym
#4 FoXXXynessEhemaliges Profil
  • 18.02.2013, 17:23h
  • Entschädigung für die Opfer JETZT und bitte nicht bis zum Sankt-Nimmerleins-Tag warten!
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#5 VergessenAnonym
  • 18.02.2013, 17:37h
  • Die Diskriminierung durch den 175 war nicht nur bis 1969!
    Noch bis Anfang der 90er wurden schwule Beziehungen durch den Paragrafen kriminalisiert.
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#6 gegen VergessenAnonym
  • 18.02.2013, 18:03h
  • Antwort auf #5 von Vergessen
  • Die Stiftung ist nach Magnus Hirschfeld benannt der folgende Kategorien bei der Untersuchung ausschließlich homosexueller Männer und Frauen machte:

    Einteilung der homosexuellen Männer nach ihrer Geschmacksrichtung [], zu denen neben dem Alter auch viele andere Eigenschaften zählen.

    Die angegebenen Prozentzahlen sind Schätzungen Hirschfelds. Er teilt die Homosexuellen in zwei große und zwei kleine Gruppen. Die Altersangaben sind bei der Beschreibung einer Person Richtwerte. Erstens haben verschiedene Personen leicht abweichende Präferenzen, zweitens läuft die körperliche und geistige Entwicklung bei jedem Unterschiedlich ab, drittens endet eine bestehende Beziehung seltenst zu einem exakten Zeitpunkt. Zu beachten ist auch, dass man damals erst mit 21 Jahren volljährig war.

    - Pädophilie noch nicht geschlechtsreifen Knaben (5%) 0-14 Jahre

    - Ephebophilie: Burschen von Beginn bis zum Abschluss der Reife (45%) 14-21 Jahre und junger Erwachsener (ab 16 Jahre)

    - Androphilie: Männern von Beginn des Erwachsenen- bis zum Beginn des Greisenalters (45%) 21-50 Jahre.

    - Gerontophilie Greisen (5 %) 50- Jahre

    Es gibt neben den wenigen Pädophilen und Gerontophilen, Hirschfelds Schätzungen nach 45% Ephebophile und 45% Androphile ( auch wenn man das nicht statisch trennen kann wie er oben berichtete) ...also eine in etwa gleiche Verteilung.

    Es werden mal eben 45% der Schwulen als unwichtig erachtet, oder wie sonst soll man das Vergessen der modernen Schwulen nennen was die Verfolgung nach Ende der 60er bis in die 90er dauerte?
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#7 alexander
  • 18.02.2013, 19:12h
  • Antwort auf #6 von gegen Vergessen
  • dieses thema ist leider zu komplex, als es mit zahlen belegen zu können.
    z.b., wie soll ein betroffener dieser zeit, seine stigmatisierung (die ohnehin bekannt ist !), "beweisen", geschweige eventuelle "folgeschäden", selbst belegen können ? natürlich, wenn er im knast gelandet ist, lässt sich das belegen, aber wie in diesem video zu sehen ist, 6 wochen gefängnis, hören sich "relativ" harmlos an?
    wer will aber die ständige angst, das unvermeidliche versteckspiel, das (neudeutsch:) mobbing (wenn es herauskam?) und die seelischen folgen "bewerten"???
    ich gehöre dieser generation an und habe auch die polizeiverhöre (über 10 stunden, ohne pause!), über mich ergehen lassen müssen.
    ich glaube kaum, dass sich heute noch jemand vorstellen kann, wie man sich fühlt, wenn man morgens um 9:00h, splitterfasernackt von einem polizisten, aus dem spind eines studentenwohnheimes geholt wird ???
    und danach "polizeilich vernommen wird"!
    ich gehe davon aus, dass kein schwuler mann bis 1969 unbeschadet durch diese zeit gekommen ist, das sitzt zu tief ! und mit sicherheit wurde jede vita dadurch negativ beeinflusst !
    nach 1969, musste man wenigstens nicht mehr mit gefängnis rechnen und durch die 68iger bewegung, fühlte man sich wesentlich freier und "selbsbestimmter"!
    will sagen, diese fürchterliche zeit wird nie aufgearbeitet werden, es gibt einfach "keine kriterien" mit denen man "entschädigungen bewerten könnte" ausser für die männer die gefängnis in kauf nehmen mussten.

    insofern wäre es aber ein leichtes für unsere gesetzgeber gewesen, wenigstens die "vorbestraften", zu entschädigen!!!
    und ihre akten zu "säubern".

    wenn man sich dann, im gegenzug die altnazis und stasileutchen anschaut, die fast alle "gut gesättelt (rente etc.!), "durch ihr leben gehen", dass wir auch noch mitfinanzieren, wird einem zwangsläufig übel !
    SCHWULE HABEN KEINE VERBRECHEN AN DER MENSCHHEIT BEGANGEN !!! WERDEN ABER IMMER NOCH SCHLIMMER BEHANDELT, WIE DIESE NACHWEISLICHEN VERBRECHER UND MÖRDER !!!
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#8 Aus Bad HomburgAnonym
  • 18.02.2013, 19:41h
  • Antwort auf #7 von alexander
  • Das alles ist zwar richtig - aber warum suggerierst Du mit Deinem Beitrag, dass Mobbing, Versteckspiel und Stigmatisierung so etwas wie ein 'Privileg' der 175-er Generation ist? Das ist es bestimmt nicht, ganz im Gegenteil: da Schwulsein heute viel mehr besprochenes in aller Mund Thema ist, war das Leben der Schwule vor 40-50 Jahren im gewissen Sinne viel einfacher als heute - man musste nur sehr streng zwischen 'privat' und 'nicht privat' unterscheiden (also kein 'coming out', kein Sex im Park) ; heute gibt es diese Grenze im Prinzip nicht mehr (auch dank der Medialisierung der Gesellschaft etc.). Wenn wir schon nach den echten Opfern von 175 und seinem schrecklichen Nachlass (aus der soziologischen, historischen, kulturellen Sicht) suchen sollten, dann wird das eher vor allem ein von allen auf jeder Strassenecke gemobbter Teenager in Darmstadt sein.
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#9 FelixAnonym
  • 18.02.2013, 19:43h
  • Eine schlimme, traurige und sehr anrührende Geschichte.

    Leider wird zu oft vergessen, dass Schwule auch noch nach der Nazi-Ditatur bis Ende der 1960er-Jahre verfolgt wurden. Und teilweise bestanden manche Nazi-Paragraphen noch bis in die 1990er-Jahre hinein.

    Ich hoffe, dass sich noch möglichst viele Zeitzeugen finden und bereit erklären, ihre Geschichte zu erzählen. Und dass vielleicht mal eine richtige, längere Doku dabei raus kommt. So dass das nie vergessen wird.
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#10 YannickAnonym
  • 18.02.2013, 19:44h
  • Und Union und FDP weigern sich bis heute, die Opfer des § 175 zu rehabilitieren. Weil das ja angeblich alles rechtsstaatliche Urteile waren.

    Seltsamens Verständnis von Rechtstaatlichkeit. Ob Union und FDP auch bei anderen Betroffenen so ein sonderbares Gefasel loslassen würden?!
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