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Das Bündnis gegen die Ehe-Öffnung in Frankreich hat ein Problem mit dem rechten Rand: An seiner Großdemo Mitte Januar in Paris nahmen auf führende Politiker des Front National (wie auch der britische BNP-Politiker Nick Griffin) teil.

Der Kulturkampf um die Öffnung der Ehe für gleichgeschlechtliche Paare in Frankreich hat zu ersten Gewalttätigkeiten geführt. Wie französische Medien berichten, kam es am Samstag bei einer Demonstration von rund dreißig LGBT-Aktivisten vor dem Rathaus von Auxerre in Burgung zu einem Zusammenstoß mit einem rechtsgerichteten Stadtrat.

Richard Jacob, ein Abgeordneter des Front National, beleidigte die Teilnehmer den Berichten zufolge zunächst homophob. So sagte er etwa: "Ich rede nicht mit Schwuchteln." Dann schubste er drei Aktivisten die Treppe herunter, einer Person trat er ins Gesicht, einer schlug er in den Rücken.

Dabei erlitt eine Person Verletzungen im Gesicht und wurde ins Krankenhaus gebracht, eine weitere verletzte sich den Ellbogen. Die Polizei hat inzwischen Ermittlungen gegen den Mann aufgenommen.

CSD-Verbot gefordert


Im Januar hatten Schwule und Lesben in Auxerre ohne Zwischenfall für die Ehe-Öffnung demonstriert (Bild: Traits d'Union Auxerre)

Medienberichten zufolge soll der Stadtrat von Selbstverteidigung gesprochen haben: Es sei ihm nicht möglich gewesen, das Rathaus zu verlassen, um Post zu einem Briefkasten zu bringen. Dem hat inzwischen der Bürgermeister der Stadt widersprochen, da das Rathaus mehrere Ausgänge habe. Auch zeigen Foto-Aufnahmen des Vorfalls, dass genügend Platz für den Stadtrat war, dem Protest auzuweichen.

Richard Jabob war bereits im letzten Jahr in die Schlagzeilen geraten, als er – notfalls körperlichen – Widerstand gegen den CSD der Kleinstadt mit rund 40.000 Einwohnen angekündigt hatte: "Wir werden nicht akzeptieren, dass so etwas hier stattfindet".

Die Stadtverwaltung von Auxerre wollte daraufhin den CSD aus Sicherheitsgründen nicht erlauben, ruderte aber nach heftigem Widerspruch von LGBT-Aktivisten und vielen Medien rund 24 Stunden vor der Demo zurück (queer.de berichtete). Die Veranstaltung blieb dann friedlich.

Bereits in diesem Januar hatten LGBT-Aktivisten in der Stadt friedlich für die Öffnung der Ehe für gleichgeschlechtliche Paare demonstriert. (nb)



#1 nebenbeiAnonym
#2 FOX-NewsAnonym
#3 gebildetAnonym
#4 frequenzenAnonym
  • 18.02.2013, 19:05h
  • Antwort auf #2 von FOX-News
  • Machtphantasten & Gewalt (auch strukturelle)
    __________________________
    David Berger: Man muss bei diesen Netzwerken unterscheiden zwischen mehr inoffiziell wirkenden Gruppen und denen, die offiziell auch nach außen hin tätig sind. Mehr inoffiziell war eine Gruppe, die ich in meinem Buch beschreibe und die in einem Düsseldorfer Rechtsanwalts- und Steuerprüfungsbüro ihr lokales Zentrum hatte. In regelmäßigen, streng geschlossenen Veranstaltungen wurden dort durch den Gastgeber wohlhabende Industrielle, Wissenschaftler, vor allem aus den Bereichen der Rechts- und Politikwissenschaft, sowie Geistliche und Theologen aus dem reaktionär katholischen Spektrum eingeladen.

    Neben den Vorträgen, die von Leuten wie dem Ritter Erik von Kuehnelt-Leddihn, den Professoren Friedrich Romig, Walter Hoeres oder Robert Prantner gehalten wurden, tauschte man sich hier über alles aus, was im rechtskatholisch orientierten Lager im Gespräch war. Man dachte über die Vergabe von Posten und das Lockermachen von Geldern für Großprojekte nach. Antisemitische Äußerungen waren hier an der Tagesordnung.
    _____________________________

    "Die Demonstrationen sollten möglichst locker und fröhlich daherkommen, auf keinen Fall aber reaktionär und sektiererisch. Deswegen gaben die Organisatoren vom katholischen Institut Civitas einen Dresscode aus: keine Haarreifen und Seidentücher für die Frauen, keine strengen Seitenscheitel und Bundfaltenhosen aus Cord für die Männer. Die Gegner der "Homo-Ehe" sollten aufgrund ihres Äußeren nicht in eine gesellschaftliche Ecke gedrängt werden können. Das Ziel war, eine "Demo für alle" gegen die "Ehe für alle" zu veranstalten. Und das Kalkül ging auf."
    (www.sueddeutsche.de)

    Seit Beginn seines Bestehens wurde das Civitas Institut von Admiral Francis Penfentenyo geleitet. Er gehört zu einer alten Adelsfamilie in der Bretagne.
    CI wurde 1999 als Nachfolge von Cité catholique
    gegründet.

    Link:
    fr.wikipedia.org/wiki/ICHTUS

    Alain Escada ist der derzeitige Präsident des Civitas-Institut, ist ein ehemaliges Mitglied der Nationalen Front in Belgien (ETFs).

    Die Nr. 2 im Civitas Institut ist Jean-Claude Philipot, ehem. Generaldirektor der Militärverwaltung.

    Das Umfeld des ehem. Generalsekretärs von Civitas, Dominique Chrissement, ehemaliger Stabschef der Verteidigung Bereich der Ile-de-France, machte Abbe Denis Puga (Ex-Militär, seit 1977 Pius-Bruderschaft) zum Abt von Saint-Nicolas du Chardonnet in Paris.

    Marine Le Pen, die Vorsitzende des Front National und Präsidentschaftskandidatin 2012, ließ dort ihre drei Kinder taufen.

    Pugas Bruder befreit gerade Mali.

    Den deutschen Ableger von Civitas findet man schnell.
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#5 nebenbeiAnonym
#6 alexander
#7 gequeertAnonym
#8 FelixAnonym
  • 18.02.2013, 19:36h
  • Wie alle Faschisten kann auch die französische Front National sich nicht mit demokratischen Beschlüssen abfinden. Da müssen die pöbeln und gewalttätig werden.
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#9 FoXXXynessEhemaliges Profil
  • 18.02.2013, 23:30h
  • Was macht ein solcher Prolet im Stadtrat? Richard Jacob sollte aus dem Gremium ausgeschlossen und zur "persona non grata" erklärt werden! Ich hoffe, daß die Strafe wegen Körperverletzung gegen ihn hart ausfällt!
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#10 ArtikelAnonym