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  • 20.02.2013           15      Teilen:   |

Paralympics-Star unter Mordverdacht

Oscar Pistorius nicht mehr bei "It Gets Better"-Kampagne

Artikelbild
Oscar Pistorius war einer der beliebtesten Sportler bei den Olympischen und Paralympischen Spielen in London (Bild: David Jones / flickr / cc by 2.0)

Zum Start einer schwul-lesbischen Akzeptanzkampagne in Südafrika fehlt der größte Star: Die Veranstalter haben sich kurzfristig von Oscar Pistorius getrennt.

Die am Mittwoch gestartete südafrikanische "It Gets Better"-Kampagne wird nicht mehr den beinamputierten Sportler Oscar Pistorius als sein Aushängeschild präsentieren, berichtete die südafrikanische Zeitung "The Times". Die Entscheidung kommt knapp eine Woche, nachdem der 26-jährige Sprinter in seinem Haus in Pretoria seine Freundin Reeva Steenkamp erschossen hatte. Laut Pistorius handelte es sich dabei um einen Unfall, während die Staatsanwaltschaft von vorsätzlichem Mord ausgeht.

Fortsetzung nach Anzeige


"It Gets Better"-Video gelöscht

Der sechsfache paralympische Goldmedaillengewinner hatte für die Kampagne ein Video aufgenommen, das aber inzwischen wieder von den Aktivisten gelöscht wurde. Darin erklärte der Sportler: "Erinnert euch daran, dass ihr etwas Besonderes seid. Ihr müsst euch keine Sorgen machen. Ihr müsst euch nicht verändern. Atmet tief durch und vergesst nie, dass es besser werden wird." An der Kampagne nehmen mehrere bekannte TV-Moderatoren, Models und andere Prominente teil.

Die "It Gets Better"-Initiative wurde 2010 vom amerikanischen Homo-Aktivisten Dan Savage ins Leben gerufen. Grund waren viele Berichte über Selbstmorde von schwulen und lesbischen Jugendlichen, die von ihren Mitschülern gemobbt worden waren. Sie soll den jungen Menschen Mut machen und das grassierende Mobbing-Problem in den Fokus der Öffentlichkeit rücken. An der Aktion beteiligten sich viele populäre Prominente wie Kesha, Justin Bieber und Rob Thomas. Auch US-Präsident Barack Obama veröffentlichte ein Video, in dem er Jugendlichen Mut zuspricht, die wegen ihrer sexuellen Orientierung gemobbt wurden (queer.de berichtete).

Pistorius ist insbesondere seit den Olympischen Spielen 2012 in London bekannt, weil er als erster beidseitig beinamputierter Sportler beim 400-Meter-Rennen und der Vier-mal-400-Meter-Staffel teilnahm. Hier schaffte er es jeweils bis ins Halbfinale. (dk)

Links zum Thema:
» Youtube-Kanal "It Gets Better South Africa"
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Tags: südafrika, it gets better, oscar pistorius
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Reaktionen zu "Oscar Pistorius nicht mehr bei "It Gets Better"-Kampagne"


 15 User-Kommentare
« zurück  12  vor »

Die ersten:   
#1
20.02.2013
16:30:37


(+4, 6 Votes)

Von TheDad
Profil nur für angemeldete User sichtbar


Eine sehr wichtige Kampagne..

Ich hoffe das die Initiatoren Pistorius ebenso schnell und mit offenen Armen wieder aufnehmen, wie sie ihn jetzt, verständlicherweise ausgeschloßen haben, sollte ich im Prozess herausstellen, das es wirklich "nur" ein Unglücksfall war..

Mann kann nicht in die Seele eines Menschen blicken, und so enthalte ich mich irgendwelchen Urteilen über die Vorgänge, die nur Vorurteile sein können..


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#2
20.02.2013
17:05:53


(+2, 4 Votes)

Von Kiel


Ein andermal soll er laut Medienberichten einem Nebenbuhler damit gedroht haben, ihm die Beine zu brechen.

Link zu www.nzz.ch

Vielleicht kam er doch nicht so gut mit seiner Behinderung klar wie er immer behauptet hat.
Obwohl die ihn kaum eingeschränkt hat und er alles machen konnte.

Ein Paar, beide beliebt und attraktiv, aufgewachsen in umsorgenden Familien, glücklich wirkend und ohne finanzielle Zukunftssorgen.
Wenn es absicht war bleibt nur ein Warum.


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#3
20.02.2013
17:28:53


(+2, 4 Votes)

Von ehemaligem User FoXXXyness


Pistorius macht jetzt einiges durch und hoffentlich wird sich sein Fall bald aufklären.


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#4
20.02.2013
19:27:40


(+1, 7 Votes)

Von Denmuc


viele ticken mal aus. aber nicht jeder hat in der größten wut eine schußwaffe zur hand.
zum glück sind diese scheiss dinger in deutschland verboten.


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#5
21.02.2013
12:05:04


(+2, 8 Votes)

Von bergarbeiter
Antwort zu Kommentar #1 von TheDad


die konnten sich keine star- anwälte leisten

Link zu www.taz.de


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#6
21.02.2013
12:19:39


(+1, 5 Votes)

Von TheDad
Profil nur für angemeldete User sichtbar
Antwort zu Kommentar #5 von bergarbeiter


Hier das Eine mit dem Anderem zu vergleichen halte ich für mehr als falsch..

Das südafrikanische Rechtssystem ist durch das Englische geprägt, und somit durchaus auch für ärmere Menschen zugänglich..

Zumal nach der Beendigung des Apartheitsystemes im Lande..

Wichtig ist auch dort nicht immer einen teuren Anwalt zu haben, oder ihn sich leisten zu können, denn auch ein weniger teurer Anwalt kann durchaus in der Lage sein die richtigen Argumente vorzubringen, und damit dem Gericht die Unschuld seines Mandanten zu verdeutlichen..

Im Falle der Minenarbeiter handelt es sich um einen wirtschaftlich-sozialen Kampf der zuallererst durch die Arbeiter selbst, dann durch starke Gewerkschaften getragen werden muß, bevor er den Weg vor orderntliche Gerichte findet, wenn die Fronten so verhärtet sind, das ein Kompromiss nicht möglich scheint..


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#7
21.02.2013
12:50:54


(+2, 4 Votes)

Von Helge Ebert
Antwort zu Kommentar #6 von TheDad


Guter Beitrag. Ohne GEMA und GEZ sehe ich da eh ziemlich schwarz.


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#8
21.02.2013
15:37:34


(0, 6 Votes)

Von Nuja
Antwort zu Kommentar #5 von bergarbeiter


Wenn du schon vom Hölzchen aufs Stöckchen kommst: In Südafrika gibts im Gegensatz zu Deutschland seit mehreren Jahren das Adoptionsrecht für Homosexuelle.

Link zu www.tagesspiegel.de


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#9
21.02.2013
15:47:49


(+5, 7 Votes)

Von mama africa
Antwort zu Kommentar #2 von Kiel


Die südafrikanische Polizei muss den Hauptermittler Hilton Botha möglicherweise vom Fall Oscar Pistorius abziehen. Der Beamte wird des siebenfachen Mordversuchs beschuldigt - und soll bei den Ermittlungen im Haus des Sportlers unsauber gearbeitet haben.


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#10
21.02.2013
16:08:06


(+4, 10 Votes)
 
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