Hauptmenü Accesskey 1 Hauptinhalt 2 Footer 3 Suche 4 Impressum 8 Kontakt 9 Startseite 0
Neu Presse Tagesbild TV Termine
© Queer Communications GmbH
http://queer.de/?18608

Kardinal Peter Turkson beim CNN-Interview

Kindesmissbrauch und Homosexualität seien in Afrika kein großes Problem, weil es dort "traditionelle Systeme" gebe, erklärte ein Kardinal aus Ghana.

Kardinal Peter Turkson, der bei Buchmachern derzeit als Favorit für die Nachfolge von Papst Benedikt XVI. gehandelt wird, hat am Dienstag in einem CNN-Interview erklärt, dass afrikanische Traditionen einen Kindesmissbrauchskandal wie in Nordamerika und Europa unwahrscheinlich machen. Im gleichen Atemzug nannte er Homosexualität.

CNN-Moderatorin Christiane Amanpour hatte gefragt: "Haben Sie Sorgen, dass der [Missbrauchsskandal] auch Afrika erreichen kann?" Darauf antwortete der Kardinal lächelnd: "Glücklicherweise nicht im selben Ausmaß wie in Europa. Afrikanische traditionelle Systeme schützen die Bevölkerung gegen diese Tendenz, weil in mehreren Gegenden und in mehreren Kulturen in Afrika Homosexualität – oder jede Affäre zwischen zwei gleichen Geschlechtern – nicht ermutigt wird. Es gibt ein Tabu".

Kardinal verteidigte Homo-Verfolgung in Afrika

Der 64-jährige Kurienkardinal ist derzeit Präsident des Päpstlichen Rates für Gerechtigkeit und Frieden. Er hat bereits in der Vergangenheit Stimmung gegen Schwule und Lesben gemacht. So sagte Turkson als Reaktion auf Kritik der Vereinten Nationen an der Verfolgung von Homosexuellen im letzten Jahr, dass Homosexualität "nicht unsere Kultur" sei. Daher zeigte er Verständnis, dass in vielen afrikanischen Ländern Homosexualität gesetzlich verboten ist. Man müsse zwischen Moral und Menschenrechten unterscheiden, so Turkson. "Wenn Sie über etwas reden, was als 'alternativer Lebensstil' bezeichnet wird, geht es hier um Menschenrechte?".

Nach dem überraschenden Rückzug von Papst Benedikt XVI. will die katholische Kirche im kommenden Monat einen neuen Papst wählen. Buchmacher sehen Turkson vorn: So bietet Paddypower für den Ghanaer die Quote 1:3,5. Knapp hinter ihm liegen die italienischen Kandidaten Angela Scola (1:4) und Tarcisio Bertone (1:4,5) vor dem Kanadier Marc Ouellet (1:7). Keiner der Bewerber, die derzeit unter ihren wahlberechtigten Kollegen inoffiziellen Wahlkampf betreiben, gilt als homofreundlich. (dk)

Direktlink | Das ganze Interview aus der Sendung "Amanpour"


Auch Westerwelle lobt Papst

Bundesaußenminister Guido Westerwelle (FDP) hat sich positiv über die Aussagen von Papst Franziskus zur Homosexualität geäußert.
#1 FoXXXynessEhemaliges Profil
#2 NickAnonym
  • 20.02.2013, 17:27h

  • Glaubt jetzt noch jemand daran das es mit einem neuen Papst besser wird als mit dem alten?
    Die RKK wird sich von selber nicht ändern.
  • Antworten » | Direktlink »
#3 Thorsten1Profil
  • 20.02.2013, 17:52hBerlin
  • Die erzkonservativen Kardinäle werden ganz sicher keinen Afrikaner zum Papst wählen, es sei denn, sie wollen bewusst eine Marionette installieren, die nach Weisung Ratzingers arbeitet.
  • Antworten » | Direktlink »
#4 ClaudiaAnonym
  • 20.02.2013, 17:56h
  • Also, hat jemand ernsthaft geglaubt, nach dem Bayern-Benedetto käme was Besseres, gar ein menschlicher Papst, der mal nicht Hass predigt?
    Ich nicht. Wie sollte es auch? Das ist doch das ideologische Grundgerüst dieser fundamentalistischen Sekte - Homophobie, Frauenfeindlichkeit...
    Mich hätte ja mal interessiert, ob die so hoch gelobte "Journalistin" Amanpour mal nachgehakt hat, wie dieser Katholiban darauf kommt, Homosexualität und und Kindesmissbrauch gleichzusetzen. Wahrscheinlich nicht, vermute ich.
    Aber auch wir hier und auf anderen Portalen sollten aufpassen, dass wir in punkto Kindesmissbrauch durch Priester nicht in die homophobe Falle tappen und ständig kundtun, es sei die unterdrückte Homosexualität dieser Priester, die sie zum Kindesmissbrauch bringe.
    Nichts liegt näher, als von dort zum Vorurteil: "Schwule missbrauchen Kinder" zu kommen.
    Ich denke bei den Priestern wird es ähnlich sein wie ansonsten beim sozialen Phänomen Kindesmissbrauch: Täter mit heterosexueller Orientierung sind in der Mehrzahl.
  • Antworten » | Direktlink »
#5 m123Anonym
  • 20.02.2013, 18:04h
  • Antwort auf #1 von FoXXXyness
  • Hoffentlich wird der Papst. Soll er doch seinen Mund aufmachen und Pädophile mit Homosexuelle in einen Topf werfen. Das wird der Kirche nachhaltig schaden. Die Schäfchen werden in Scharen nur so wegrennen von dieser Sekte. Was könnte es Schöneres geben als die Vorstellung dass die katholische Sekte Macht und Geld verliert?
  • Antworten » | Direktlink »
#6 Foxie
  • 20.02.2013, 18:15h

  • Ganz egal, wer es wird. Allesamt sind Ratzi's würdige Erben.
    Wenn sich da was ändert, dann zum Schlechteren.
    Wem schon durch Elternhaus und Umfeld dieser Verein erspart blieb, kann sich glücklich schätzen.
  • Antworten » | Direktlink »
#7 XuxuAnonym
  • 20.02.2013, 18:24h
  • Antwort auf #4 von Claudia
  • Wie wäre es mit der Aussage dass das "Phänomen Kindesmissbrauch" unabhängig der sexuellen Orientierung vorkommt und das es das leider überall gibt und durch Systeme wie der RKK begünstigt wird?
    Sich gegenseitig ( Hetero vs Homo) die Schuld in die Schuhe zu schieben halte ich von beiden Seiten aus für kontraproduktiv.
  • Antworten » | Direktlink »
#8 goddamn liberalAnonym
  • 20.02.2013, 18:26h
  • Antwort auf #5 von m123
  • Er würde bei unseren oberflächlichen Medien zunächst mit einem Exoten-Bonus punkten.

    Wenn sich dann trotz neuem Papst-Hypes verbreitet, dass er eben kein Obama (oder Bischof Tutu) im Vatikan ist, wird er der kath. Kirche nicht nur in Westeuropa, sonder auch in BEIDEN Amerikas massiv schaden. Das kann den Zivilistaionsprozess nur befördern.

    Ratzinger konnte seinen Hass unter pseudo-geistig-geistlichem Geschwurbel ganz gut verstecken. Der kann das nicht.
  • Antworten » | Direktlink »
#9 m123Anonym
  • 20.02.2013, 18:42h
  • Antwort auf #6 von Foxie
  • Also wenn sich in Deutschland 80% der Katholiken unzufrieden mit der unzeitgemäßen "Kirchenpolitik" zeigt, und jetzt ein noch krasserer Hardliner als Ratzinger Papst wird, dann wird praktisch ganz Deutschland sich über den neuen Hardliner im Vatikan kaputtlachen. Was sollte man auch anderes tun können? Wir haben ja eh keinen Einfluss darauf was dieser Club alter Opas macht. Indem wir darüber lachen zeigen wir, wie ernst wir den Vatikan und die Kirche nehmen. :P

    Wer weiß, vielleicht wird der neue Papst ja auch Frauenvergewaltiger segnen, so wie Ratzinger schon die Politiker in Uganda gesegnet hat, die die Todesstrafe für Homosexuelle einführen wollen.
  • Antworten » | Direktlink »
#10 sanscapote