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  • 21.02.2013           50      Teilen:   |

Vatileaks

Papst wegen "Homo-Netzwerk" zurückgetreten?

Artikelbild
2011 musste der Modekonzern Benetton diese Werbung nach Protesten zurückziehen.

Eine italienische Zeitung berichtet, dass Papst Benedikts Rücktritt nicht aus Altersgründen erfolgte, sondern weil sich (männliche) Würdenträger heimlich zum Sex getroffen haben sollen.

Die linksliberale Tageszeitung "La Repubblica" berichtet in ihrer Donnerstagsausgabe, dass drei Kardinäle Papst Benedikt XVI. Mitte Dezember 2012 einen rund 300 Seiten starken Geheimbericht über die Ausmaße der "Vatileaks"-Affäre vorgelegt hätten, der den Pontifex dazu veranlasst haben soll, seinen Rücktritt zu erklären. Es wurden keine Quellen genannt. In dem Geheimbericht soll es darum gegangen sein, dass katholische Würdenträger sich für Schäferstündchen verabredet haben sollen – im Vatikan, aber auch in Rom. Der Artikel nennt als Treffpunkt unter anderem eine Sauna und einen Schönheitssalon.

Erstmals soll bei der Vorstellung des Berichts in Benedikts Kammer das Wort "Homosexualität" gefallen sein. Die Kardinäle waren besorgt, dass sich die Kirche erpressbar mache, sollten die Beziehungen "weltlicher Natur" an die Öffentlichkeit gelangen. Sie wollten demnach dem Papst schonungslos "ein genaues Bild des Schadens und der falschen Fische" beibringen. Dabei sprachen sie von einem "Netzwerk" von Männern, die durch ihre sexuelle Ausrichtung verbunden seien. Es sollen mehreren christliche Gebote gebrochen worden sein.

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Vatikan: "Kein Kommentar"

Papst-Sprecher Federico Lombardi wollte die Geschichte von "La Repubblica" nicht kommentieren, auch nicht Teilaspekte. Man werde nicht "hinter all diesen Rückschlüssen, Fantasien und Meinungen herlaufen, die es zu dieser Sache gibt", sagte Lombardi am Donnerstag. Er warf der Autorin vor, "keinen Sachverstand" über den Vatikan zu haben.

Papst Benedikt XVI. hatte am 11. Februar seinen Rücktritt erklärt – als erster Pontifex seit 719 Jahren (queer.de berichtete). Der 85-Jährige wird noch bis nächste Woche im Amt bleiben. Unter seiner Herrschaft hat sich die Kirche gegenüber Homosexuellen weiter kompromisslos gezeigt. Zudem hat sich der Vatikan vermehrt in die politische Debatte um schwul-lesbische Rechte eingemischt und unter anderem in den katholischen Ländern Spanien und Frankreich Lobbyarbeit betrieben, um die Öffnung der Ehe für gleichgeschlechtliche Paare zu verhindern. (dk)

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Tags: papst, italien, vatikan
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Reaktionen zu "Papst wegen "Homo-Netzwerk" zurückgetreten?"


 50 User-Kommentare
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Die ersten:   
#1
21.02.2013
17:25:27


(+9, 11 Votes)

Von Alex


Herrlich, diese Realsatire der oberpeinlichen Greise. Man könnte sich als katholisch Sozialisierter fast fremdschämen!


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#2
21.02.2013
17:25:30


(+9, 11 Votes)

Von ehemaligem User Hannibal


Siehe dazu auch den Bericht von CArmelo Abbate "Sex im Vatikan". Da ist alles hübsch ausführlich beschrieben.


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#3
21.02.2013
17:32:52


(+8, 12 Votes)

Von daVinci6667
Profil nur für angemeldete User sichtbar


Selbstverständlich ist der Papst wegen irgend etwas Schwerwiegendem zurückgetreten.

Aber nur weil diese katholischen "Würdenträger" (was für ein Wort!) sich miteinander verabreden und Sex haben? Das tun sie doch schon seit Jahrhunderten!

Da muss schon noch was anderes dahinterstecken! Vielleicht haben die endlich bemerkt, dass die Benedicta eine elende Schrankschwester ist? Vielleicht steckt da auch ein neuer Kindesmissbrauchsskandal dahinter?

Vielleicht kniete Benedicta gerade vor einem anderen Eier, äh- pardon Würdenträger?

Ich bin froh fangen jetzt endlich mal Spekulationen über die tatsächlichen Hindergründe an. Oder waren es Hinterngründe, lach?

Ich hoffe allerdings, es kommt endlich die ganze ungeschönte Wahrheit ans Licht und damit das endgültige aus dieser Fascho-Sekte!


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#4
21.02.2013
17:37:06


(+8, 10 Votes)

Von CarstenFfm
Profil nur für angemeldete User sichtbar


Natürlich Gerüchte und Verschwörungstheorien....


Aber schon cool, wenn die Klemmschwester über ein Netzwerk von Klemmschwestern stürzt.


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#5
21.02.2013
17:39:45


(0, 6 Votes)

Von knatzgil
Aus ettelbruck (Luxemburg)
Mitglied seit 15.12.2008


Alle auf die Nostromo und zu den Aliens,da wären sie super aufgehoben


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#6
21.02.2013
17:40:21


(+9, 11 Votes)

Von herve64
Aus München (Bayern)
Mitglied seit 09.12.2008


"Papst-Sprecher Federico Lombardi wollte die Geschichte von "La Repubblica" nicht kommentieren, auch nicht Teilaspekte.":

Nun ja, keine Antwort ist bekanntlich auch eine Antwort. Und je mehr man um eine Vertuschung bemüht ist, umso mehr nährt man "Gerüchte".


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#7
21.02.2013
17:48:11


(+8, 10 Votes)

Von Yuuki83
Aus Altdorf (Bayern)
Mitglied seit 01.07.2011


Wunderbare Moralvorstellung: Hat ein Priester Sex mit Kindern, ist alles in Butter. Hat jedoch ein Kardinal eine sexuelle Beziehung mit einem anderen Erwachsenen, tritt sofort der Papst zurück. Es ist.. nein, da fehlen einem die Worte...


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#8
21.02.2013
17:51:17


(+7, 9 Votes)

Von splattergay


Im Vatikan schweigt man halt und genießt, deshalb ist das wort Homosexualität zum ersten Mal in den Gemächern der Päpstin gefallen. Die Päpstin ist ja auch nicht wirklich schwul, sondern die erste Vollfrau auf dem Papstthron. Insofern hat sie nicht nur mit ihrem Rücktritt ein Tabu gebrochen.


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#9
21.02.2013
18:01:24


(+6, 8 Votes)

Von hubaduba
Antwort zu Kommentar #3 von daVinci6667


Da ist mehr. Milliarden.

Link zu www.queer.de

Immer noch gut

Bild-Link:
25917_433156393426785_1178048353_n.jpg


Nennen wir es Gestaltungswille mit
notorisch konfliktären Masternarrativen als Matrix für die Wahrnehmung.


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#10
21.02.2013
18:02:17


(+7, 9 Votes)

Von herve64
Aus München (Bayern)
Mitglied seit 09.12.2008
Antwort zu Kommentar #7 von Yuuki83


Na ja, man weiß ja nicht, was daran eigentlich der KONKRETE Kern ist. Vielleicht durfte seine Heiligkeit nicht mitspielen bei der Orgie, ist jetzt frustriert und tritt deswegen zurück, weil ihn keiner mag, nicht einmal die eigenen Pfaffen?

Fragen über Fragen.


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