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TV-Spot für Kindle

Amazon wirbt mit schwulem Ehepaar



In Deutschland steht der Online-Händler Amazon wegen schlechter Arbeitsbedingungen und mutmaßlichen Kartellverstößen in der Kritik. Schwule und lesbische Aktivisten loben jedoch den US-Konzern häufig wegen seiner homofreundlichen Politik – so setzte sich die Firma für die Ehe-Öffnung ein, Amazon-Gründer Jeff Bezos spendete allein im letzten Jahr 2,5 Millionen Dollar für eine entsprechende Kampagne (queer.de berichtete).

In einem neuen Werbespot für das amerikanische Fernsehen buhlt Amazon nun auch um schwule Kunden: Der 30-Sekünder zeigt einen Mann und eine Frau auf Liegestühlen, die sich über den firmeneigenen E-Book-Reader unterhalten. Nachdem der Mann den "Amazon Kindle" online gekauft hat, erklärt er: "Wir sollten feiern". Die Frau antwortet: "Mein Ehemann bringt mir jetzt einen Drink". Darauf der Mann: "Meiner auch". Danach winken die beiden Getränkeholer freundlich in die Kamera. (dk)

Das Video:



#1 m123Anonym
  • 22.02.2013, 15:42h
  • Ich finde es gut, wenn man Schwule und Lesben in Werbespots dezent wie alle anderen dort vorkommenden Personen unterbringt, ohne die Homosexualität allzusehr zu betonen. Je normaler und selbstverständlicher gleichgeschlechtliche Paare nebenbei vorkommen, desto besser für die Akzeptanz von Schwulen und Lesben.

    Ich finde es aber nicht gut, wenn Amazon seine Mitarbeiter ausnutzt und die Mitarbeiter schlechte Arbeitsbedingungen haben. Da geh ich innerlich auf 180. Wer in den Logistikzentren von Amazon arbeitet, der hat schon einen stressigen und anstrengenden Job. Wenn Amazon so jemanden dann nicht angemessen entlohnt bzw. ihm nur sehr schlechte Arbeitsbedingungen bietet, dann ist das menschenunwürdig.
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#2 FoXXXynessEhemaliges Profil
#3 LucaAnonym
  • 22.02.2013, 20:36h
  • Solche Werbungen sind reine PR. Das hat nichts mit Überzeugungen des Unternehmens oder so zu tun, sondern einfach mit wirtschaftlichen Interessen. Die Homofreunde sind halt mehr und kauffreudiger als die Homohasser.

    Aber wer weiß, welche Arbeitsbedingungen bei Amazon herrschen und mit welchen unsauberen Methoden die zu ihren Milliarden-Gewinnen kommen, kann da nicht kaufen, wenn er noch ein Gewissen hat. Auch nicht, wenn sich das Unternehmen aus wirtschaftlichen Interessen einen homofreundlichen Anstrich verpasst.

    So leicht lassen wir uns doch wohl nicht um den Finger wickeln.
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#4 finkAnonym
  • 22.02.2013, 22:20h
  • Antwort auf #1 von m123
  • "Je normaler und selbstverständlicher gleichgeschlechtliche Paare nebenbei vorkommen"

    ja. aber in diesem konkreten fall: jein.

    der spot ist ganz nett. aber er erinnert mich an eine aussage, die schon vor -zig jahren mal in bezug auf homoklischees in filmen gemacht wurde: "homosexuality is not funny."

    gemeint ist damit, dass man gern gute witze über homos machen darf. wenn aber, wie hier, der witz sich schon darin erschöpft, DASS jemand schwul oder lesbisch ist, dann kann das noch so nett dargestellt sein: das ist nur deswegen "witzig", weil homosexualität eben NICHT als selbstverständliche option erwartet wird, sondern als überraschende wende kommt.

    nicht falsch verstehen: mich ärgert dieser spot nicht. aber er freut mich auch nicht besonders.
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#5 dummfugAnonym
#6 sunnixAnonym
#7 FelixAnonym
  • 23.02.2013, 12:42h
  • Amazon beutet seine Mitarbeiter aus, nutzt jeden Steuertrick um seine Steuern auf null zu drücken, während der normale Steuerzahler die Zeche zahlt, etc. etc.

    Da können die noch so viel zielgruppen-spezifisches Marketing machen (was eh nicht aus Überzeugung, sondern aus wirtschaftlichen Überlegungen geschieht), aber besser werden diese supranationalen Konzerne wie Amazon & Co deshalb dennoch nicht.
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#8 lentilAnonym
  • 23.02.2013, 13:52h
  • Ja Amazon ist ja soooo super.

    Wenn die so schwulenfreundlich wären, dann würden die keine Bücher verkaufen, in denen es um "Heilung" von Homosexualität geht.

    Aber man will ja alles haben. Man will das Geld von den Homos und von den Homo-Hassern.
    Das zeigt, dass es am Ende doch nur um Geld geht. (Was auch für eine Firma nicht besonders ungewöhnlich wäre).

    Ich persöhnlich habe schon einige Zeit vor dem jetzigen Skandal angefangen Amazon zu boykottieren.
    Nämlich als ich herausgefunden habe das die Ex-Gay-Bücher verkaufen und somit Material verkaufen, das tendenziell zu Selbstmord führen kann.
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#9 GrischanAnonym
  • 23.02.2013, 14:11h
  • Antwort auf #8 von lentil
  • Ich bin da zwiegespalten.
    Ich will auch das Amazon und andere Unternehmen keine Ex- Gay Bücher verkaufen, aber ich will auch nicht das zu viel zensiert wird.
    In anderen Ländern ist es sogar erlaubt "Mein Kampf" zu lesen und ich bezweifel das sich deutsche Neo- Nazis davon abhalten lassen das Buch zu beschaffen nur weil es hier verboten ist.
    Wichtiger als Verbote ist Aufklärung, aber ganz ohne Verbote geht es auch wieder nicht.
    Schwieriges Thema.
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#10 buntAnonym
  • 24.02.2013, 12:42h
  • Antwort auf #1 von m123
  • ich finde die homosexualität ist in diesem spot bis auf die schlusspointe ja geradezu unsichtbar. vielleicht sorgt so ein spot für akzeptanz von schwulen und lesben, die tatsächlich ein solches leben führen und von einer staatlich legitimierten zweierbeziehung träumen. aber schwulen und lesben immer nur so "normal" darzustellen, ist mir defintiv zu wenig. akzeptiert werden sollten nicht nur die, die sich schön in den heteronormativen mainstream integrieren lassen, sondern auch die sissys und tunten und butchen frauen etc. die, die nicht von einer hochzeit träumen sondern andere beziehungsmodelle leben...
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