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Der Kardinal soll seine Schäfchen vor 30 Jahren missbraucht haben (Bild: Wiki Commons by Gavin Scott / PD-user)

Schottlands ranghöchster katholischer Geistlicher ist mit dem Vorwurf konfrontiert, sich sexuell an Seminaristen vergriffen zu haben.

Drei praktizierende und ein ehemaliger Priester haben britischen Medienberichten vom Sonntag zufolge schwere Vorwürfe gegen den katholischen Erzbischof von Edinburgh, Kardinal Keith O'Brien, erhoben. Er soll sie in der Vergangenheit sexuell missbraucht haben.

Die Fälle liegen bis zu 30 Jahre zurück, die vier Geistlichen hatten sich aber erst kürzlich bei Nuntius Antonio Mennini, dem in Großbritannien residierenden Vatikan-Botschafter beschwert, und den sofortigen Rücktritt des 74-jährigen Kardinals gefordert. Das berichtete die Zeitung "The Observer".

Einer der Beschwerdeführer ist ein damals 20-jähriger Seminarist des St. Andrews College in Schottland, O'Brien war damals sein "geistlicher Leiter". Der Kardinal habe eine "unangemessene Beziehung" zu ihm aufgebaut, berichtet er. Die anderen drei Männer erzählen Ähnliches. Der Missbrauch habe eine langwierige psychologische Behandlung nach sich gezogen. Kardinal O'Brien, der zugleich die schottische Bischofskonferenz leitet, bestreitet die Vorwürfe.

Gegen das Zölibat und gegen die Homoehe

Die Anschuldigungen erreichten den Nuntius in der Woche vor der Rücktritterklärung des Papstes, stehen damit also in keinem direkten Zusammenhang. Da der Kardinal jedoch einer derjenigen sein wird, die beim Konklave den nächsten Papst wählen (der einzige aus ganz Großbritannien), bekommt der Fall besondere Brisanz. Die Beschwerdeführer wandten sich deshalb auch an die Presse. Sie wollen vermeiden, dass ihre Vorwürfe im Trubel um die Papstwahl unter den Tisch gekehrt werden. "Er neigt dazu, zu vertuschen und das System unter allen Umständen zu verteidigen", erzählte einer der Klagenden der Presse.

Kardinal O'Brien, der kurz nach der Papstwahl in Ruhestand geht, hatte sich erst kürzlich in einem Interview dafür ausgesprochen, das Zölibat für katholische Geistliche aufzuheben, damit sie Frauen heiraten können. Gleichzeitig ist er ein scharfer Kritiker der Eheöffnung für homosexuelle Paare. So hatte er 2012 die Homo-Ehe als "groteske Zersetzung eines allgemein akzeptierten Menschenrechts" bezeichnet und mit der Legalisierung von Sklaverei verglichen (queer.de berichtete). Dafür erhielt er von britischen Homo-Organisation im vergangenen November den Titel "Homo-Hasser des Jahres" verliehen. (cs)



Auch Westerwelle lobt Papst

Bundesaußenminister Guido Westerwelle (FDP) hat sich positiv über die Aussagen von Papst Franziskus zur Homosexualität geäußert.
#1 Aus Bad HomburgAnonym
  • 24.02.2013, 19:38h
  • Ist Sex etwa nichts mehr als eine sehr darstellbare Metapher des 'geistlichen Lehrens' schon seit den Zeiten von hl. Theresa von Avilla?
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#2 VorschlagAnonym
  • 24.02.2013, 19:40h

  • Man sollte über Kardinäle und kirchliche Würdenträger berichten die nicht missbraucht haben.
    Das geht schneller.
    Mannometer...was ist das nur für ein Verein.
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#3 SilverclawEhemaliges Profil
  • 24.02.2013, 20:07h
  • So ein Schwachsinn, mit 20 sollte man schon stark genug sein, sich gegen anschwulereien zur wehr zu setzen. Das is doch nur wieder eine weitere abgekartete Sache. Ab nem gewissen Alter gehören immer zwei dazu. Die notschwulen Schweine sollen jetzt nicht nach 30 jahren anfangen rumzuheulen sondern zu dem stehen, worauf sie sich damals eingelassen haben.
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#4 Thorsten1Profil
  • 24.02.2013, 20:45hBerlin
  • In der römisch-katholischen Kirche wird eine Veränderung nur durch ein konsequentes OUTING erfolgen. Jeder Kleriker, egal ob Kardinal oder kleiner Kaplan auf dem Dorf, der gegen Schwule wettert, muss geoutet werden, wenn man, wie in diesem Fall, mehrere Zeugen hat. (Kleriker, die sich neutral verhalten, sollten aber nicht geoutet werden.) Die Zeit ist günstig, denn heutzutage haben viel mehr Menschen, die von katholischen Klerikern missbraucht wurden, den Mut, an die Öffentlichkeit zu gehen, als in früheren Jahren.
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#5 goddamn liberalAnonym
  • 24.02.2013, 21:01h
  • Wenn das stimmt, ist der Herr bigott (gehört ja fast zum Berufsbild dazu). Ein Sexualstraftäter ist er nicht.

    Also: Den Missbrauchsbegriff bitte aus der Nachricht streichen!
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#6 schwarzerkater
  • 24.02.2013, 21:51h
  • zitat: "... Kardinal O'Brien, der kurz nach der Papstwahl in Ruhestand geht, hatte sich erst kürzlich in einem Interview dafür ausgesprochen, das Zölibat für katholische Geistliche aufzuheben, ..."
    und auf einmal tauchen vorwürfe auf, die 30 jahre zurück liegen - - das nennt man dann wohl: den langen arm des vatikans.
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#7 AngryAnonym
  • 24.02.2013, 21:57h
  • Antwort auf #3 von Silverclaw
  • "So ein Schwachsinn, mit 20 sollte man schon stark genug sein, sich gegen anschwulereien zur wehr zu setzen"
    Also mir platzt gleich die Hutschnur. Dir fehlen offenbar die banalsten Kenntnisse über Wirkmechanismen sexueller Gewalt. Wir reden hier von Übergriffen innerhalb eines Abhängikeits-Verhältnisses! Dieses Arschloch hatte immerhin die Macht, einem jungen Menschen - seinem Schutzbefohlenen! - von jetzt auf gleich die berufliche Zukunft zu zerstören. Da ist es keine Frage des Alters, wenn man subjektiv keine Chance sieht, sich zu wehren! (Lassen wir mal unkommentiert, wieso man überhaupt freiwillig in so einer Sekte Karriere machen will)
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#8 Roman BolligerAnonym
  • 24.02.2013, 22:15h
  • Es ist doch "kalter Kaffee", dass die homophobsten Würdenträger der Katholischen Kirche, so wie alle unheimlichen Schwulenhasser, bei anderen bekämpfen, was sie selber heimlich sind und praktizieren, aber gegen aussen vehement abstreiten. Projektive Abwehr nennt die Psychoanalyse das.

    Man stelle sich vor, welch allzumenschlich-unmenschliches Hasspotential da am nächsten Konklave zusammentrifft, um den nächsten solchen Chefhomophoben als Nachfolger von Benedikt zur Susanne zu wählen - witzige Spanier nennen den Papst "Susan" (von Su Santidad: Ihre Heiligkeit). Vielleicht wird da der eine oder andere Kardinal nebenbei einen heimlichen Ausflug in die in den letzten Tagen kolportierten vatikanischen Gay-Netzwerke unternehmen.
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#9 NachtigallAnonym
  • 24.02.2013, 22:54h
  • Antwort auf #3 von Silverclaw
  • Natürlich können junge Menschen unabhängig von Geschlecht und sexueller Orientierung sexuell genötigt und vergewaltigt werden.

    Dazu braucht es nicht zwingend physische Gewalt. Das geht auch mit Einschüchterungsversuchen und durch Abhängigkeitsverhältnisse.

    Bei jungen Erwachsenen aber nicht von Missbrauch sondern von Nötigung oder Übergriffigkeit sprechen.
    Der Begriff sexueller Missbrauch wird nur bei Kindern und Jugendlichen und bei wiederstandsunfähigen Personen ( Kranke, Bewusstlose) angewandt.
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#10 TheDad
  • 24.02.2013, 22:59h
  • Antwort auf #5 von goddamn liberal
  • Bis in die 90´er Jahre hinein galt in England ein Schutzalter von 21 Jahren für einvernehmlichem schwulen Sex..

    Aufgrund der Abhängigkeitssituation zwischen Seminaristen und Lehrern ist durchaus davon auszugehen das es sich hier um Unzucht mit Abhängigen handelte, da die Freiwilligkeit hier von den "Opfern" ja auch bestritten wird..

    Ganz sicher war da auch Zwang und Erpressung gegen die Seminaristen im Spiel, denen wohl gedroht wurde, wenn sie reden würden, wäre ihre "Karriere" vorbei..

    Dazu kommt die Angst vor dem Zwangs-Outing bei den Eltern wenn Mann aus dem Seminar fliegt..

    Insofern kann Mann sehr wohl von Missbrauch sprechen, denn die Einvernehmlichkeit war ganz sicher nicht gegeben, und damit ist O`Brien auch ein Sexaulstraftäter, wenn die Geschichte stimmt..

    Die Brisanz des Falles ist aber nicht nur in der Ranghöhe innerhalb der RKK zu sehen..

    Kardinal O`Brien ist gleichzeitig der kirchliche Leiter des Ordens vom heiligem Grab zu Jerusalem, dem wir hier in Deutschland die agitatorische Arbeit des Theologen und Kirchen-TV Chefredakteurs Martin Lohmann zu verdanken haben..

    Der Orden untersteht direkt dem jeweiligem Papst..
    Kennzeichnend für diesen päpstlichen Orden als Geistlichen Ritterorden ist die
    "Heilige Apostolische Poenitentiarie"
    zuletzt mit Schreiben vom 23. September 1967 gewährt..
    Dieses Schreiben verspricht das die Mitglieder des Orden einen "vollkommenen Ablass" gewinnen können, wenn sie die "üblichen Bedingungen" erfüllen..

    Dies kann erfolgen am Tag ihrer Aufnahme oder an den Festtagen
    Allerseelen (2. November)
    Kreuzerhöhung (14. September)
    Heiliger Pius X. (21. August)
    und Heilige Helena (18. August)..

    Um die Mitgliedschaft kann man sich nicht bewerben..
    Aufnahmekandidaten werden auf Vorschlag von Mitgliedern des Ordens ausgewählt..
    Die formale Aufnahme in den Orden erfolgt während der "Investitur", wobei Männer (nur Laien) den Ritterschlag erhalten..

    Die Ernennung jedes einzelnen Ritters und jeder einzelnen Dame erfolgt jedoch seit 1931 mittelbar durch den Papst..

    de.wikipedia.org/wiki/Ritterorden_vom_Heiligen_Grab_zu_Jerus
    alem
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