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Der schottische Kardinal Keith O'Brien hat in den letzten Jahren Stimmung gegen die Gleichbehandlung von Schwulen und Lesben gemacht. Dennoch planen Westminster und das schottische Parlament die Ehe-Öffnung.

Der mächtigste katholische Würdenträger Großbritanniens gilt als Scharfmacher gegen Homo-Rechte. Nun tritt er nach Missbrauchsvorwürfen von ehemaligen Seminaristen zurück.

Kardinal Keith O'Brien ist am Montag als Erzbischof von St. Andrews und Edinburgh zurückgetreten, nachdem er von drei praktizierenden und einem ehemaligen Priester des sexuellen Missbrauchs beschuldigt worden war. Die Fälle reichen bis in die 1980er Jahre zurück. O'Brien, der zugleich die schottische Bischofskonferenz leitet, bestreitet bislang jegliches Fehlverhalten. Laut Reuters hat Papst Benedikt XVI. den Rücktritt bereits angenommen.

O'Brien wird damit nicht am Konklave teilnehmen, an der für den nächsten Monat geplanten Wahl eines neuen Papstes. Er wäre der einzige Teilnehmer aus Großbritannien gewesen. Der Rücktritt kommt überraschend, auch weil sich O'Brien aus Altersgründen im kommenden Monat zurückziehen wollte.

"Unangemessene" Beziehung

Die Vorwürfe gegen den Kardinal wurden am Sonntag von der Zeitung "The Observer" öffentlich gemacht (queer.de berichtete). Der Kardinal habe eine "unangemessene Beziehung" zu ihm aufgebaut, berichtete einer der Beschuldiger. Der Missbrauch habe eine langwierige psychologische Behandlung nach sich gezogen.

Der Kardinal hat sich in den vergangenen Jahren besonders als Feind von Homo-Rechten einen Namen gemacht. Deshalb verlieh ihm die britische Homogruppe Stonewall im vergangenen Jahr den Titel "Homo-Hasser des Jahres". So verglich O'Brien etwa die Ehe-Öffnung mit der Legalisierung der Sklaverei und nannte es eine "groteske Zersetzung eines allgemein akzeptierten Menschenrechts", wenn Schwule und Lesben heiraten dürften (queer.de berichtete). Davor hatte O'Brien der Regierung das Recht abgesprochen, Schwule und Lesben im Eherecht gleichzustellen: "Keine Regierung kann die menschliche Natur verändern. Die Familie und die Ehe haben vor dem Staat existiert – als Verbindung zwischen Mann und Frau." (dk)



Auch Westerwelle lobt Papst

Bundesaußenminister Guido Westerwelle (FDP) hat sich positiv über die Aussagen von Papst Franziskus zur Homosexualität geäußert.
#1 sanscapote
  • 25.02.2013, 13:22h
  • Titat: "....O'Brien der Regierung das Recht abgesprochen, Schwule und Lesben im Eherecht gleichzustellen: "Keine Regierung kann die menschliche Natur verändern. Die Familie und die Ehe haben vor dem Staat existiert als Verbindung zwischen Mann und Frau."

    Stimmt! Schließlich hat er seine Seminaristen zur Frau gemacht oder war er die Frau?
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#2 Foxie
  • 25.02.2013, 13:26h

  • Ist hier jemand überrascht davon?
    Dann müssen die Vorwürfe ja zutreffen, wenn er nicht bis zur
    Pensionierung warten konnte.
    Immerhin ein Scharfmacher weniger, der als Ratzi's Nachfolger antreten könnte.
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#3 Fred i BKKAnonym
  • 25.02.2013, 13:32h
  • ...es ist mir ein inneres Beduerfniss ,dieser Kreatur voll auf die Sutane zu kotzen...
    gehts Euch nicht auch so.....
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#4 hypathiaProfil
  • 25.02.2013, 13:34hBaden
  • Das war wohl erst der Anfang.
    Da werden noch mehr Köpfe rollen, wenn das geheime Vatikan-Dossier erst mal an die Öffentlichkeit gelangt.
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#5 ZeitfensterAnonym
#6 Bio EiAnonym
#7 CarstenFfm
#8 stephan
  • 25.02.2013, 13:59h
  • Auch wenn hier vielleicht keine Straftat vorliegt - Seminarist hört sich zumindest nach Volljährigen an - ist es dennoch wieder ein Skandal.

    Was mich aber am meisten interessiert: Wieso kommen Menschen dazu, sich so deutlich gegen Homosexualität zu wenden, wenn sie es doch selber leben wollen? Wie krank muss man bei so einer Persönlichkeitsstruktur sein? Liegt es daran, dass man in einer kath. Sozialisation zur Verlogenheit erzogen wird?
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#9 Icke JungiAnonym
  • 25.02.2013, 13:59h

  • Katholische Kirche: Wasser predigen, aber Wein saufen...
    Wundert einen sowas noch ?!
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#10 ei eiAnonym