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  • 25. Oktober 2004, noch kein Kommentar

Zu zwei neuen Ausstellungen im Rahmen des "Monats des Photographie" lädt das Schwule Museum in Berlin. Die Themen: Sex und Liebe.

Von Nici Krüger

Nackte Ärsche, Fetisch und auf Papier gebrachte Lust - Wer davon nicht die Finger lassen kann, ist im Schwulen Museum falsch. Dort kann man zwar gucken, aber anfassen ist verboten.

Im Rahmen des europaweiten "Monats der Photographie" zeigt das Schwule Museum in Berlin ab dem 26. Oktober die Ausstellung "Der scharfte Blick". Präsentiert werden mehrere Fotosammlungen, deren Bilder von heißen Akt- und Nacktaufnahmen, über Amateurschüsse aus der Cruisingszene des Tiergartens bis zu wahren Lust-Fotos reichen. In den Exponaten spiegeln sich Sehnsucht, Sexualität, Gewalt und Tod wider. Da die schwule Fotografie schon seit Erfindung dieses Mediums "zur Selbstvergewisserung dient", wie die Veranstalter erklären, steht nicht nur der Exhibitionismus im Vordergrund, sondern werden auch ernste Themen angesprochen. So stellt Aron H. Neubert das Sterben des an AIDS erkrankten Künstlers Jürgen Baldiga schonunglos in seiner Bildserie dar. Baldiga selbst ist mit seinen Fotos zum Thema "Gewalt gegen Schwule" vertreten.

Ab dem 7. November steht das Schwule Museum dann ganz im Zeichen der Liebe mit der Ausstellung "Amore" von Rinaldo Hopf. Ein vielversprechendes Motto, aber Hopf weiß wovon er spricht. Seit neun Jahren kennt er seinen Lover, dessen Lebensweg er in dieser Zeit dokumentiert. Frank alias Fox steht oft für seinen Freund vor der Kamera und posiert allein oder mit Berühmtheiten der Szene.

Rinaldo Hopf hat sich in Deutschland vor allem durch seine Ralf König Illustrationen und Beiträge für die Aidshilfe einen Namen gemacht.

Beide Ausstellungen laufen bis zum 14.Februar 2005.

25. Oktober 2004