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"Dirty Harry" ist überzeugter Republikaner, weicht beim Thema Ehe aber vom homofeindlichen Programm seiner Partei ab. (Bild: Warner Bros.)

Der amerikanische Supreme Court soll über die Gültigkeit des homophoben Volksentscheids Proposition 8 entscheiden – Homo-Aktivisten erhalten dabei viel Unterstützung aus Politik und Wirtschaft.

Mit Eingaben an den obersten Gerichtshof der Vereinigten Staaten haben der US-Präsident, 130 Republikaner und mehr als 60 Firmen am Donnerstag gegen das Eheverbot in Kalifornien protestiert. Die Unterzeichner argumentieren, dass Grundrechte – wie das Recht auf Ehe – nicht durch einen Volksentscheid aufgehoben werden dürfen. Die Richter werden in den nächsten Wochen im Fall "Hollingsworth versus Perry" entscheiden, ob der Volksentscheid "Proposition 8" aus dem Jahr 2008 gegen den Gleichbehandlungsgrundsatz in der US-Verfassung verstoßen hat. Damals lehnte die kalifornische Bevölkerung mit knapper Mehrheit die bereits erfolgte Ehe-Öffnung ab – und entzog Schwulen und Lesben damit erstmals das Recht auf Eheschließung (queer.de berichtete).

Präsident Barack Obama argumentierte in seinem Schreiben, dass Vorurteile gegen Schwule und Lesben "nicht die Basis für unterschiedliche Behandlung vor dem Gesetz" sein dürften. Die Obama-Regierung hatte bereits vergangene Woche ein ähnliches Schreiben an den Supreme Court für das Verfahren gegen das "Gesetz zur Verteidigung der Ehe" (Defense of Marriage Act, DOMA) gerichtet (queer.de berichtete). In diesem Fall sollen die Höchstrichter entscheiden, ob das Verbot der gleichgeschlechtlichen Ehe auf Bundesebene gegen die Verfassung verstößt.

Auch viele Republikaner für Ehe-Öffnung

Im Fall von "Proposition 8" findet Obama auch Unterstützung unter hochrangigen Oppositionspolitikern und der Wirtschaft. So unterstützen mehr als 130 Republikaner die Eingabe, darunter Jon Huntsmann, der frühere Gouverneur von Utah und republikanischer Präsidentschaftskandidat, die frühere Gouverneurin Christine Todd Whitman und die republikanische HP-Chefin Meg Whitman. Auch der republikanische Hollywood-Star Clint Eastwood unterstützt die Eingabe. Er war vergangenes Jahr Stargast beim republikanischen Parteitag und sorgte mit seinem Auftritt, in dem er mit einem leeren Stuhl diskutierte, für weltweites Aufsehen.

Auch mehr als 60 amerikanische Konzerne beschwerten sich beim Gericht über das Ehe-Verbot für gleichgeschlechtliche Paare. In dem Schreiben argumentieren die Firmen, dass Proposition 8 kalifornischen Firmen schade, weil heiratswillige Schwule und Lesben "andere Bundesstaaten (wie Iowa, New York und Massachusetts) oder andere Nationen (wie Spanien, Schweden, Dänemark, die Niederlande, Portugal oder Belgien)" bevorzugen könnten. Den Brief haben unter anderem Facebook, Apple, eBay, Intel, Levi Strauss, Nike und Panasonic unterzeichnet.

Der Supreme Court wird voraussichtlich Ende März mit der mündlichen Verhandlung beginnen. Er hat bereits mehrfach Homo-Rechte ausgeweitet. Eine der einschneidendsten Entscheidungen war "Lawrence versus Texas" im Jahr 2003. Damals verfügten die Richter mit sechs gegen drei Stimmen, dass das Verbot von homosexuellen Handlungen in 13 Bundesstaaten gegen die US-Verfassung verstoße.

Würde über die Ehe-Öffnung heute in Kalifornien wieder abgestimmt, würde es anders als vor fünf Jahren voraussichtlich eine Mehrheit geben. Einer aktuellen Umfrage zufolge würden heute 61 Prozent der Kalifornier gegen Proposition 8 stimmen, nur 32 Prozent wären für ein Ehe-Verbot. (dk)



Kalifornien: Klage gegen Ehe-Öffnung gescheitert

Der oberste Gerichtshof des Bundesstaates Kalifornien hat am Montag einstimmig einen Antrag von Homo-Gegnern abgelehnt, gleichgeschlechtliche Eheschließungen sofort wieder auszusetzen.
#1 GerhardAnonym
  • 01.03.2013, 15:31h
  • Doof, dass Clint Eastwood auch dafür ist. So könnte man meinen, es sei eine wirre Idee :D
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#2 FoXXXynessEhemaliges Profil
  • 01.03.2013, 15:37h
  • Hoffentlich schmettert der Supreme Court diese unsägliche Preposition 8 ab und erklärt sie endlich für verfassungswidrig!

    Daß 130 Republikaner für die Eheöffnung sind, ist in meiner Meinung nach Augenwischerei! Jeder in den USA weiß, daß man denen nicht trauen darf! Die Republikaner werden immer gegen Eheöffnung stänkern und sie verhindern, auch nicht in den nächsten 1000 Jahren!
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#3 JoooAnonym
#4 GerhardAnonym
#5 alexander
  • 01.03.2013, 20:23h
  • ich bin jede stimme dankbar, aus dem lager der reps. in diesem fall von clint eastwood, umso besser, denn er ist promi und gilt als echter haudegen, die verkörperung des "männlichen kerls"!!!
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#6 GerhardAnonym
#7 alexander
  • 02.03.2013, 22:51h
  • Antwort auf #6 von Gerhard
  • ACH WAS ? wie recht du doch hast !!! ist aber, vor allem für die amis wichtig !
    ich wäre da jetzt, ohne deinen kommentar , nie drauf gekommen ?
    dein erster kommentar spricht doch eh schon bände :[Doof, dass Clint Eastwood auch dafür ist. So könnte man meinen, es sei eine wirre Idee :D]
    DOOF trifft es ganz gut ! nur in diesem zusammenhang WEN?????
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#8 GerhardAnonym