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  • 04.03.2013           28      Teilen:   |

Öffentliche Beichte von Keith O'Brien

Homophober Ex-Kardinal gesteht schwulen Sex

Artikelbild
Nach erstem Leugnen räumte Ex-Kardinal Keith O'Brien nun doch sexuelle Kontakte mit anderen Männern ein (Bild: Mazur/catholicchurch.org.uk)

Der zurückgetretene schottische Kardinal Keith O'Brien bittet Sexpartner, Kirche und Schotten um Vergebung: "Mein sexuelles Verhalten war unter den Standards."

Wieder einmal hat sich einer der größten homophoben Hetzer selbst als schwul herausgestellt. Der erst Ende Februar nach Missbrauchsvorwürfen zurückgetretene schottische Kardinal Keith O'Brien hat nach erstem Leugnen nun doch indirekt eingeräumt, in den 1980er Jahren sexuelle Beziehungen zu erwachsenen Priesterschülern gehabt zu haben.

"In den vergangenen Tagen sind gewisse Anschuldigungen gegen mich bekannt geworden", veröffentlichte die Katholische Kirche in Schottland eine Erklärung des heute 74-Jährigen. "Ihr anonymer und unkonkreter Charakter hat mich zunächst veranlasst, diese zu bestreiten. Nun möchte ich jedoch die Gelegenheit nutzen, um zuzugeben, dass es Zeiten gab, in denen mein sexuelles Verhalten unter die Standards fiel, die von mir als Priester, Erzbischof und Kardinal erwartet werden."

Der Ex-Kardinal bat darüber hinaus von ihm "verletzte" Personen sowie die katholische Kirche und das schottische Volk um Vergebung. Er kündigte zudem an, sich komplett ins Privatleben zurückzuziehen. "Ich werde keine Rolle mehr im öffentlichen Leben der katholischen Kirche in Schottland spielen", erklärte O'Brien.

Fortsetzung nach Anzeige


Vier ehemalige Priesterschüler warfen O'Brien sexuelle Annäherungen vor

Die Vorwürfe gegen Keith O'Brien waren vor einer Woche durch einen Bericht in der britischen Wochenzeitung "The Observer" bekannt geworden. Vier Seminaristen hatten Nuntius Antonio Mennini, dem in Großbritannien residierenden Vatikan-Botschafter, gemeldet, dass sich der Kardinal ihnen in den 1980er Jahren "unangemessen" genähert habe. Einer der Beschwerdeführer war ein damals 20-jähriger Schüler des St. Andrews College in Schottland, O'Brien war damals sein "geistlicher Leiter". Der Kardinal habe eine "unangemessene Beziehung" zu ihm aufgebaut (queer.de berichtete). Bereits am Tag nach der Veröffentlichung nahm der Kirchenführer seinen Hut und wird nun nicht wie geplant an der Wahl des neuen Papstes teilnehmen (queer.de berichtete).

Der ehemalige Kardinal hat sich in den vergangenen Jahren insbesondere als Feind von LGBT-Rechten einen Namen gemacht. Die britische Homogruppe Stonewall verlieh ihm deshalb 2012 sogar den Titel "Homo-Hasser des Jahres". So verglich O'Brien etwa die Ehe-Öffnung mit der Legalisierung der Sklaverei und nannte es eine "groteske Zersetzung eines allgemein akzeptierten Menschenrechts", wenn Schwule und Lesben heiraten dürften (queer.de berichtete). Davor hatte O'Brien der Regierung das Recht abgesprochen, Schwule und Lesben im Eherecht gleichzustellen: "Keine Regierung kann die menschliche Natur verändern. Die Familie und die Ehe haben vor dem Staat existiert – als Verbindung zwischen Mann und Frau." (cw)

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Tags: keith o'brien, katholische kirche, schottland, missbrauch, beichte
Schwerpunkte:
 Kirche und Homosexualität
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Reaktionen zu "Homophober Ex-Kardinal gesteht schwulen Sex"


 28 User-Kommentare
« zurück  123  vor »

Die ersten:   
#1
04.03.2013
09:57:40


(+8, 8 Votes)

Von tobias
Aus bremerhaven (Bremen)
Mitglied seit 25.03.2012


HAHAHAHA, ...und schon wieder einer, der heimlich schwul ist und homophob!!!!

grad die katholische kirche hat das drauf!!!!

...ich bin ein schwuler christ, und ich weiss (^^nach jeden solcher berichte immer mehr), dass gott mich lieb hat, ...denn ich bin ehrlich zu mir und meiner umwelt!!!

ich hasse diese doppelmoral!!!!!

einer meiner liebsten kollegen findet schwulensex voll ekelhaft. er mag mich aber trotzdem. <--der is ehrlich!!!!

doch "wasser predigen und wein trinken" DAS geht gar nicht!!!!!!


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#2
04.03.2013
10:31:26


(+6, 6 Votes)

Von ehemaligem User FoXXXyness


Eine homophobe Schrankschwester ist enttarnt!


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#3
04.03.2013
10:55:56
Via Handy


(+8, 8 Votes)

Von Gaga


Queer.de spricht es direkt aus, klasse.
Die anderen Zeitungen schreiben von Verfehlungen und im Text dann was von den Anschuldigungen der Priester. Klipp und klar trauen die sich nicht. Schwul und Sex ist denen immer noch unangenehm.


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#4
04.03.2013
11:17:35


(-7, 9 Votes)

Von Timm Johannes


Tja was soll man da noch groß zu sagen...als lutherischer Christ bin ich sowieso der Meinung, dass der katholische Klerus aufgrund des Zölibates, der Nichtzulassung der Frauenordination und seiner bigotten Sexualmorallehre vollkommen daneben ist.

Alles Punkte, die bei den Lutheraner, Reformierten und Unierten zu 180 Grad anders theologisch bewertet werden.

Dringend bedarf der Vatikan Reformen im Bereich des Klerus, der Sexualmorallehre und einer Reihe weiterer Themen (Umgang mit Geschiedenen, Verhütungsmittel, Schwangerschaftsabbruch, usw.).

Bin mal gespannt, wen der Vatikan auf das Papstamt nun sich holt. Meine Vermutung geht dahin, dass es der Brasilianer Odilo Pedro Scherer, Erzbischof von Sao Paulo, wird. ("mal schaun, ob ich da richig liege").


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#5
04.03.2013
11:45:06


(+3, 5 Votes)

Von Thorsten1
Aus Berlin
Mitglied seit 15.05.2012


Dieses Beispiel zeigt mal wieder, dass OUTING in der katholischen Kirche das beste Mittel ist, um die vielen homophoben Homos in dieser Kirche mundtot zu machen!
JEDER Kleriker, der gegen Schwule wettert und dem man schwulen Sex nachweisen kann, egal ob Kardinal oder kleiner Kaplan auf dem Dorf, muss geoutet werden!
(Achtung: Kleriker, die sich ruhig verhalten und nicht gegen Schwule wettern, dürfen natürlich NICHT geoutet werden!).


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#6
04.03.2013
12:25:39


(+4, 4 Votes)

Von TheDad
Profil nur für angemeldete User sichtbar


""dass es Zeiten gab, in denen mein sexuelles Verhalten unter die Standards fiel, die von mir als Priester, Erzbischof und Kardinal erwartet werden.""..

? ? ?

Wie chic..

Wie sehen denn diese "Standards" aus ?
Was wäre denn "richtiges sexuelles Verhalten" eines Priesters ?

Sich an kleine Mädchen ranmachen, anstatt sich Schüler, die in einem Abhängigkeitsverhältnis eingeschüchtert und gedemütigt unter Druck einen sexuellen Kontakt über sich ergehen lassen ?

Missbrauch mit Abhängigen ist und bleibt eine Straftat..
Den Ex-Kardinal schützt hier wahrscheinlich nur die Verjährungsfrist vor einer Verurteilung vor Gericht..

Schade..
Für die Opfer ist es keineswegs hilfreich wenn sich so ein Mensch mehr als halbherzig entschuldigt, sich in der Entschuldigung zusätzlich noch von seiner Schuld "freispricht", und in ein Leben als "Rentner" untertauchen kann..

Meiner Meinung nach wäre hier hilfreich, wenn Mann das Vermögen solcher Leute zugunsten eines Entschädigungsfonds der den Opfern Therapien bezahlt, einzieht..

Der Ex-Kardinal kann sehr gut ohne Vermögen den Rest seines Lebens in irgendeinem Koster der RKK in einer kargen Zelle sein Dasein fristen..

Widerlich diese Typen..


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#7
04.03.2013
12:52:42


(+9, 9 Votes)

Von stromboli
Aus berlin (Berlin)
Mitglied seit 01.05.2008
Antwort zu Kommentar #6 von TheDad


Der gute könnte doch jetzt, endledigt aller pflichten und zwänge endlich zu sich selbst stehen..
kinder , geil wars in den seminaren.. frühsport und anschließende komplementäre andachten.
Der geruch von karbol und weihrauch in den gängen und die vielen, jungen fröhlichen gesichter...
Der duft frischgewaschener männerkörper, befreit vom beinkleid frei schwingende männlichkeit...

Wer wäre da nicht hoffenden schrittes durch die hallen geeilt, an die eine oder andere kammertür klopfend, um einlass bitten&betend.


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#8
04.03.2013
13:20:16


(+8, 8 Votes)

Von Andelas


-Der zurückgetretene schottische Kardinal Keith O'Brien bittet Sexpartner, Kirche und Schotten um Vergebung: "Mein sexuelles Verhalten war unter den Standards."-

nöööööööööööööd... nein im Gegenteil, dies ist Standart in der Kirche!


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#9
04.03.2013
13:49:13


(+7, 9 Votes)

Von m123


Die ganze katholische Kirche wimmelt doch nur von Schwulen, die ein Problem mit ihrer sexuellen Identität haben, das in eine Art Selbsthass transformieren und diesen Hass dann auf andere Homosexuelle projizieren, indem sie gegen sie hetzen. Gleichzeitig leben sie ihre Neigung im Verborgenen aus, verleugnen sich selbst, lügen dass sich die Balken biegen und schaden anderen Homosexuellen in unserer Gesellschaft massiv. Der Gipfel von all dem ist aber, dass sie dann Nächstenliebe, Moral, usw. predigen und so tun als seien sie die moralisch besseren Menschen, die "die Wahrheit" kennen würden.

Bei soviel Doppelmoral kann einem nur schlecht werden. Meine eigenen Eltern sind streng katholisch und ich hab zu spüren gekriegt was die Kirche mit ihnen gemacht hat. Wie Papageien wiederholen sie den ganzen Müll den die katholische Kirche predigt. Meine Eltern lügen, selbst bei banalen Dingen, bei denen mir sich nichtmal die Motivation erschließt warum sie lügen sollten. Schlimm war auch wie meine Eltern ständig die Realität verkannt haben. Ich hab meine Eltern mal gefragt wie sie denn zu den Kindesmissbräuchen und deren Vertuschung in der katholischen Kirche stehen. Meine Mutter meinte daraufhin nur "jaja, es werden viele falsche Behauptungen in die Welt gesetzt". Die Gespräche meiner Eltern bestanden größtenteils darin über andere Menschen zu lästern und andere Menschen abzuwerten, vor allem wenn sie nicht katholisch waren und nicht spießig lebten. Ich hab schon so oft versucht meinen Eltern zu sagen wie menschenfeindlich sie sich verhalten, vor allem wie sie mich mit ihrem Verhalten verletzen. Aber denen ist die Kirche wichtiger als ihr eigener Sohn. Nachdem ich gemerkt habe, dass sich meine Eltern niemals ändern werden, habe ich die Konsequenz gezogen und den Kontakt zu ihnen abgebrochen, weil ich nicht länger mit diesem ganzen menschenfeindlichen Müll belastet werden wollte und mein Leben leben wollte, so wie ich nunmal bin. Die katholische Kirche predigt Nächstenliebe, verkörpert aber tatsächlich das Gegenteil von Nächstenliebe. Es ist nichts anderes als eine kranke Sekte, die leider noch vielzuviel Einfluss auf zuviele Menschen hat.


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#10
04.03.2013
13:59:48


(+2, 4 Votes)

Von Frikandell


Die kath. Kirche hat es schwer. Wenn sie das Zölibat aufgeben und sogar Homosexualität als sexuelle Variante tolerieren würde, dann hätte sie doch kaum Priesteranwärter.


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