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  • 05.03.2013           8      Teilen:   |

Regenbogen-Rangliste

Deutschland fällt im Gay Travel Index zurück

Artikelbild
Die Regenbogenfahne kann man am ehesten in Schweden hissen - bei Reisen in den Iran oder die Vereinigte Arabische Emirate sollte die Flagge am besten zu Hause bleiben. (Bild: torbakhopper / flickr / cc by 2.0)

Der Spartacus International Gay Guide hat nachgerechnet: Schweden ist weiter das homofreundlichste Reiseland, während Deutschland innerhalb eines Jahres um einen Platz zurückfällt, wie der Vergleich von 138 Ländern ergibt.

Von Dennis Klein

Vor einem Jahr hat der Spartacus International Gay Guide erstmals seine Gay Travel Index veröffentlicht (queer.de berichtete). Darin haben Macher des schwulen Reiseführers 14 Faktoren verglichen, darunter die aktuelle Gesetzeslage für Homosexuelle, die Einreisebeschränkungen für HIV-Positive, der religiöser Einfluss auf Regierungen oder das Verbot von CSD-Paraden. Punktabzüge gibt es auch, wenn die Einwohner mehrheitlich homophob sind.

Der letztjährige Sieger ist auch der Sieger von 2013: Schweden konnte sich an die Spitze setzen. Mit Frankreich, den Niederlanden, Belgien und Großbritannien sind vier weitere europäische Länder gleichzeitig auf Rang zwei. Frankreich konnte sich dabei wegen der geplanten Öffnung der Ehe um neun Plätze verbessern, Großbritannien um zwei Plätze.

Der Aufstieg Fankreichs hatte für das in Bezug auf Homo-Rechte stagnierende Deutschland Folgen: Die Berliner Republik fiel vom elften auf den zwölften Platz zurück. "Mit der halbherzigen und teils homophoben Debatte über mehr Rechte für Homo-Paare beweist die Bundesregierung aktuell vor allem erneut ihre Rückständigkeit", begründet der Spartacus-Reiseführer den Rückfall. Österreich und die Schweiz liegen gemeinsam auf dem 14. Platz. Als homfeindlichstes Land hat Spartacus den Iran ausgemacht, gefolgt von den Vereinigten Arabischen Emiraten. Beide Staaten drohen Homosexuellen die Todesstrafe an. Die Liste der Homohasser wird komplettiert durch Russland, Jordanien und Jamaika.

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Der Vatikan liegt hinter Simbabwe

Teilnehmer beim CSD in Stockholm
Teilnehmer beim CSD in Stockholm

Viele beliebte Reiseländer der Deutschen schneiden eher bescheiden ab: So liegt Thailand punktgleich mit den USA auf Rang 38, Kuba erreicht nur den 89. Platz, die Türkei den 104. Platz und Marokko liegt auf Rang 119. Das kleinste Land der Welt, der Vatikanstaat, landet mit Platz 127 noch hinter Simbabwe.

Die USA werden wegen der großen Unterschiede in der Gesetzgebung noch einmal in die 50 Bundesstaaten unterteilt. Sieger waren hier punktgleich die Neuengland-Staaten New York und Massachusetts. Wären das eigenständige Staaten, würden sie in der weltweiten Rangliste den zweiten Rang erreichen. Am homofeindlichsten sind dagegen die Südstaaten North Carolina und Alabama. Sie wären als eigenständige Länder so homophob wie Kuba, der Libanon oder Polen.

Eine ähnliche, wenn auch detailliertere Liste hat im vergangenen Jahr die Gruppe ILGA-Europe für den Kontinent erstellt. Im "Regenbogenindex" wurden noch weitere andere Faktoren aufgenommen, die weniger mit dem Reisen zu tun haben, etwa ob Staaten das Asylrecht von wegen ihrer sexuellen Orientierung verfolgten Menschen anerkennen. In dieser Liste schnitt Deutschland weit besser ab: Es belegte den zweiten Platz, knapp hinter Großbritannien (queer.de berichtete). Hier konnte Deutschland vor allem mit einem im Vergleich zu Nachbarländern besseren Schutz von Transpersonen punkten, die bei Spartacus nicht berücksichtigt wurden. Allerdings wurden diese Zahlen genommen, bevor homophobe Regierungsmitglieder wie Katherina Reiche Schwule und Lesben zur Gefahr für den Fortbestand des deutschen Volkes erklärt haben.

Links zum Thema:
» Die Rangliste im Detail (engl. PDF)
» Mehr Infos zum Spartacus International Gay Guide und Bestellmöglichkeit bei Amazon
Mehr zum Thema:
» Gay and gayfriendly Hotels buchen
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Tags: gay travel index, spartacus international gay guide
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Reaktionen zu "Deutschland fällt im Gay Travel Index zurück"


 8 User-Kommentare
« zurück  1  vor »

Die ersten:   
#1
05.03.2013
13:32:19


(+3, 5 Votes)

Von mmmh


Was verstehen die Indexer unter "LGBT-Marketing"?
"0" bei Connecticut, New Hampshire, Vermont?


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#2
05.03.2013
14:08:43


(0, 6 Votes)

Von seb1983
Profil nur für angemeldete User sichtbar


Für einen "schwulen Reiseindex" werden hier meiner Meinung nach die völlig falschen Indikatoren herangezogen!

Staatliche Maßnahmen sagen etwa wenig über die tägliche Meinung und den Umgang mit Schwulen aus. Was nützt mir als Tourist die Öffnung der Ehe wenn die Menschen noch ganz anders ticken? Ist Frankreich plötzlich ein anderes Land durch ein Gesetz dass keinen interessiert?

Und Simbabwe belegt also einen besseren Platz als der Vatikan?
Man besuche als offensichtlich schwules Pärchen Händchen haltend den Petersdom. Ich vermute es passiert nichts, wider Erwarten könnte man von der Vatikanischen Garde über die "Staatsgrenze" befördert werden, was ein Knaller für Youtube.
Was nun wenn wir selbiges in Simbabwe versuchen? Ob man es lebend bis zur Polizeistation schafft um sich dort wohl weiter misshandeln zu lassen....?

Auch im Iran und Saudi Arabien sehe ich massive Unterschiede. Während ersterer mit Freude etwa einem schwulen Amerikaner den (Schau)Prozess machen würde dürfte Saudi Arabien mit etwas Glück die sofortige Ausweisung vorziehen und keinen europäischen oder amerikanischen Staatsbürger an den Galgen hängen.


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#3
05.03.2013
14:17:02


(+6, 10 Votes)

Von bahnkunde


"Deutschland fällt im Gay Travel Index zurück"

Besonders Stuttgart!

Link zu www.stern.de


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#4
05.03.2013
14:39:37


(+4, 4 Votes)

Von lentil


Das Schweden auf dem 1. Platz landet und der Iran auf dem letzten, hab ich mir schon vorher gedacht.


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#5
05.03.2013
15:43:09


(+4, 4 Votes)

Von Thorsten1
Aus Berlin
Mitglied seit 15.05.2012


Der Vatikanstaat auf dem 127. Platz? In diesem Land sind sicher 80 % der Bewohner "homophil" bzw. nicht-hetero. Das Schutzalter liegt bei 12 Jahren.


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#6
05.03.2013
16:22:00


(+1, 3 Votes)

Von ehemaligem User FoXXXyness


Die Schweden sind spitze und das ist auch gut so. Auf dem letzten Platz hätte ich China erwartet!


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#7
05.03.2013
18:21:16


(+3, 7 Votes)

Von Steuerzahler
Antwort zu Kommentar #3 von bahnkunde


Der Weiterbau in Stuttgart ist ein Skandal!


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#8
05.03.2013
21:10:29


(+3, 3 Votes)

Von Loreley TV
Antwort zu Kommentar #2 von seb1983


entspricht ganz meiner Ansicht
die Wirklichkeit sieht immer ganz anders aus
man kann ein Land als schwulenreundlich- oder feindlich beurteilen,wenn man sich in diesem Land aufgehalten hat
Die Bevölkerung in Frankreich ist nach meinen Erfahrungen nicht tolerant gegenüber Schwulen,die Bevölkerung in Rußland ist nicht so schwulenfeindlich wie inder Presse angegeben,Putin,Rechtsradikale und Orthodoxe sind nicht die Mehrheit in Rußland


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