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Die Parteifreunde von Präsident Hugo Chavez versuchen, die Opposition mit einer Outing-Kampagne in Schach zu halten. (Bild: openDemocracy / flickr / by-sa 2.0)

Machtkampf in Venezuela: Die regierenden Sozialisten versuchen die Herrschaft über ihr Land zu erhalten, indem sie den bürgerlichen Oppositionsführer wegen seiner angeblichen Homosexualität attackieren.

Während der venezolanische Präsident Hugo Chavez nach einer Krebserkrankung in einem Hospital in Kuba um sein Leben kämpft, versucht seine sozialistische Partei, die Popularität des Oppositionsführers durch ein Outing zu schmälern. So schrieb die enge Vertraute von Chavez und die Regierungschefin von Caracas, Jacqueline Faria, dass sich der konservative Präsidentschaftskandidat Henrique Capriles in den Vereinigten Staaten aufhalte, "weil es leichter ist, sich in New York zu outen als in Los Teques", der Heimatstadt von Capriles.

Vizepräsident outet Capriles ebenfalls


Oppositionsführer Henrique Capriles wird von Mitglieder der Regierungspartei wegen seiner angeblichen Homosexualität kritisiert (Bild: Wiki Commons / Wilfredor / CC-BY-SA-3.0)

Auch Vizepräsident Nicolas Maduro spielte in einer Rede auf einer Parteiversammlung am Samstag auf die angebliche sexuelle Orientierung des überzeugten Katholiken Capriles an: "Ich will mich ja nicht in sein Privatleben einmischen, aber er ist in Manhattan mit einem sehr vertrauten Mann." Maduro nannte den Oppositionsführer während des Outings auch einen "dekadenten Prinz der parasitären Bourgeoisie". Bereits im vergangenen Jahr hatte Maduro bei einer Wahlveranstaltung Gegner von Chavez als "faschistische Schwuchteln" bezeichnet.

Hintergrund des Streits ist der Gesundheitszustand von Chavez, der im letzten Jahr die Präsidentschaftswahl gewonnen hatte. Er war zum dritten Mal wiedergewählt worden. Wegen seiner Krebserkrankung ist er aber seit Dezember nicht mehr in der Öffentlichkeit aufgetreten und konnte auch nicht bei seiner Amtseinführung dabei sein. Regierung und Opposition streiten sich um das Procedere von Neuwahlen, sollte Chavez sich nicht mehr erholen. Vizepräsident Maduro gilt als weniger charismatisch als Chavez, während Oppositionsführer Capriles an Popularität gewonnen hat.


Mit diesem Tweet outetete Jacqueline Faria den Oppositionspolitiker

In Venezuela werden die Partnerschaften von Homosexuellen nicht anerkannt, außerdem leben Schwule und Lesben wegen der Macho-Kultur in weiten Teilen des Landes versteckt. Die Chavez-Regierung hat zwar nach ihrer Machtübernahme 1999 Homosexualität legalisiert und angekündigt, sexuelle Minderheiten in einem umfassenden Gleichbehandlungsartikel in der Verfassung zu schützen, ließ dieses Vorhaben aber wegen des Drucks der katholischen Kirche wieder fallen. 2007 sollte diese Richtlinie wieder in die Verfassung aufgenommen werden, allerdings lehnte das Volk den gesamten Verfassungstext in einem Volksentscheid ab (queer.de berichtete). Laut Amnesty International werden Homosexuelle systematisch von den Behörden schikaniert. (dk)



#1 LorenProfil
#2 cleanAnonym
#3 FischAnonym
  • 05.03.2013, 15:41h
  • Aus ihm einen spätrömisch-dekadenten Westerwelle zu machen ist kein guter Weg.
    Man muss das Volk bewaffnen: Mit Bildung, mit Nahrung, mit Kultur und Zuversicht.

    Der Künstler schwimmt im Wasser,
    der Kritiker steht am Ufer.
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#4 Thorsten1Profil
  • 05.03.2013, 15:45hBerlin
  • Sozialisten waren immer schon kleinbürgerlich und damit kleingeistig und damit anti-schwul - überall in der Welt.
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#5 Timm JohannesAnonym
  • 05.03.2013, 15:47h
  • So sieht es aus, wenn Linke an die Macht kommen. Ob Putin, ob Stalin, ob die chinesische Partei, ob Honecker ("die Partei, die Partei, die hat immer Recht") sobald die Linken an der Macht sind, mutieren Sie zu Diktatoren.

    Keine Macht den Linken !
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#7 FoXXXynessEhemaliges Profil
#8 stromboliProfil
  • 05.03.2013, 17:01hberlin
  • Antwort auf #5 von Timm Johannes
  • ich finde das nutzen sexueller präverenzen in wahlkämpfen unter aller sau!
    Schon Tucholsky und von Ossietzky wandten sich gegen die polemik der sozialdemokraten über schwule sa-führer zu wort , und verurteilten dies in aller schärfe.
    Also insoweit stehen wir da in bester tradition.

    Was die sache dort so brisant macht: es war Capriles in allianz mit der katholischen reaktion, der das volksbegehren gegen uns auf die wege brachte.. somit eine dekadente schwuchtel mit faschistischen inhalten sehr wohl zurecht kommt, wenns denn an die macht führt. Somit er und seinesgleichen faschistoide schwuchteln sind!
    Da ist das "zwangs"- outing mehr als notwendig zu nennen!

    Aber da haben wirs ja: zuhause auf brav kind machen, damit mammi -papi- religionshüter uns lieben, in der ferne dann die sau rauslassen...
    Das machen eben rechtskonservative...
    Schau dich um.. schau in den spiegel
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#9 seb1983