Service   Gewinne   Jobs   Newsletter   Bild des Tages   Presseschau   Partner   Gay Hotels
Queer.de - das schwul-lesbische Magazin
 Community | CSD-Termine
Suche:  (News-Übersicht)
 
Login (Nick / Passw.):  (Registrieren)
  Autologin  
 Home || Politik | Szene | Boulevard | Blog | Meinung | Glaube | Lifestyle | Reise | Kultur | Buch | CD | DVD | Liebe | TV-Tipps || Galerie
  • 05.03.2013           39      Teilen:   |

Staats-Homophobie

Venezuela: Regierung beschimpft "schwulen" Oppositionsführer

Artikelbild
Die Parteifreunde von Präsident Hugo Chavez versuchen, die Opposition mit einer Outing-Kampagne in Schach zu halten. (Bild: openDemocracy / flickr / cc by-sa 2.0)

Machtkampf in Venezuela: Die regierenden Sozialisten versuchen die Herrschaft über ihr Land zu erhalten, indem sie den bürgerlichen Oppositionsführer wegen seiner angeblichen Homosexualität attackieren.

Während der venezolanische Präsident Hugo Chavez nach einer Krebserkrankung in einem Hospital in Kuba um sein Leben kämpft, versucht seine sozialistische Partei, die Popularität des Oppositionsführers durch ein Outing zu schmälern. So schrieb die enge Vertraute von Chavez und die Regierungschefin von Caracas, Jacqueline Faria, dass sich der konservative Präsidentschaftskandidat Henrique Capriles in den Vereinigten Staaten aufhalte, "weil es leichter ist, sich in New York zu outen als in Los Teques", der Heimatstadt von Capriles.

Fortsetzung nach Anzeige


Vizepräsident outet Capriles ebenfalls

Oppositionsführer Henrique Capriles wird von Mitglieder der Regierungspartei wegen seiner angeblichen Homosexualität kritisiert - Quelle: Wiki Commons / Wilfredor / CC-BY-SA-3.0
Oppositionsführer Henrique Capriles wird von Mitglieder der Regierungspartei wegen seiner angeblichen Homosexualität kritisiert (Bild: Wiki Commons / Wilfredor / CC-BY-SA-3.0)

Auch Vizepräsident Nicolas Maduro spielte in einer Rede auf einer Parteiversammlung am Samstag auf die angebliche sexuelle Orientierung des überzeugten Katholiken Capriles an: "Ich will mich ja nicht in sein Privatleben einmischen, aber er ist in Manhattan mit einem sehr vertrauten Mann." Maduro nannte den Oppositionsführer während des Outings auch einen "dekadenten Prinz der parasitären Bourgeoisie". Bereits im vergangenen Jahr hatte Maduro bei einer Wahlveranstaltung Gegner von Chavez als "faschistische Schwuchteln" bezeichnet.

Hintergrund des Streits ist der Gesundheitszustand von Chavez, der im letzten Jahr die Präsidentschaftswahl gewonnen hatte. Er war zum dritten Mal wiedergewählt worden. Wegen seiner Krebserkrankung ist er aber seit Dezember nicht mehr in der Öffentlichkeit aufgetreten und konnte auch nicht bei seiner Amtseinführung dabei sein. Regierung und Opposition streiten sich um das Procedere von Neuwahlen, sollte Chavez sich nicht mehr erholen. Vizepräsident Maduro gilt als weniger charismatisch als Chavez, während Oppositionsführer Capriles an Popularität gewonnen hat.

Mit diesem Tweet outetete Jacqueline Faria den Oppositionspolitiker
Mit diesem Tweet outetete Jacqueline Faria den Oppositionspolitiker

In Venezuela werden die Partnerschaften von Homosexuellen nicht anerkannt, außerdem leben Schwule und Lesben wegen der Macho-Kultur in weiten Teilen des Landes versteckt. Die Chavez-Regierung hat zwar nach ihrer Machtübernahme 1999 Homosexualität legalisiert und angekündigt, sexuelle Minderheiten in einem umfassenden Gleichbehandlungsartikel in der Verfassung zu schützen, ließ dieses Vorhaben aber wegen des Drucks der katholischen Kirche wieder fallen. 2007 sollte diese Richtlinie wieder in die Verfassung aufgenommen werden, allerdings lehnte das Volk den gesamten Verfassungstext in einem Volksentscheid ab (queer.de berichtete). Laut Amnesty International werden Homosexuelle systematisch von den Behörden schikaniert. (dk)

Kommentare: Selbst kommentieren | Bisher 39 Kommentare | FB-Debatte
Teilen: 36                  
Service: | pdf | mailen
Tags: venezuela, hugo chavez, henrique capriles
Unterstützen:
  |   Überweisung / Abo / weitere Infos

loading...

Reaktionen zu "Venezuela: Regierung beschimpft "schwulen" Oppositionsführer"


 39 User-Kommentare
« zurück  1234  vor »

Die ersten:   
#1
05.03.2013
15:12:07


(+6, 8 Votes)

Von Loren
Aus Greifswald (Mecklenburg-Vorpommern)
Mitglied seit 02.11.2013


Die Regierungspartei Venezuelas sollte sich langsam mal entscheiden, in welche Richtung sie die gesellschaftliche Debatte und das gesellschaftliche Klima gegenüber LGBTI lenken will. Wer die Emanzipation unterstützt und politisch fördern will, sollte es vermeiden, die Homosexualität eines politischen Kontrahenten im Wahlkampf als Munition zu instrumentalisieren. Der Kampf gegen Homophobie und andere gruppenspezifische Menschenfeindlichkeit fängt immer im eigenen Kopf an und setzt sich im eigenen Handeln fort. Nicht nur in Venezuela.

Link zu www.journal-ethnologie.de


Antworten | Kommentar schreiben | Direktlink zu diesem Kommentar
 
#2
05.03.2013
15:24:39


(+7, 11 Votes)

Von clean


Schwuchtel muss weg! Hier wie dort!

Da Herr Bieniek meint: "Südamerika wird boomen", vielleicht lohnend:

Link zu www.super-spanisch.de

Link:
quizlet.com/5733005/lebendiges-portugiesisch-schim
pfworter-flash-cards/


Antworten | Kommentar schreiben | Direktlink zu diesem Kommentar
 
#3
05.03.2013
15:41:51


(+9, 11 Votes)

Von Fisch


Aus ihm einen spätrömisch-dekadenten Westerwelle zu machen ist kein guter Weg.
Man muss das Volk bewaffnen: Mit Bildung, mit Nahrung, mit Kultur und Zuversicht.

Der Künstler schwimmt im Wasser,
der Kritiker steht am Ufer.


Antworten | Kommentar schreiben | Direktlink zu diesem Kommentar
 
#4
05.03.2013
15:45:09


(-10, 18 Votes)

Von Thorsten1
Aus Berlin
Mitglied seit 15.05.2012


Sozialisten waren immer schon kleinbürgerlich und damit kleingeistig und damit anti-schwul - überall in der Welt.


Antworten | Kommentar schreiben | Direktlink zu diesem Kommentar
 
#5
05.03.2013
15:47:07


(-13, 15 Votes)

Von Timm Johannes


So sieht es aus, wenn Linke an die Macht kommen. Ob Putin, ob Stalin, ob die chinesische Partei, ob Honecker ("die Partei, die Partei, die hat immer Recht") sobald die Linken an der Macht sind, mutieren Sie zu Diktatoren.

Keine Macht den Linken !


Antworten | Kommentar schreiben | Direktlink zu diesem Kommentar
 
#6
05.03.2013
16:03:26


(+10, 12 Votes)

Von doktor
Aus Kulmbach (Bayern)
Mitglied seit 08.10.2009
Antwort zu Kommentar #5 von Timm Johannes


Youtube-Video:


Antworten | Kommentar schreiben | Direktlink zu diesem Kommentar
 
#7
05.03.2013
16:27:13


(-1, 3 Votes)

Von ehemaligem User FoXXXyness


Chaostage in Venezuela!


Antworten | Kommentar schreiben | Direktlink zu diesem Kommentar
 
#8
05.03.2013
17:01:58


(+10, 12 Votes)

Von stromboli
Aus berlin (Berlin)
Mitglied seit 01.05.2008
Antwort zu Kommentar #5 von Timm Johannes


ich finde das nutzen sexueller präverenzen in wahlkämpfen unter aller sau!
Schon Tucholsky und von Ossietzky wandten sich gegen die polemik der sozialdemokraten über schwule sa-führer zu wort , und verurteilten dies in aller schärfe.
Also insoweit stehen wir da in bester tradition.

Was die sache dort so brisant macht: es war Capriles in allianz mit der katholischen reaktion, der das volksbegehren gegen uns auf die wege brachte.. somit eine dekadente schwuchtel mit faschistischen inhalten sehr wohl zurecht kommt, wenns denn an die macht führt. Somit er und seinesgleichen faschistoide schwuchteln sind!
Da ist das "zwangs"- outing mehr als notwendig zu nennen!

Aber da haben wirs ja: zuhause auf brav kind machen, damit mammi -papi- religionshüter uns lieben, in der ferne dann die sau rauslassen...
Das machen eben rechtskonservative...
Schau dich um.. schau in den spiegel


Antworten | Kommentar schreiben | Direktlink zu diesem Kommentar
 
#9
05.03.2013
17:57:42


(0, 4 Votes)

Von seb1983
Profil nur für angemeldete User sichtbar
Antwort zu Kommentar #8 von stromboli


So ganz ohne Nazis gehts einfach nicht oder


Antworten | Kommentar schreiben | Direktlink zu diesem Kommentar
 
#10
05.03.2013
18:05:15


(+6, 8 Votes)

Von genau
Antwort zu Kommentar #9 von seb1983


hahahhöhöhöhihihi

Link zu www.queer.de


Antworten | Kommentar schreiben | Direktlink zu diesem Kommentar
 
« zurück  1234  vor »


 Ort: Caracas


 POLITIK - INTERNATIONAL

Top-Links (Werbung)

 POLITIK



Anderswo
Bild des Tages
Aktuell auf queer.de
Volker Beck: "Ich bin noch lange nicht weg" Leander Haußmann will Merkel wählen – wenn sie die Ehe öffnet Bis zum Jahr 2000 durften Schwule keine Berufssoldaten werden Volker Beck: Der Beste wurde kaltherzig abserviert
 © Queer Communications GmbH 2016   Unternehmen | Team | Mediadaten | Logos | Impressum / AGB | Spenden | Kontakt