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Kinderzeugen ist einfacher gesagt als getan... (Bild: Pro-Fun Media)

In der urwitzigen Komödie "Gayby" will die New Yorker Hetera Jenn unbedingt schwanger werden – von ihrem homosexuellen Freund Matt. Und zwar auf traditionelle Weise,

Jenn (Jenn Harris) und Matt (Matthew Wilkas) kennen sich aus dem College und sind auch mit Mitte 30 noch beste Freunde in New York City. Während sexy Waschbrettbauch Matt an einer Comic-Schreibblockade leidet und noch immer seinem Ex hinterherweint, unterrichtet die überzeugte Single Jenn Hot Yoga und erledigt nebenbei Besorgungen für ihren Chef. Ihr letzter Sex ist lange her – wahrscheinlich weil sie sich als Fag Hag nur mit Schwulen umgibt. Oder weil ihr Schlafzimmer einen so furchtbaren Wandanstrich hat…

Doch das alles ist zweitrangig, denn Jenns wichtigstes Lebensziel heißt nicht "Liebe", sondern "Baby". Beziehungsweise genauer gesagt: "Gayby". Die Schwangerschaft soll nämlich mit Matt bewerkstelligt werden. Vom Kinderwunsch angesteckt, willigt der schwule Single sogar ein, obwohl Jenn auf eine traditionelle Zeugung besteht.

Nervenaufreibende Schäferstündchen zwischen Online-Dates


Meist ausgezeichnete Queer-Comedy des Jahres 2012: "Gayby"

In der Praxis stellt sich das Projekt noch viel schwieriger heraus als es sich anhört. Mit eiserner Disziplin führt das ungleiche Paar in der Freizeit nervenaufreibende Schäferstündchen durch, während jeder für sich privat versucht, nebenbei auch Dates, ein lustvolles Sexleben sowie die berufliche Karriere auf die Reihe zu kriegen. Schließlich wollen die beiden eines Tages gute Eltern sein. Das Problem: In Sachen Baby passiert zunächst rein gar nichts, dann jedoch auf einmal sehr viel…

Die 89 herrlich komischen und auch etwas dramatischen Film-Minuten von "Gayby" haben wir Regisseur Jonathan Lisecki zu verdanken, der in der Nebenrolle des schwulen Läster-Bärchens Nelson auch als Schauspieler überzeugt. Unschlagbar ist jedoch vor allem Hauptdarstellerin Jenn Harris, die in der meist ausgezeichneten Queer-Comedy des Jahres 2012 eine überzeugende "Carrie Bradshaw on crack" abgibt. Hinzu kommen ein Cameo-Auftritt von "Queer As Folk"-Justin Randy Harrison sowie ein so herzzerreißendes Happy End, dass man fast selbst schon sofort Schnuller und Windeln kaufen möchte.

Der Verleih Pro-Fun selbst urteilt über den Film: "Das mit Sicherheit fruchtbarste (und fruchtbarere) Zusammentreffen seit Madonna und Rupert Everett in 'Ein Freund zum Verlieben'". Dem ist nichts hinzuzufügen! (cw)

Youtube | Offizieller Trailer zum Film
Infos zur DVD

Gayby. Komödie . USA 2012. Regie: Jonathan Lisecki. Darsteller: Jenn Harris, Matthew Wilkas, Mike Doyle, Anna Margaret Hollyman, Jack Ferver, Jonathan Lisecki, Louis Cancelmi, Alycia Delmore, Charlie Barnett, Adam Driver, Joanne Tucker, Christian Coulson, Alex Karpovsky, Zach Shaffer, Sarita Choudhury, Dulé Hill. Laufzeit: ca. 89 Minuten. Sprache: englische Originalfassung. Untertitel: Deutsch (optional). FSK 12. Pro-Fun Media
Galerie:
Gayby
9 Bilder


#1 der anwaltAnonym
  • 07.03.2013, 10:45h
  • Wie zeuge ich als Schwuler ein Kind?

    Am besten gar nicht. Sonst ist Mann jahrzehntelang ein Zahlesel ohne Rechte.
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#2 Thorsten1Profil
  • 07.03.2013, 11:03hBerlin
  • Antwort auf #1 von der anwalt
  • So ist es! Es gibt immer wieder Fälle, wo ein Lesbenpaar ein Kind wollte und ein befreundeter schwuler Mann dieses Kind gezeugt hat. Dann lässt sich das Paar scheiden und die "alleinerziehende Mutter" fordert gerichtlich vom schwulen Mann Unterhaltszahlungen ein.
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#3 VolkerAnonym
  • 07.03.2013, 12:27h
  • Antwort auf #1 von der anwalt

  • Richtig! Ebenso besteht die Gefahr, dass das Kind dann trotz Zahlesel nicht mal bei den beiden Vätern aufwachsen kann.

    Auch das "erzeugen" des Kindes ist ein Problem zumal viele Frauen, auch Lesben, auf der natürlichen Art bestehen. Ja, ja, nun lacht nicht so fies!

    Als Frau die zur Zeugung nicht erregt werden muss, kann sie gut reden!

    Ihr könnt mir glauben, da hilft auch kein "Augen zu und durch", wenn bei beiden beteiligten Männern nichts stehen, geschweige denn spritzen will...Ich spreche da aus Erfahrungen die mein Mann und ich nun wirklich nicht mehr wiederholen möchten..

    Deshalb, so lange es fortpflanzungstechnisch unmöglich ist ein Kind mit dem Erbgut meines Mannes und mir zu zeugen, bleibt für uns einzig noch die Adoption als mögliche Option.
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#4 MarekAnonym
  • 07.03.2013, 12:41h
  • Der Trailer sieht sehr vielversprechen aus.

    Sympathische (und hübsche) Darsteller, eine witzige Handlung, gut umgesetzt. Werde ich mir auf jeden Fall mal ansehen...
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#5 AbziehbildernAnonym
  • 07.03.2013, 14:34h
  • Wenn die "schwule" Nichtbewegung so weitermacht, wird sie sich bald in nichts mehr von ihren heterosexistischen Herren und Vorbildern unterscheiden.
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#6 seb1983
  • 07.03.2013, 15:17h
  • Antwort auf #5 von Abziehbildern
  • Röööchtig!
    Schwule und Kinder, das ist einfach unnatürlich, passt nicht zusammen, ist schlecht fürs Kin.. ähm schlecht für die Schwulen!
    Daher: Schützt eure Brüder und Schwestern, verbietet Adoption und Heirat, rettet Schwule vor dieser gefährlichen, bürgerlich- konterrevolutionären Attacke einiger schwuler Verräter unter der die armen armen Heteros so leiden...

    Merke: Nur weil man es krampfhaft anders machen will muss es nicht auch besser sein.
    Ruf doch mal bei Katharina Reiche an, ihr kommt zwar aus zwei unterschiedlichen Ecken, aber trefft euch gut in der Mitte.
    Sie sagt Schwule können keine Familie und Teil der Gesellschaft sein, du sagst das sollen sie auch gar nicht. Da kann ein Kompromiss doch nicht weit weg sein?
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#7 stromboliProfil
  • 07.03.2013, 15:21hberlin
  • Antwort auf #2 von Thorsten1
  • na ihr traut aber den schwulen rein gar nichts zu.. sind wir nicht besser als andere, treuer wenns um kinder geht, so jedenfalls unser versprechen.

    Aber klar, es sind die frauen. die bösen und manipuliernden.. die , die auf unseren zipfel aus sind , ihn auswringen wie ein nasses handtuch, und dann das gezeugte sich unter den nagel reisend, auch noch die armen schwulen geld bluten lassen..
    Sowas würde uns im umkehrsinne nie einfallen, selbst wo jetzt die gesetzeslage auch den männern das klagerecht zuspricht...
    Da werden rosenkriege geführt werden,die die jahresproduktion der holländischen rosenzüchter überflügelt.
    Das mit den leihmüttern und deren rechte aufs kind im falle einer mann-mann kleinfamilie, ist sicher nur eine erfindung der medien...
    oder natürlich viel besser, als lesbische unsicherheitsfaktoren...

    Aber andererseits, wenn der mann doch so unbedingt vater werden wollte, dann muss man ihn doch lassen.. schließlich sollte man davon ausgehen - verstehen, was den vaterwunsch aus löst, ihn aber trotzdem so handeln lässt um sich der unmittelbar täglichen miterziehung endledigen. Mit der mutter "seines kindes" zusammen zu leben muss da eine besondere belasstung darstellen. Diese nähe.. iiiiiiiiiii!
    Da muss sich der vaterfreudige doch was bei gedacht haben...
    Und wenn er nicht gedacht hat, warum sich beklagen, wenn nun die rechnung auf ihn zu kommt!
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#8 PopcornAnonym
  • 07.03.2013, 15:48h
  • Viel Aufregung um nichts.
    Wenn die beiden in dem Film ein Kind wollen aber nicht wissen wie, gibt es eine einfache Lösung:
    Mann macht ins Reagenzglas, die Frau wird mit dem Samen künstlich befruchtet und kann auf natürliche Weise das Kind gebähren.

    So kommen alle auf ihre Kosten...das Kind ist von beiden (nicht von einem anonymen Samenspender/ Leihmutter), der Schwule muss keinen Sex mit der Freundin haben und die Freundin hat ihre natürliche Geburt, die sie unbedingt haben will ( warum auch immer Frauen es trotz der Schmerzen toll finden ein Baby zu gebähren ist ein Mysterium, aber deren Sache)

    Okay das Problem mit der Unterhalts- und Sorgerechtsfrage kann so oder zwischen Schwulem und bester Freundin entstehen wenn es nicht mehr so rosig läuft, aber darum geht es in dem Film ja nicht.
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#9 YannickAnonym
  • 07.03.2013, 16:08h
  • Antwort auf #5 von Abziehbildern
  • Ich finde, jeder sollte auf seine Art glücklich werden.

    Wenn Schwule oder Lesben ein Kind wollen, finde ich das genauso okay, wie wenn andere Schwule und Lesben das kategorisch ablehnen.

    Ähnliches gilt für Heirat, etc.

    Wie können wir von Vielfalt reden und Akzeptanz fordern, wenn wir nicht mal unter uns Vielfalt akzeptieren und zwischen "guten" und "schlechten" Schwulen unterscheiden...
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