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Kommentare zu:
Gebt Rocco Buttiglione eine Chance!


#11 KetzerAnonym
#12 queer.de sucksAnonym
  • 25.10.2004, 21:14h
  • Nun ja, bisher haben die Schwulen ja immer ihre Gegner gehabt, aber daß sich jetzt schon die Schwulen ihren Henker selbst aussuchen, ist schon bemerkenswert. Sollte da ein Spitzel vom Vatikan am Werke sein? Und wenn demnächst einer Euthanasie an schwulen Embryonen fordert, dann unterstützt queer.de das auch bzw. fordert zu einem Pro & Contra auf? Diese Seite führt sich selbst ad absurdum.
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#13 aufgesetztAnonym
#14 GerdAnonym
  • 26.10.2004, 02:04h
  • Diese Diskussion halte ich für vollkommen daneben...wenn wir auch in Deutschland schon ein gutes Stück vorangekommen sind und in unserem Bewusstsein Länder wie die Niederlande, Schweden, Frankreich oder jetzt Spanien drängen so sieht es in anderen EU-Ländern wie Malta, Zypern oder Slowakei noch absolut finster für die Rechte von homosexuellen Paaren aus.

    Und dann will man ernsthaft einen solchen Kommisar für diesen wichtigen Posten der Justiz befürworten, der gelebte Homosexualität als Sünde ansieht...wer dies dann auch noch ausgerechnet als homosexueller Mensche befürwortet, der hat nicht mehr alle "beisammen", um es milde zu formulieren.

    Wir brauchen auf diesen Posten keine Leute, die am liebsten Europa in die Adenauer-Zeit der 50er gesellschaftspolitisch zurückdrehen wollen, sondern wir brauchen zumindest einen Menschen, der halbwegs im 21 Jahrhundert gesellschaftspolitisch angekommen ist.

    Daher auf keinen Fall einen Vertrauten von Berlusconi und dem Vatikan auf diesen Posten (soll er doch meinetwegen das Handels-/Landwirtschafts oder Fischereiministerium erhalten aber nicht die Justiz)
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#15 Markus CzajaAnonym
  • 26.10.2004, 11:34h
  • Micha Schulze hat völlig recht mit seiner Meinung: Buttiglione ist sicher kein Homosexuellenfreund, aber auch kein Hetzer. Als Justizminister in Deutschland würde ich ihn ablehnen, aber In einer pluralistisch zusammengesetzten EU-Kommission sollte er eine Chance bekommen, zumal er sich zur Gleichberechtigung bekannt und entschuldigt hat. Ich finde es erschreckend, wie wenig ausgeprägt das politische Bewusstsein vieler Diskutanten hier ist.und wieviele Meinungsbeiträge von Intoleranz nur strotzen.
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#16 HannahAnonym
  • 26.10.2004, 15:32h
  • @Markus Czaja:

    "Buttiglione ist sicher kein Homosexuellenfreund, aber auch kein Hetzer."

    Entweder kennst Du nicht alle Äußerungen von Herrn Buttiglione oder Dir ist nicht bewusst, was solche Äußerungen bewirken. Gewalt und Diskriminierung gegen Minderheiten werden dadurch gefördert, dass sich "Vorbilder" negativ über sie äußern. Wenn Äußerungen, die Gewalt fördern nicht hetzerisch sind, was ist es dann Deiner Meinung?

    "Als Justizminister in Deutschland würde ich ihn ablehnen, aber In einer pluralistisch zusammengesetzten EU-Kommission sollte er eine Chance bekommen(...)"

    Aha, die EU ist also pluralistisch und Deutschland nicht? Erzähl das mal einem Verfassungsrechtler oder Politologen. Im übrigen, wundert es mich, dass Du Leute, die Du in Deutschland nicht als Politiker akzeptieren würdest, in Europa sehr wohl akzeptierst. Und das obwohl Europa (gerade in der Menschenrechtspolitik) immer mehr Gewicht gegenüber den Nationalstaaten bekommt.

    Ich weiß nicht, wieso Du mit zweierlei Maß misst und warum diskriminierende Äußerungen in Deutschland nicht okay sind, aber in Europa sehr wohl.

    "(...) zumal er sich zur Gleichberechtigung bekannt und entschuldigt hat. "

    Er hat nicht seine Meinung revidiert, sondern nur eine Pseudoentschuldigung vorgebracht, die gerade ausreichend war, um seinen Posten zu retten. Zu Gleichberechtigung hat er sich nie bekannt.

    "Ich finde es erschreckend, wie wenig ausgeprägt das politische Bewusstsein vieler Diskutanten hier ist.und wieviele Meinungsbeiträge von Intoleranz nur strotzen."

    Und ich finde es erschreckend, dass ausgerechnet Schwule sich für einen Mann einsetzen, den man als geistigen Brandstifter bezeichnen muss. Diejenigen, die andere Menschen aufjetzen und gegen andere Menschen wettern, sind genauso schlimm, wie die, die dann später zuschlagen. Aber Du hast schon recht, unser beschränktes "politisches Bewusstsein" ist es, dass "von Intoleranz nur so strotzt". Buttiglione ist nicht intolerant, aber seine Kritiker schon (wie es auch schon M. Schulze geschrieben hat). Für Buttiglione gilt (falsch verstandene)Meinungsfreiheit, für seine Kritiker nicht.

    Ist das Dein tolerantes politisches Bewusstsein? Falls ja, kann man nur froh sein, dass andere Betroffene kein pseudodemokratisches Verständnis haben, sondern kapieren, dass Diskriminierungen nicht unter die freie Meinungsäußerung fallen.

    Die Politik hat schon Recht, sich nicht um schwul-lesbische Belange zu kümmern. Wir wollen es ja nicht anders. Würde jemand so wie Herr Buttiglione gegen Juden, Schwarze oder andere Menschen wettern, wäre es weg vom Fenster, aber manche Schwulen stehen offenbar auf Selbstkasteiung.

    Ich hoffe nur, dass wir Lesben voraussschauender sind als manche Schwulen!
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#17 SebiAnonym
  • 26.10.2004, 16:27h
  • Wie drollig: da versucht queer.de ernsthaften Journalismus zu bieten, vergisst dabei aber, dass ein "Pro & Contra" sachlich richtig und logisch schlüssig ist.

    Dies ist hier nicht der Fall:
    1. Herr Schulzes Kommentar ist sachlich falsch, da Diskriminierungen nicht unter die freie Meinungsäußerung fallen. Bürgerliche Freiheiten enden da, wo die Freiheiten anderer eingeschränkt werden.

    2. Auch ist Herr Schulzes Kommentar nicht logisch schlüssig! Diskriminierende Meinungen von Herrn Buttiglione fallen unter freie Meinungsäußerung, aber die Politiker, die dies kritisieren, dürfen das nicht, da dieses Recht für sie wohl nicht gilt und sie angeblich heuchlerisch sind. Herr Schulzes Meinung wäre nur dann glaubwürdig, wenn er gleiche Maßstäbe anlegt.

    Jeder Politiker, der diese EU-Kommission nicht mittragen kann und will, handelt nach seinem Gewissen. Diese Politiker als heuchlersich zu diffamieren zeugt von einem sehr gefährlichen Demokratieverständnis. Wenn die Kommission abgelehnt wird (was ich - zum Wohle Europas und der EU - hoffe), ist das eine demokratische Entscheidung und keineswegs heuchlerisch.
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#18 ChristophAnonym
  • 26.10.2004, 16:41h
  • Alle Homogurken, die jemals verliehen werden können, hat queer.de verdient. Dafür, dass man in einem Homomagazin lesen muss, wie diskriminierende Äußerungen über Schwule (noch dazu von einem Politiker, der in seinem Ressort über die Gesetzgebung zu Homo-Themen zu entscheiden hat) mit den absurdesten Begründungen gerechtfertigt werden, während Politiker, die sich gegen solche bigotten, antiquierten Politiker stellen, plötzlich heuchlerisch sind.

    Diese einseitigen Rechtfertigungsversuche sind genauso bigott, wie die menschenverachtenden Äußerungen von Herrn Butiglione.

    Shame on you queer.de!!!!!
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#19 TobiAnonym
  • 26.10.2004, 17:22h
  • Ich hatte eigentlich gehofft, dass Herr Schulze auf die zahlreichen Kommentare reagiert, die sich fragen, warum ein Politiker, der in Zukunft ganz maßgeblich die Gesetzgebung zu schwulen Themen bestimmen wird, schwulenfeindliche, diskriminierende Äußerungen als "Privatmeinung" deklarieren darf, während Politiker, die das krtisieren heuchlerisch sein sollen.

    Diesen Widerspruch, für wen das Recht auf Meinungsäußerung gelten soll und für wen nicht, kann wohl selbst Herr Schulze mit seinem Einfallsreichtum und seiner Phantasie nicht erklären.
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#20 Marina L.Anonym
  • 26.10.2004, 17:35h
  • Herr Schulze kann offenbar Gedanken lesen oder woher nimmt er die Erkenntnis, dass die Empörung von Grünen, Liberalen, Sozialdemokraten und jedem außer den Konservativen nur "gespielt" ist.

    Herr Schulze, können sie sich vielleicht auch vorstellen, dass es selbst unter Politikern noch Leute mit Rückgrat gibt?
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