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  • 08.03.2013           6      Teilen:   |

Drastische Zunahme von Infektionen

New York empfiehlt Schwulen Meningitis-Impfung

Symptome einer Meningitis - Quelle: Wiki Commons / Mikael Häggström / PD
Symptome einer Meningitis (Bild: Wiki Commons / Mikael Häggström / PD)

Nach mehreren Todesfällen sollen sich Männer, die Sex mit Männern haben, gegen die Hirnhautentzündung wappnen.

Das Gesundheitsamt der Stadt New York hat schwule Männer aufgefordert, sich gegen Meningitis zu impfen. Seit 2010 wurden 22 Männer bekannt, die sich mit der übertragbaren Hirnhautentzündung infiziert hatten. Sieben davon sind gestorben. Allein 2012 wurden 13 neue Fälle gemeldet.

Nachdem seit Januar vier neue Infektionen bekannt wurden und damit eine erneute Steigerung zu erwarten ist, hat die Stadt eine deutliche Warnung herausgegeben: "Impfungen sind nun angeraten für Männer unabhängig von ihrem HIV-Status, die regelmäßig intimen Kontakt mit anderen Männern durch eine Webseite, App oder in einer Bar beziehungsweise bei einer Party haben."

Zuvor hatte es spezifischere Warnungen an schwule und HIV-positive Männer in Brooklyn gegeben. Doch zuletzt wurden Fälle aus allen Stadtteilen gemeldet.

Fortsetzung nach Anzeige


Schnelle Behandlung erforderlich

Der Szene-spezifische Ausbruch beschäftigt die New Yorker Gesundheitsbehörden schon seit längerem, machte aber anders als ein durch Nutzung von Steroiden ausgelöster Ausbruch in der Allgemeinbevölkerung mit zwölf Toten im letzten Herbst kaum Schlagzeilen außerhalb der Homo-Presse. Bisher sind keine Fälle aus anderen Städten bekannt.

Meningitis kann durch intimen Kontakt, darunter Küssen, aber auch durch das Teilen von Objekten wie Gläsern übertragen werden. Ein Großteil der Fälle in New York betraf Männer mit geschwächtem Immunsystem durch eine HIV-Infektion, aber nicht alle.

Die Krankheit kann tödlich sein, wenn sie nicht sofort nach der Infektion behandelt wird. Symptome, darunter ein steifer Nacken, hohes Fieber, Kopfschmerzen und Hautausschläge treten innerhalb weniger Tage auf. Stadträtin Letitia James wies darauf hin, dass man mit einer Impfung auch seine Partner schütze. Die Stadt bietet die Impfungen auch Personen an, bei denen sie nicht durch eine Krankenversicherung abgedeckt sind. (nb)

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Tags: meningitis, impfung, new york
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Reaktionen zu "New York empfiehlt Schwulen Meningitis-Impfung"


 6 User-Kommentare
« zurück  1  vor »

Die ersten:   
#1
08.03.2013
13:10:50


(+3, 5 Votes)

Von Harry1972
Aus Bad Oeynhausen (Nordrhein-Westfalen)
Mitglied seit 21.02.2013


Hmm... wirklich hilfreich wäre jetzt noch der Kommentar eines Arztes, ob männliche Reisende, welche in Betracht ziehen, in New York mit anderen Männern intim zu werden, sich auch impfen lassen sollten oder nicht.

Ich meine, ohne jetzt eine neue Epidemie oder gar eine Pandemie heraufbeschwören zu wollen, von einer neuen "Schwulenseuche" ganz zu schweigen, wie konservative Kreise eine solche Krankheitswelle sicher gerne bezeichnen...
Macht es denn Sinn, Männer vorsorglich zu impfen, die viel in der Welt unterwegs sind und eventuell Krankheiten verschleppen könnten oder wartet man einfach ab, bis sich eine Erkrankung irgendwo zeigt, bei der man nachweisen kann, daß sie eingeschleppt wurde?


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#2
08.03.2013
15:09:05


(0, 2 Votes)

Von Christine
Antwort zu Kommentar #1 von Harry1972


Ich würde mich impfen lassen.
Siehe auch:

Link:
dgk.de/fileadmin/user_upload/AGMK/Fachleute/STIKO_
Empfehlung_2004.pdf


siehe dort Reisen in Gegenden, in denen eine Impfempfehlung für die einheimische Bevölkerung besteht. Das Gesundheitsamt der Stadt New York hat dort zur Impfung angeraten.


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#3
08.03.2013
16:33:50


(+1, 1 Vote)

Von ehemaligem User FoXXXyness


Hoffentlich kommen dieser Impfempfehlung viele nach!


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#4
08.03.2013
17:19:57


(0, 4 Votes)

Von Christine


Nachtrag:
Es handelt sich in New York offenbar um eine bakterielle Meningitis, gegen die man vorsorglich impfen kann, während der USA-weite Ausbruch einer durch Pilze hervorgerufenen Meningitis durch verunreinigte Medikamentenspritzen verursacht war. Das hatte nichts mit dem momentanen New Yorker Meningitis-Problem zu tun (Bakterien, gegen die man impfen kann), bei dem sich vor allem oder sogar ausschließlich(?) Schwule angesteckt haben.
Zum Impfschutz bei bakterieller Meningitis gibt es laut RKI Hinweise, dass die Immunantwort, d.h. der Impfschutz, verringert sein kann bei immunsupprimierten Personen oder Personen, denen die Milz entfernt wurde. In New York gilt die dringende Impfempfehlung für alle HIV-infizierten Schwulen und generell Männer, die Sex mit Männern haben, unabhängig vom HIV-Status.
Es gibt verschiedene Impfstoffe - laut RKI scheinen tetravalente Konjugatimpfstoffe wie Menveo oder Nimenrix wegen der besseren Impfschutzes am geeignetsten.
Näheres hier:

Link zu www.rki.de (PDF)

und hier:

Link zu www.nyc.gov (PDF)

Dass man vor allem zunächst die behandelnden Ärzte alarmiert, scheint daran zu liegen, dass bei einigen der Erkrankten die Symptome nicht rechtzeitig erkannt oder zu lange Zeit mit Diagnostik verbracht wurde. Beim Verdacht auf bakterielle Meningitis muss sofort gehandelt werden (Antibiotika).


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#5
08.03.2013
22:38:34


(-2, 4 Votes)

Von kein arzt
Antwort zu Kommentar #1 von Harry1972


die pharma-kassen müssen gefüllt werden!


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#6
09.03.2013
00:03:07


(+1, 1 Vote)

Von Logik6


"aber auch durch das Teilen von Objekten wie Gläsern übertragen werden."

Also, dann hätten es nicht nur Schwule..sondern auch Faghags..

Sowieso klingt das alles hanebüchen, die Zusammenhänge...bullshit. Wahrscheinlicher ist, dass das von Crystal Meth oder Mephedron oder so kommt..

Am besten ist ja:

"...die regelmäßig intimen Kontakt mit anderen Männern durch eine Webseite, App oder in einer Bar oder bei einer Party haben."

Zum Glück benutz ich keine Apps und mach nur Outdoorcruising ^^


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