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Abstrafung nach inhaltlichem Sieg

Michael Kauch fliegt aus FDP-Bundesvorstand


Michael Kauch, schwul-lesbische Stimme der Liberalen, erlitt auf einem Parteitag eine Niederlage (Bild: FDP-Bundestagsfraktion)

Dem schwulen Bundestagsabgeordneten aus Dortmund fehlten für die Wiederwahl zehn Delegierten-Stimmen.

Von der Union verlangten die Liberalen auf ihrem Bundesparteitag in Berlin eine "unverzügliche" Gleichstellung der Homo-Ehe – doch den größten Vorkämpfer für gleiche Rechte in den eigenen Reihen straften sie ab: Der schwule Bundestagsabgeordnete Michael Kauch ist künftig nicht mehr im FDP-Bundesvorstand vertreten.

Bei der Wahl der freien Beisetzer-Liste fehlten ihm am Sonntag nur zehn Stimmen der insgesamt rund 660 Delegierten. Vor zwei Jahren hatte Kauch erstmals einen Sitz als Beisitzer im Parteivorstand der Liberalen ergattert. Wie im Mai 2011 hatte der Dortmunder auch diesmal auf eine Nominierung im FDP-Landesverband NRW verzichtet.

Inhaltlich konnte sich Kauch durchsetzen

Durchsetzen konnte sich Michael Kauch auf dem Parteitag hingegen mit einem Antrag zur "unverzüglichen" Gleichstellung von eingetragenen Lebenspartnerschaften (queer.de berichtete). "Die Union blockiert die zwei großen Baustellen Adoptionsrecht und steuerliche Gleichstellung", sagte Kauch in seiner Parteitagsrede: "Die Frage, vor der wir stehen ist, ob das Parlament seinen Gestaltungsspielraum aufgibt. Wir als Liberale sind dafür, dass diese Regierung gemeinsam handelt." Zugleich versprach er laut "taz", dass das letzte Wort in der Koalition noch nicht gesprochen sei. "Ein apodiktischer Spruch des CDU-Präsidiums beendet nicht die Diskussion."

Kauch ist offizieller Koordinator der FDP-Bundestagsfraktion für Schwulen- und Lesbenpolitik. Erst im Dezember 2012 hatte der 45-Jährige eine parteiinterne Kampfkandidatur um einen sicheren Listenplatz gewonnen, sollten die Liberalen im Herbst die Fünf-Prozent-Hürde überspringen (queer.de berichtete). Umfragen zufolge müssen die Liberalen allerdings anders als vor vier Jahren um ihren Wiedereinzug in den Bundestag bangen. (cw)



#1 marc33ffm
#2 wuchy1988
  • 10.03.2013, 15:39h
  • Gut, dass war eine sehr klappe Entscheidung, Aber der BPT hat nun entscheiden und es war eine Demokratische Wahl!
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#3 FoXXXynessEhemaliges Profil
  • 10.03.2013, 15:40h
  • Mir tut Herr Kauch nicht Leid! Auch wenn es bei der Abstimmung knapp war - die Grinsekatze hat verloren und ist zurecht rausgeflogen!
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#4 goddamn liberalAnonym
  • 10.03.2013, 16:02h
  • Antwort auf #2 von wuchy1988
  • Sicher, es war eine demokratische Wahl GEGEN einen, der sich in der FDP als unser Bürgerrechtsaktivist versucht hat.

    Was mal wieder belegt, dass der FDP das Thema Bürgerrechte nicht wichtig ist und dass man in dieser Partei dafür abgestraft wird.

    Was mich nicht wundert.
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#5 dwaschiAnonym
#6 fachärztlichAnonym
#7 goddamn liberalAnonym
  • 10.03.2013, 16:49h
  • Antwort auf #5 von dwaschi
  • Nun.

    Volker Beck macht bei den Grünen zwar nicht Karriere wie Wowereit und andere Großstadtbürgermeister (Mainz, Bielefeld) und zieht nicht die Strippen im Hintergrund wie Johannes Kahrs. Ist auch nicht Landesvorsitzender wie Klaus Lederer bei der Linken.

    Aaaber...

    Man weiß, was man an Beck hat, und behandelt ihn pfleglich. Was die FDP mit Herrn Kauch eben nicht tut. Er musste auch sehr um seinen Listenplatz kämpfen. Was Beck nicht muss.
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#8 Nicht schadeAnonym
  • 10.03.2013, 16:57h
  • Meinetwegen kann der und die ganze FDP ganz in der Versenkung verschwinden. Wer Jahre nur verspricht, rumlabert, und dann doch nichts tut, wird auch nicht gebraucht.
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#9 daVinci6667
  • 10.03.2013, 17:02h

  • Dass es ein schwuler Politiker in rechten Parteien einiges schwerer hat, musste ihm von Anfang an klar gewesen sein. Keiner hat ihn gezwungen gerade dort einzusteigen. Selber Schuld ist er aber trotzdem nicht.

    Dass einer der sich inhaltlich durchsetzen konnte zur Strafe einen Tritt in den Allerwertesten bekommt, zeigt allzu deutlich wie die FDP über Schwule denkt:

    Sollen sie halt ein bisschen Gleichstellung verlangen, so bekommen wir von denen ein paar Stimmen. Sobald was davon abhängt, hat das bisschen Pseudo-Gleichstellung aber überhaupt keine Priorität mehr.

    Kapiert das so eine schwule Politschwester wie Kauch nicht, spürt sie einen massiven Fusstritt am Arsch. Die habens dort ja so gerne!

    Das war eine Warnung an andere sich nicht zu sehr ins Zeug zu legen!

    Nun werden schwule CDUCSUFDP-ler zumindest eine zeitlang wieder Ruhe geben.
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#10 KerouaclyAnonym
  • 10.03.2013, 17:58h
  • Das hat für LGBT-politische Belange keine Auswirkungen, denn die FDP wird nicht die Gleichstellung durchsetzen.

    Das wird entweder das Bundesverfassungsgericht oder eine rot-grüne Bundesregierung.
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