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  • 10.03.2013           107      Teilen:   |

Kampf gegen Homo-Ehe

Dobrindt nennt Schwule und Lesben "schrille Minderheit"

Artikelbild
Für CSU-Generalsekretär Alexander Dobrindt ist Homosexualität eine "besondere Lebensphilosophie" (Bild: Wiki Commons / J. Patrick Fischer / CC-BY-SA-3.0)

Die Union als Volkspartei habe die Aufgabe, der "stillen Mehrheit" eine Stimme zu geben, erklärte CSU-Generalsekretär Alexander Dobrindt.

Die Äußerungen von Unions-Politikern zur Gleichstellung von Lesben und Schwulen haben einen erneuten Tiefpunkt erreicht: "Die Union als Volkspartei hat die Aufgabe, der stillen Mehrheit eine Stimme zu geben gegen eine schrille Minderheit", erklärte CSU-Generalsekretär Alexander Dobrindt in einem Interview mit der "Welt am Sonntag".

Die Bundestagswahl im Herbst könne die Union nur dann gewinnen, wenn sie konservative Positionen ins Zentrum stelle, meinte der Katholik, Ehemann und Familienvater: "Konservativ modern sein heißt unbequem modern sein, weil man nicht nach dem Rhythmus des Zeitgeistes tanzt. Die Menschen wollen keine Veränderung der Gesellschaft, in der Ehe und Familie nicht mehr die Normalität sind."

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Dobrindt: Gleichstellung ist "Familienfeindlichkeit"

Wer eingetragenen Lebenspartnern dieselben Rechte von Eheleuten geben und parallel das Ehegattensplitting abschaffen wolle, betreibe "unter dem falschen Etikett der Gleichstellung in Wahrheit Familienfeindlichkeit", sagte Dobrindt. Der 42-Jährige beklagte zudem eine falsche Gewichtung. "Wir haben 17 Millionen Ehen in Deutschland und 30.000 gleichgeschlechtliche Partnerschaften", behauptete der CSU-Generalsekretär, "Lobbyisten von Einzelgruppen der Gesellschaft vermitteln ein völliges Zerrbild". Diese "Einzelgruppen" dürften in Deutschland jedoch "nicht den Ton angeben".

Homosexualität sei Teil der gesellschaftlichen Wirklichkeit, räumte Dobrindt immerhin ein und gab sich tolerant: "Es wird niemand diskriminiert, weil er für sich eine besondere Lebensphilosophie angenommen hat." Der Union käme es jedoch darauf an, "den besonderen Wert von Ehe und Familie zu achten".

CDU-Politiker Jens Spahn spricht von "intellektueller Beleidigung"

Der schwule CDU-Bundestagsabgeordnete Jens Spahn nannte die Äußerungen des CSU-Generalskretärs in einem Folgeartikel auf "Welt Online" eine "intellektuelle Beleidigung". Dobrindts Wortwahl bestärke ihn seiner Forderung, dass die Abstimmung zur Gleichstellung eingetragener Lebenspartnerschaften im Bundestag "freigegeben" werden sollte. (cw)

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Tags: alexander dobrindt, jens spahn, csu, schrille minderheit
Schwerpunkte:
 Homo-Ehe in Deutschland
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Reaktionen zu "Dobrindt nennt Schwule und Lesben "schrille Minderheit""


 107 User-Kommentare
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Die ersten:   
#1
10.03.2013
16:47:16


(+10, 10 Votes)

Von fink


soso, homosexualität ist eine "lebensphilosophie"?

zur überschrift sei angemerkt, dass ich kaum sagen kann, unter wie vielen aspekten ich die aussagen dobrindts "schrill" finde.

irgendwie bin ich es aber inzwischen leid, das dumme geschwafel der ende-des-abendlands-beschwörer_innen vom kopf auf die füße zu stellen. da stimmt ja wirklich überhaupt nichts. falsche grundannahmen, falsche schlussfolgerungen, falsches ergebnis... und alles in exakt dieser falschheit tausendmal gehört. *gähn*


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#2
10.03.2013
16:53:00


(+10, 10 Votes)

Von Armer Irrer


Besser schrill als komplett idiotisch und dumm - so wie der dämliche Dobrindt.


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#3
10.03.2013
16:53:16


(+5, 5 Votes)

Von SchillStattTill


Besser schrill als Mainstream!


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#4
10.03.2013
16:59:06


(+9, 11 Votes)
 
#5
10.03.2013
16:59:43


(+10, 12 Votes)

Von -hw-


"Es wird niemand diskriminiert, weil er für sich eine besondere Lebensphilosophie angenommen hat."

Das ist exakt auf der wissenschaftlichen Ebene mit der Idioten, Karrieristen und Bücklinge ihren akademischen Alltag in den Hochschulen des Machtbereiches des Lieblingsfreundes der Familie Schröder bestreiten.

Link zu www.queer.de

Nochmal zur Hauptstadt der Vernunft,
den historische Geburtsort der "bürgerlichen Familie" und der Bürgerrechte:
Frankreich, Paris.

Die Abgeordneten klatschen vor Freude im Takt und rufen:
Égalité, égalité, égalité......

Youtube-Video:


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#6
10.03.2013
17:02:49


(+10, 10 Votes)

Von ehemaligem User paren57


"Homosexualität sei Teil der gesellschaftlichen Wirklichkeit, räumte Dobrindt immerhin ein und gab sich tolerant: 'Es wird niemand diskriminiert, weil er für sich eine besondere Lebensphilosophie angenommen hat.'"

Ich halte Herrn Dobrindt für intelligent und aufgeklärt genug, dass er weiß, dass diese Äußerung menschenverachtend ist. Homosexualität ist keine Frage der Philosophie, sondern der Biologie. Aber Herr Dobrindt braucht offensichtlich ein Feindbild. Und dafür taugen Schwule allemal. Mutmaßlich sind sie in der CSU-Wählerschaft auch so marginal, dass sie rein zahlenmäßig mit der Dumpfbacken-Wählerschaft nicht mithalten können. Das Leugnen der Realität ist in anderen Kontexten strafbar (etwa beim Holocaust). Gegenüber Homosexuellen aber offensichtlich ein Lustgewinn für den Mainstream-Macho. Es hat keinen Sinn, sich darüber aufzuregen, dass solche Äußerungen von gestern sind. Sie boshaft und niederträchtig und das mit voller Absicht.


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#7
10.03.2013
17:02:59


(+4, 4 Votes)

Von TheDad
Profil nur für angemeldete User sichtbar


Die einzige "Modernität" die solche Menschendarsteller nach außen tragen, sind die immer neuen Verklausulierungen althergebrachter Vorurteile..

Wenn Mann anderen Menschen die gleichen Rechte zugesteht die Mann für sich wie selbstverständlich in Anspruch nimmt, geht das Abendland unter, die Gesellschaft begibt sich in Auflösung, und die Deutschen sterben aus..

Aussterben werden wohl offensichtlich nie die Dummen..

Warum werden denn die Deutschen immer weniger ?
Weil die konservativen, katholischen Hetero´s keine Lust mehr haben sich zu vermehren wenn Schwule heiraten und Kinder erziehen ?

Es gibt einen direkten Zusammenhang zwischen Familiengröße und Lebensstandard..
Überall dort wo der Lebensstandard steigt sinken die Geburtenzahlen..

Heißt das im Umkehrschluß dann nicht, überall dort wo konservative Lebensstandard schaffen, bringen sie das Schneeballsystem Gesellschaft zu Fall ?

Muß Mann dann nicht fordern konservative Politik die Lebensstandard schafft zu begrenzen ?
Denen geht es zu gut..
Die haben zu viel Geld, und damit zu wenig Lust auf Nachwuchs..

Also greifen wir in konservative Geldbeutel, nehmen wir die Bündel gehorteter Hunderter aus dem Ehegattensplitting heraus, senken wir damit den Lebensstandard der Menschen, und schenken ihnen damit die Lust am Nachwuchs..


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#8
10.03.2013
17:04:54


(+4, 6 Votes)

Von -hw-
Antwort zu Kommentar #5 von -hw-


Das "n" gebührt den guten Geistern dieser Stadt noch.

"historischen Geburtsort.."


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#9
10.03.2013
17:10:59


(+6, 8 Votes)

Von fink


kommentare unter dem "welt"-artikel:

"Diese degenerierten Schweine sollen doch bitte ihre sexuellen Gelüste selbst zahlen und die nicht auch noch sozialisieren lassen! Ich glaube, langsam hackt es....."

"Sodomie ist offensichtlich naturwidrig und steril, ein darauf bauendes Leben parasitär. Die Propaganda gaukelt uns Kaisers neue Kleider vor. Weg damit. Sodomie ist zu ächten und zu bestrafen. Ganz einfach."

ich hoffe, dass solche wähler (denen dobrindt offenbar zur stimmentfaltung verhelfen möchte) die WIRKLICHE minderheit abbilden.

im kommentarbereich läuft's ansonsten nämlich für die "welt" erstaunlich homofreundlich...


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#10
10.03.2013
17:12:58


(+7, 9 Votes)

Von halbwissen
Antwort zu Kommentar #5 von -hw-


Die sind wirklich so dumm und verdorben.

Schon sein Vorgänger Karl-Theodor zu Guttenberg tat sich bis zur peinlichen Verlogenheit schwer, seine geistigen Grenzen zu akzeptieren.

Er schavanisierte noch als Technologieminister!


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