Hauptmenü Accesskey 1 Hauptinhalt 2 Footer 3 Suche 4 Impressum 8 Kontakt 9 Startseite 0
Neu Presse Tagesbild TV Termine
© Queer Communications GmbH
http://queer.de/?18774

Die Stolpersteine sind ein Projekt des Künstlers Gunter Demnig. Mit diesen Gedenktafeln soll an das Schicksal der Menschen erinnert werden, die im Nationalsozialismus ermordet wurden (Bild: Thomas Quine / flickr / by 2.0)

An die beiden schwulen NS-Opfer Emil Gramkow und Gustav Mösing aus Hamburg sollen zwei weitere Stolpersteine erinnern. Zur Finanzierung bittet das Magnus-Hirschfeld-Centrum (mhc), das im Mai seinen 30. Geburtstag feiert, um Spenden aus der Community.

Ein Mitglied des mhc hat sich bereiterklärt, jede Spende zu verdoppeln. Dabei geht es um einen überschaubaren Betrag: "Sobald 120 Euro zusammen sind, können Stolpersteine für Emil Gramkow und Gustav Mösing verlegt werden", heißt es in einer Pressemitteilung des Zentrums.

Emil Gramkow (2.1.1899-8.8.1944) war einer der beiden Wirte der "Porterstuben" in der Rostocker Straße 8, wo der Stein verlegt werden soll. Die Kneipe war ein "Hotspot" der Homosexuellen-Szene der Weimarer Zeit und gleichzeitig Geschäftsstelle des "Bundes für Menschenrechte". 1942 wurde Grammkow wegen homosexueller Handlungen vor ein Militärgericht gestellt. Er starb 1944 in einem Reservelazarett.

Der Kellner und Stewart Gustav Mösing (23.5.1904-6.10.1942) wurde 1941 wegen "widernatürlicher Unzucht und Bedrohung" zu drei Jahren und neun Monaten Gefängnis verurteilt. Er verstarb nur ein Jahr später. Der Stolperstein soll vor seinem früheren Wohnhaus in der Bernstorffstraße 155 verlegt werden. (cw)

Spendenkonto

UHA e.V., Sozialbank, Konto: 74 94 700, BLZ: 251 205 10, Stichwort: Stolpersteine