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Absurde Gesetze

Virginia erlaubt Homo-Sex


Der Werbespruch "Virginia is for Lovers" erschien vielen Schwulen und Lesben wegen der mittelalterlichen Gesetzgebung als albern

Ein Berufungsgericht hat ein Gesetz im US-Bundesstaat Virginia am Mittwoch für verfassungswidrig erklärt, das vorehelichen Sex – und damit jeden gleichgeschlechtlichen Sex – verboten hatte.

Der vierte "Circuit Court of Appeals" hat das Gesetz, das "Straftaten wider der Natur, der Moral und des Anstandes" mit bis zu fünf Jahren Haft ahndet, aufgehoben. Die Klage unterstützt hatten unter anderem die Bürgerrechtsorganisation ACLU. Das Gesetz untersagt unter anderem Oral- und Analsex, gleichgeschlechtlichen Sex und vorehelichen Sex.

Eigentlich wurden derartige "Sodomy Laws" bereits 2003 von Supreme Court für verfassungswidrig erklärt: Im legendären Fall "Lawrence gegen Texas" klagte ein weißer Medizintechniker, der 1998 wegen einvernehmlichem homosexuellen Geschlechtsverkehr mit einem schwarzen Imbissverkäufer verhaftet wurde. Er wurde später zu einer Geldstrafe verurteilt, legte aber dagegen Widerspruch ein. Nach dem Sieg vor dem Höchstgericht durften "Sodomy Laws", die noch in 13 der 50 US-Bundesstaaten Gesetz waren, nicht mehr angewendet werden.

Virginia hat allerdings nach ACLU-Angaben das Gesetz nie offiziell abgeschafft und in manchen Fällen nach wie vor angewendet, wenn andere Gesetze von der Staatsanwaltschaft als nicht ausreichend angesehen wurden. So wurde etwa ein Mann verurteilt, weil er Sex mit einer 17-jährigen Frau gehabt hatte. Eigentlich gilt in Virginia jedoch ein Schutzalter von 15 Jahren.

"Wir brauchen Gesetze, die klar abgrenzen, was legales Verhalten ist, das von der Verfassung geschützt ist, und was kriminell ist", erklärte ACLU-Anwältin Rebecca Glenburg. Der Staat dürfe nicht Sex für illegal erklären, nur um jemanden verurteilen zu können, der eine Beziehung mit einer Minderjährigen unterhält.

Mehrere Staaten haben ihre "Sodomy Laws" nach wie vor nicht aus den Gesetzesbüchern gestrichen, darunter etwa Texas. Im Parlament hat es die republikanische Supermehrheit bislang abgelehnt, das verfassungswidrige Gesetz mit einfacher Mehrheit abzuschaffen. (dk)



#1 FoXXXynessEhemaliges Profil
#2 YannickAnonym
#3 lentilAnonym
  • 19.03.2013, 19:19h
  • "Mehrere Staaten haben ihre "Sodomy Laws" nach wie vor nicht aus den Gesetzesbüchern gestrichen, darunter etwa Texas. Im Parlament hat es die republikanische Supermehrheit bislang abgelehnt, das verfassungswidrige Gesetz mit einfacher Mehrheit abzuschaffen."

    So funktioniert also Demokratie in den U.S.A.
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