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Straßburg Der britische Labour-Politiker Peter Mandelson, offen schwuler Kandidat für den Posten des EU-Handelskommissars, unterstützt Rocco Buttiglione als Innen- und Justizkommissar, obwohl dieser Homosexualität als "Sünde" bezeichnet hatte. Mandelson rief die sozialistische Fraktion im Europäischen Parlament auf, die Kommission zu bestätigen. "Wir müssen natürlich dem Parlament zuhören und wir müssen die Einwände verstehen", so der frühere Minister der Blair-Regierung gegenüber der Tageszeitung "Guardian", "aber das Parlament kann nicht mit dem Vorschlaghammer darauf bestehen, die Kommission umbauen zu wollen." Ein Parlamentsausschuss hatte Buttiglione wegen seiner schwulenfeindlichen Äußerungen vor zwei Wochen abgelehnt. Das Parlament muss nun am Mittwoch entscheiden, ob es die gesamte Kommission unter Vorsitz des Portugiesen Jose Manuel Barroso annehmen oder ablehnen will. Sozialistische, liberale und grüne Abgeordnete wollen die Kommission ablehnen, falls Barroso keine Zugeständnisse macht. (dk)



Italienischer Ex-Minister: Schwulsein ist "falsch"

Der frühere italienische Europaminister Rocco Buttiglione rüstet wieder verbal gegen Schwule auf.
#1 SebiAnonym
  • 26.10.2004, 16:06h
  • Das wundert mich nicht. Da die Kommission nur komplett akzeptiert oder abgelehnt werden kann, würde (falls Barroso nicht doch noch einlenkt) ein Scheitern Buttigliones ein Scheitern der gesamten Kommission bedeuten. Damit würde auch Mandelson seinen Job verlieren.

    Schon interessant, wie auch schwule Politiker Machterhalt über vernünftige humane Politik stellen...
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#2 SvenAnonym
  • 26.10.2004, 17:55h
  • Das ist ein Tanz mit dem Teufel.

    Egal was man auch macht - letztendlich muß man dafür bezahlen...
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#3 wolfAnonym
  • 26.10.2004, 18:18h
  • von der sorte, denen das hemd näher als die hose ist, haben wir genug ! grund genug diesen herrn auch nach hause zu schicken.
    kann sich ja mit herrn kusch zusammentun.
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#4 seltsamAnonym
  • 26.10.2004, 21:21h
  • Herr Buttiglione hat wirklich sehr dumme Äußerungen gemacht;
    aber warum macht die schwule Community immer so ein Theater, wenn mal jemand nicht pro-gay ist?

    es kann doch nun wirklich nicht jeder schwul cool finden; wenn man für sich selber Respekt und Akzeptanz fordert, kann man sie jemand anderes nicht verwehren.

    wenn er eine solch altmodische Meinung hat - sei's drum, er hat ja nicht gefordert Schwule zu diskriminieren;
    dabei sollte man noch zusätzlich bedenken:
    er ist relativ alt, er ist Italiener und er ist gläubiger Katholik;
    diese Kriterien passen zu vielen Bürgern der EU und es sollen doch alle vertreten sein, denn dies ist Demokratie oder???
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#5 PerroCGNAnonym
  • 26.10.2004, 23:06h
  • "...aber das Parlament kann nicht mit dem Vorschlaghammer darauf bestehen, die Kommission umbauen zu wollen." - Natürlich kann sie das - wozu sollte das Parlament sonst überhaupt abstimmen???
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#6 GerdAnonym
  • 26.10.2004, 23:24h
  • Ich kann nur hoffen, dass die Kommission in ihrer jetzigen Zusammensetzung nicht gewählt wird.

    Warjum hat Barosso nicht eine Umsetzung des Berlusconi-Vertrauten auf den Posten des Handeslministers vorgenommen und den offen schwulen britischen Kommisar auf den Posten des Innen-/Justizkommisars gesetzt; dann wäre die Sache vom Tisch gewesen und die Kommission hätte die entsprechende Unterstützung im Parlament gehabt.

    Jemand, der gelebte Homosexualität als Sünde ansieht, und den Posten des europäischen Justizkommisars bekleidet wird keine Fortschritte für homosexuelle Menschen in Malta, Zypern oder Polen bringen...ganz im Gegenteil.

    Auch Frauenrechte werden behindert von einem solchen Mann, der die Frau zum Kinderbekommen in die Ehe "verdonnert" und sich dort von ihrem Mann "beschützen" zu lassen hat...(wenn die katholischen Malteser heiraten, müssen sie es sich gut überlegen, denn Scheidungen sind auf der katholischen Insel verboten. Wer seinen Ehepartner trotzdem loswerden will, für den gibt es die „Separation“ – eine Art „Scheidung light“. Das Paar ist getrennt, nochmal heiraten geht danach aber nicht mehr, also auch nicht auf dem Standesamt.
    Auch verboten auf Malta sind Abtreibungen. Malteserinnen treiben trotzem ab, sie fahren dann meist nach Sizilien.)

    Malta ist nur ein Beispiel in der EU, das zeigt, warum wir uns auf diesem Posten keinen erzkonservativen Mann "leisten" können, der religiös motiviert "regiert".

    Bush reicht schon als fundamentalistischer Evangelikaler in den USA als Katastrophe; da brauchen wir in der EU nicht auch noch einen solchen "zweiten"Patriarchaten auf dem Justizsessel.
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