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Senator Rob Portman (rechts) in einem Familienfoto mit seinem Sohn Will

Als erster republikanischer US-Senator hat sich Rob Portman für die Öffnung der Ehe ausgesprochen – Begründung: Sein schwuler Sohn habe seine Meinung geändert.

Rob Portman, der der 45-köpfigen republikanischen Fraktion im US-Senat angehört, hat am Freitag erklärt, dass er seine Meinung zur Ehe-Öffnung geändert habe und nun die vollständige Gleichbehandlung von schwulen und lesbischen Paaren befürworte. Dem Fernsehsender CNN sagte der Politiker aus dem Swing-State Ohio: "Ich gebe heute einen Sinneswandel bekannt: Es geht um das Thema, über das sich viele Menschen aufregen, und hat mit homosexuellen Paaren und ihrer Möglichkeit zu heiraten zu tun". Er habe sich darüber Gedanken gemacht, seit sein jetzt 21-jähriger Sohn Will vor zwei Jahren sein Coming-out gehabt habe.

"Mein Sohn kam zu meiner Frau Jane und zu mir und hat gesagt, dass er schwul ist. Er sagte, er hat es sich nicht ausgesucht, das war einfach ein Teil von ihm. Er sagte, er war schon immer so", erklärte Portman. "Ich denke, wir sollten allen Menschen die Ehe erlauben, damit sie die Freude und Stabilität haben können, die ich seit mehr als 26 Jahren habe."

Portman galt als Homo-Gegner

Zuvor hat sich Portman, der im vergangenen Jahr als Vizepräsidentschaftskandidat unter Mitt Romney gehandelt worden war, stets gegen Homo-Rechte ausgeprochen. So stimmte er als Abgeordneter 1996 für das sogenannte "Gesetz zum Schutz der Ehe" (Defense of Marriage Act, DOMA), das die Ehe als Verbindung zwischen Mann und Frau definierte. Dieses Gesetz wird derzeit vom Supreme Court auf seine Verfassungsmäßigkeit überprüft.

In der Vergangenheit haben sich bereits mehrere hochrangige Republikaner für die Öffnung der Ehe ausgesprochen, als herauskam, dass sie Homosexuelle in ihrer Familie haben. So sagte Ex-Vizepräsident Dick Cheney 2009, dass er sich für die Öffnung der Ehe ausspreche, weil seine Tochter lesbisch ist (queer.de berichtete). Allerdings erklärten die meisten konservativen Politiker erst ihre Unterstützung für die Homo-Ehe, als sie ihr politisches Amt oder Mandat bereits aufgegeben haben.

Portman wurde zuletzt 2010 in Ohio zum US-Senator gewählt. Er muss sich erst wieder 2016 den Wählern stellen. (dk)



#1 FoXXXynessEhemaliges Profil
#2 Allen gewünschtAnonym
  • 15.03.2013, 17:06h
  • Hoffentlich hat Dobrindt bei seiner Brut auch Schwule und Lesben dabei! Auf der anderen Seite, die Kinder wären zu bedauern. Aber das sind sie bei dem Vater eh schon.
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#3 KMBonnProfil
  • 15.03.2013, 17:09hBonn
  • Man stelle sich vor, Norbert Geis oder Erika Steinbach kämen mit schwulen Enkeln oder Söhnen an die Öffentlichkeit.

    Irgendwie finde ich den Gedanken reizvoll.
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#4 WolfieProfil
  • 15.03.2013, 17:40hVölklingen
  • Da sieht man mal wieder, wie wichtig es ist, dass sich Lesben und Schwule outen. Je mehr out sind, desto weniger Menschen sagen "ich kenn ja keinen, deshalb bin ich gegen Gleichberechtigung oder es interessiert mich einfach nicht". Wenn die eigene Familie oder der Freundeskreis betroffen sind, ändern sich solche Meinungen oft schnell.
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#5 RobinAnonym
  • 15.03.2013, 17:53h
  • So sehr ich mich auch über jeden freue, der seine homophobe Meinung ändert und sich dann auch öffentlich einsetzt, aber es bleibt doch ein fader Nebengeschmack:

    solange es um andere ging, war er strikt dagegen und wenn die eigene Familie betroffen ist, ist er auf einmal dafür. Das hat den Beigeschmack, dass man nur auf den eigenen Nutzen für sich und seine Familie achtet und die anderen Menschen eigentlich egal sind (was gerade bei einem Politiker eine falsche Haltung ist).
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#6 stephan
  • 15.03.2013, 18:02h
  • Ein positiver Sinneswandel, aber:

    Wenn immer nur diejenigen mit dem Nachdenken beginnen, die selber oder familiär 'betroffen' sind, gibt es wohl keine Mehrheiten! Wichtiger und dem Menschen angemessener wäre es, wenn man ohne eigene 'Betroffenheit' kraft seines Intellekts darauf käme, dass Minderheiten gleichzustellen sind!

    Der Apartheidsabschaum aber, der gestern wieder die Mehrheit im deutschen Parlament herbei genötigt hat, wird zu dieser intellektuellen Leistung nicht in der Lage sein!
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#7 MeineFresseAnonym
  • 15.03.2013, 19:04h
  • Lol der ist seinem Vater ja wie aus dem Gesicht geschnitten^^
    Ich finde es immer niedlich, wenn die Verwandtschaft zwischen Eltern und Kindern optisch so total deutlich ist.
    Und schön, dass der Vater sich für seinen Sohn entschieden hat. Respekt.
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#8 OliverZiAnonym
  • 15.03.2013, 19:52h
  • Irgendwie ist es vielen dieser konservativen Schreihälse "an den Hals zu wünschen" sich auch mal in Familie und engem Freundeskreis mit von Diskriminierungen (aller Art) betroffenen Menschen auseinanderzusetzen. Sei es nun ein schwuler Sohn, eine immigrierte Schwiegertochter oder was auch immer.

    Anders begreifen die ja nicht, dass das alles ganz normale Menschen sind. Wenn man versucht einem der rechteren CSU Abgeordneten etwas von der Lebenswirklichkeit von Homosexuellen zu erzählen winken die ab, bringen einen Stammtischspruch und gehen. Bei den eigenen Kindern können das nur die ganz Ignoranten, herzlosen und bösartigen. Und das sind selbst in der CSU die wenigsten.

    Meine Familie hatte keine Chance ihre Einstellung zu ändern. Weil es nicht nötig war. Da wurden schon vorher CSDs unterstützt und "Homokultur" gelebt. Was mir nicht gerade angenehm war zu mancher Zeit
    Aber wenigstens war das Outing dadurch nur Formsache - die wussten es ja eh schon, bevor ich mir sicher war
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#9 ErleuchtungAnonym
  • 15.03.2013, 20:09h
  • Es ist immer wieder herzig, wie die persönliche Perspektive plötzlich alles ändert. Haben die Leute wirklich so wenig Vorstellungskraft, dass sie zu diesen Erkenntnissen nicht auch einfach aus der Theorie kommen könnten? Die Indoktrination ist erschreckend hartnäckig.

    Man sollte doch erwarten, dass jeder irgendwen in seinem persönlichen Umfeld hat, der IRGENDEINER Minderheit angehört. Und wenn ich nicht will, dass DIESER ungerecht behandelt wird, wie kann ich dann so ignorant sein, das nicht auf die Bedürfnisse anderer Minderheiten zu übertragen, auch wenn ich mit denen nicht direkt konfrontiert bin? Auch jetzt wird er vermutlich seine Positionen gegenüber anderen Minderheiten beibehalten, weil DIE ihn ja nichts angehen.

    Auch wenn es sich um eine erfreuliche Meldung handelt, ist es immer noch irgendwie traurig.
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#10 Martin28a