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Eine Berliner Institution zieht um

Schwules Museum: Neueröffnung im Mai


Künftig mehr Platz auf 1.600 Quadratmetern: Das Schwule Museum zieht von Kreuzberg nach Tiergarten (Bild: Montage Schwules Museum)

Zum internationalen Tag gegen Homo- und Transphobie am 17. Mai eröffnet das Schwule Museum mit drei Ausstellungen sein neues Haus in der Lützowstraße 73 in Berlin-Tiergarten.

Nach dem sechsmonatigen Umbau einer ehemaligen Druckerei kann es bald losgehen: Das Schwule Museum bezieht im Mai seine neuen Räume, insgesamt 1.600 Quadratmeter verteilt auf drei Ebenen. Im Erdgeschoss befinden sich vier Ausstellungsräume und ein Café, das auch für Veranstaltungen genutzt werden kann. Im ersten Obergeschoss sind eine Präsenzbibliothek mit Rechercheplätzen für Nutzer sowie Büroräume und eine Werkstatt eingerichtet. In die klimatisierten Depots im Untergeschoss zieht der einmalige Archivbestand des Museums.

Neben der räumlichen Erweiterung bedeutet der Umzug zugleich auch eine thematische Erweiterung für das 1985 gegründete Haus: Das Schwule Museum wird verstärkt zu einem Ort, der über die Diversität von sexuellen Identitäten und Geschlechterkonzepten informiert.

Neue Interimsausstellung "Transformation"


Der Ausstellungsbetrieb am Mehringdamm wurde bereits zum 5. März eingestellt (Bild: Uwe Boek)

Eröffnet wird der neue Standort mit drei Ausstellungen. Die bisherige Dauerausstellung wird archiviert und stattdessen unter dem Titel "Transformation" eine Interimsausstellung bis Ende 2014 gezeigt. Die neue Dauerausstellung befindet sich derzeit noch in der Konzeptionsphase.

Im Zentrum der chronologisch angelegten Schau "Transformation" steht das große gesellschaftliche Thema der Geschlechterordnung und der Kämpfe um ihre Veränderung seit 1800. Die Ausstellung mit dem Schwerpunkt Deutschland ist eine assoziative Reise durch die vielen Transformationen, welche die LGBT-Communities und ihre Akteure in ihrer Geschichte durchlaufen haben. Die Exponate stammen überwiegend aus dem Sammlungsbestand des Schwulen Museums.

Zudem wird eine künstlerische Dokumentation zum Wandel des Museums selbst gezeigt. Die in New York arbeitende Künstlerin Johanna Jäger, der Berliner Architekturfotograf Tobias Wille und das international agierende und in Berlin ansässige Kunstunternehmen Benten Clay wurden vom Schwulen Museum gebeten, den Umzug fotografisch zu reflektieren.

Erste Sonderausstellung erinnert an Jochen Hass


Gemälde von Jochen Hass

Wechselnde Sonderausstellungen zur Kunst- und Zeitgeschichte werden sowohl die Interimsausstellung als auch später die geplante Dauerausstellung begleiten. Den Anfang macht die Ausstellung "Zwischen Tradition und Moderne – Frühe Gemälde von Jochen Hass 1950 bis 1955", zu sehen vom 18. Mai bis 19. August 2013.

Das Schwule Museum präsentiert erstmals die frühen Arbeiten des 1917 geborenen und 2000 gestorbenen Künstlers. Wie kaum ein anderer bildender Künstler seiner Generation hat er in dieser Zeit sein Schwulsein zum Thema seiner Kunst gemacht. Sein ganz individueller Ansatz stellt ihn in eine Reihe mit Künstlern wie Marcus Behmer, Hellmut Kolle, aber auch David Hockney und Robert Mapplethorpe.

Der Ausstellungsbetrieb am Mehringdamm wurde bereits zum 5. März 2013 eingestellt und wird am neuen Standort ab dem 18. Mai 2013 zu den bisherigen Öffnungszeiten (Mi-Mo 14-18h , Sa 14-19h , Di geschlossen) wieder aufgenommen. Die Bibliothek nimmt ihren Betrieb am 20. Mai 2013 zu veränderten Öffnungszeiten (Mo, Mi, Do, Fr 14-18h) wieder auf.

Der Umzug und die Erweiterung des Schwulen Museums werden gefördert durch den Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE), der Berliner Kulturverwaltung im Rahmen des Kulturinvestitionsprogramms (KIP) und der Stiftung Deutsche Klassenlotterie (DKLB). (cw/pm)



#1 FoXXXynessEhemaliges Profil
#2 Timm JohannesAnonym
#3 SamiroAnonym
  • 18.03.2013, 19:31h
  • Vielleicht sollten die einmal im Monat nen Saunatag oder so machen.
    Was ist mit good ol´ jack off parties?! Gibs die noch irgendwo?
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#4 Tim_ChrisProfil
  • 18.03.2013, 20:30hBremen
  • Werde ich auf meinen To-Do Plan setzen, wenn ich das nächste Mal in Berlin bin.
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#5 GerhardAnonym
#6 more stereotypedAnonym
  • 18.03.2013, 21:33h
  • neben den schleifchen fehlen aber unbedingt noch rosa rüschen, high heels usw. damit jedem männlich sozialisierten kind sofort klar wird, dass es mit schwulsein nie etwas zu tun haben will.
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#7 GerhardAnonym
#8 gratisberatungAnonym
  • 19.03.2013, 01:02h
  • besser wär die bezeichnung museum für schwule kunst und kulturgeschichte, oder so. schwules museum klingt so komisch. wie soll das schwul sein? ein gebäude, eine institution..wie soll man das verstehen?
    dann lieber etwas wie: homo sapiens sapiens homo - museum für schwule kunst und kulturgeschichte. abkürzung: hssh berlin
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#9 derHebie
  • 19.03.2013, 08:00h
  • Antwort auf #3 von Samiro
  • F... off! Sag mal gehts noch???

    In diesem Museum ist das, was wir Schwulen vielleicht irgendwann mal als unsere kulturellen Wurzeln ansehen sollten archiviert. Und Du möchtest da mal so ganz klischeehaft drauf abrotzen ja?

    Mann komm, klopp weiter die Fleischpeitsche und jubel den Rest Hirn auch noch raus.

    Ich habe in den Anfängen bei einem Berlinbesuch dieses Museum betreten und gemerkt was da für eine besondere Stimmung in der guten Berliner Luft lag. Und die Ausstellung hat mir gezeigt, dass Schwules Leben schon immer seinen mehr oder weniger offenen Platz in der Menschheit hatte. Und mit diesem Bewußtsein bin ich zurück in meine Provinz gefahren um zu einem emanzipierten, offen schwulen Mann heranzuwachsen, der für die Rechte eintritt, die wir heute haben und die die wir noch wollen.

    Weißtuwas? Kämpf doch mal auf ner JackOff Party für gleiche Rechte in der Ehe oder steuerliche Gleichstellung und so weiter. Geh in die erste Reihe auf dem Foto (Ja die Presse braucht man nun mal!!) Und dann reich in Deiner Familie diese Fotos rum und sag nett dazu: Guck mal, Ich w.... für unsere Rechte. Die werden so stolz auf Dich sein.
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#10 Tim_ChrisProfil