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Kardinal Keith O'Brien versprühte jahrelang sein Gift gegen Homo-Rechte, offenbar um seine eigene Homosexualität zu verbergen.

Kurz vor der Papstwahl gab der inzwischen zurückgetretene Kardinal Keith O'Brien sexuelle Übergriffe auf Priester in den 80er Jahren zu – aber er soll noch viel länger Untergebene belästigt haben.

Wie die Zeitung "Herald Scotland" berichtet, soll der zurückgetretene schottische Kardinal Keith O'Brien bei seiner Amtseinführung im Jahr 2003 einen Priester unsittlich berührt haben. Der Priester soll wie O'Brien aus Schottland stammen, arbeitet jetzt aber in London. Laut dem Bericht soll der Kirchenführer versucht haben, den Priester bei einer Feier von schottischen Vertretern im Vatikan zu begrabschen. Während des Vorfalls soll der Kardinal unter Alkoholeinfluss gestanden haben.

Das Opfer soll sich im vergangenen Jahr bei der vatikanischen Bischofskongregation über das Verhalten des Kardinals ein Jahrzehnt zuvor beschwert haben, woraufhin die Kirche unter Führung des kanadischen Kardinals Marc Ouellet Ermittlungen einleitete. Die Zeitung "Herald Scotland" berichtet weiter, dass die Kirche eigentlich O'Brien leise aus dem Amt drängen wollte. Als aber mehr Vorwürfe gegen den ranghöchsten britischen Katholiken erhoben wurden, trat O'Brien von selbst zurück.

O'Brien gab sexuelle Übergriffe zu

Der Kardinal hat Anfang März zugegeben, dass sein "sexuelles Verhalten unter die Standards fiel, die von mir als Priester, Erzbischof und Kardinal erwartet werden" (queer.de berichtete). Er kündigte daraufhin an, sich in sein Privatleben zurückziehen zu wollen. Nur wenige Tage vorher war bekannt geworden, dass O'Brien in den 1980er Jahren mehrere Seminaristen sexuell belästigt hatte (queer.de berichtete).

Der Vorfall hatte unter britischen Homo-Aktivisten Empörung ausgelöst, weil O'Brien als einer der erbittertsten Lobbyisten gegen die Gleichbehandlung von Schwulen und Lesben gilt. So hatte er 2012 die Homo-Ehe als "groteske Zersetzung eines allgemein akzeptierten Menschenrechts" bezeichnet und mit der Legalisierung von Sklaverei verglichen (queer.de berichtete). (dk)



Auch Westerwelle lobt Papst

Bundesaußenminister Guido Westerwelle (FDP) hat sich positiv über die Aussagen von Papst Franziskus zur Homosexualität geäußert.
#1 FoXXXynessEhemaliges Profil
  • 19.03.2013, 16:09h
  • Mal sehen, wieviele sich noch melden, welche von Eminenz "unsittlich berührt" wurden! Der Mann ist sowas von erledigt!
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#2 suspektAnonym
  • 19.03.2013, 16:28h

  • Mal davon abgesehen, dass er ein Paradebeispiel für verlogene Homophobie ist, finde ich die Wortwahl wie "unsittlich", "Opfer" eher ungünstig. Selbstverständlich tolerieren ich sexuelle Übergriffigkeit nicht, aber die Bilder, die so gezeichnet werden, fördern mal wieder den Eindruck des grenzenlosen schwulen Mannes, der keine Rücksicht nimmt und alles nageln will, was männlich und nicht bei drei auf den Bäumen ist.

    Oder wie seht ihr das?
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#3 YannickAnonym
  • 19.03.2013, 17:21h
  • Wer am lautesten quietscht, will geölt werden.

    Wie immer bei der Kirche: mit ihrer Hetze wollen die nur von sich selbst ablenken.
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#4 daVinci6667
  • 19.03.2013, 19:28h
  • Antwort auf #2 von suspekt

  • "fördern mal wieder den Eindruck des grenzenlosen schwulen Mannes, der keine Rücksicht nimmt und alles nageln will, was männlich und nicht bei drei auf den Bäumen ist."

    Das Problem liegt darin den Leser zum differenzieren zu bringen. Wer seinen sexuellen Trieb auf Teufel komm raus unterdrücken muss, wie es das Zölibat nun mal verlangt, muss sich nicht wundern wenn einer Übergriffig wird. Das entschuldigt keine seiner Taten. Vielmehr trägt die kath. Kirche erhebliche Mitschuld!

    Ich wüsste nicht wie ich drauf wäre, wenn ich ein Leben lang aus Sex verzichten müsste und nicht mal wichsen darf. Da wird Mann wahnsinnig oder zum Triebtäter!
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#5 Nicht SuspektAnonym
#6 antos
#7 schwarzwaldbub
  • 20.03.2013, 01:53h
  • Schadenfreude bleibt natürlich die aller schönste Freude, da kann der Herr Kardinal O'Brien ja froh sein, dass es ein Bußsakrament gibt - und die Sakramente, die er unwürdig seinen Schäflein gespendet hat, nicht unwirksam waren - wer weiß schon, wo seine Hände vor Spendung der Kommunion überall gewesen sind?. Immerhin hat er keine kleinen Kinder durchgehauen wie der gruselige Bischof Mixa.

    Die ganze Sache wird aber schon ziemlich hoch gehängt. Keith O'Brien hat ja (hoffentlich) niemanden vergewaltigt oder getötet oder eine Bank ausgeraubt. Klar, sexuelle Übergriffe sind nicht zu dulden, insbesondere, wenn ein Machtgefälle besteht. Aber das Galama passt perfekt zur Prüderie unserer Zeit.

    Komisch, dass man nie etwas über Priester hört, die sich durch beherztes Klatschen auf Klosterfrauen-Hintern unbeliebt gemacht haben oder Ministrantinnen gerne aus dem Chorhemd helfen. Sind die Junx etwa wirklich alle schwul und der Zölibat nur eine Coming-Out-Bremse? Und im Suff machen sich die Prälaten über die jungen strammen Priesteranwärter her?

    Der neue Bischof von Rom ist womöglich nur ein Grüßaugust, der mit zur Schau gestellter Bescheidenheit von einem riesen Saustall ablenken möchte? Italiens größer Gay-Club soll ja in einer Immobilie der Kirche untergebracht sein...

    Irgendwie ist mir bei dem Thema unwohl: Katholische Klemmschwestern sagen dann so Sachen wie dass "(sein) sexuelles Verhalten unter die Standards fiel, die von mir als Priester, Erzbischof und Kardinal erwartet werden". Soll das etwa eine Entschuldigung sein? Ich weiß zwar nicht, ob O'Brien so einfach aussteigen kann, aber er sollte sich einfach mal einen schönen Fick gönnen, damit er auf andere Gedanken kommt...
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