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Weißrusslands Präsident Alexander Lukaschenko sieht sich als Opfer des "schwulen" Westens

Der weißrussische Staatschef erklärt seine Welt: Schwule wie den deutschen Außenminister kann er nicht leiden, dagegen "vergibt" er Lesben ihre sexuelle Orientierung.

In einem Interview mit dem russischen Staatssender RT hat Weißrusslands autoritär regierender Präsident Alexander Lukaschenko am Montag auf seine berufliche Beziehung zum schwulen deutschen Außenminister Guido Westerwelle Stellung genommen und dabei erneut homophobe Thesen von sich gegeben.

Lukaschenko hatte 2010 bei einem Treffen mit dem FDP-Politiker gefordert, schwule Männer in Bauernhöfen zu internieren (queer.de berichtete). Jetzt erklärte der "letzte Diktator Europas" (Westerwelle), dass er zum Zeitpunkt des Treffens nichts über die sexuelle Orientierung Westerwelles wusste: "Ich hatte zu der Zeit keine Ahnung. Meine Mitarbeiter haben das in ein Memo geschrieben, aber ich habe es nicht fertig gelesen."

Lukaschenko bekräftigte in dem Interview, dass er von schwulen Männern nicht viel halte: "Den Frauen vergebe ich ihr Lesbentum, aber Männern nie im Leben ihr Schwulsein. Die Frauen werden lesbisch, wenn wir Männer erbärmlich sind." Er habe das Thema auch beim Gespräch mit Westerwelle nicht selbst angesprochen, sondern es sei ihm von einer polnischen Delegation aufgedrängt worden.

Ferner sagte Lukaschenko, die Europäische Union wolle Weißrussland kontrollieren und gehe deshalb politisch gegen ihn vor. In diesem Zusammenhang lobte er den kürzlich verstorbenen venezolanischen Präsidenten Hugo Chavez, der ebenfalls vom Westen bedroht werde. Die Chavez-Partei betreibt wie Lukaschenko in Venezuela eine homophobe Diffamierungskampagne gegen politische Gegner (queer.de berichtete).

"Ich mag keine Schwuchteln!"

Lukaschenko regiert Weißrussland seit rund zwei Jahrzehnten mit eiserner Hand und hat bereits wiederholt Stimmung gegen Homosexuelle gemacht. So wurde der 58-Jährige 2011 in einem Fernsehinterview sehr deutlich, als er sagte: "Ich mag keine Schwuchteln!" (queer.de berichtete). Er erklärte darüber hinaus, er habe Westerwelle geraten, ein "normales Leben" zu führen. "Wir leben in einer demokratischen Gesellschaft. Und ich bin der Präsident und habe ein Recht, meine Ansichten zu äußern. Ich habe ihm das ehrlich gesagt und ihm dabei in die Augen geschaut." Im Oktober 2011 hatte er sich dafür halbherzig entschuldigt: "Westerwelle hat es mir übel genommen, dass ich die Homosexualität nicht gutheiße… Meine Worte haben ihn verletzt. Ich bereue immer noch, was ich gesagt habe" (queer.de berichtete).

In Weißrussland ist Homosexualität zwar seit 1994 legal, gilt aber wie in Sowjetzeiten als Tabuthema. Gleichgeschlechtliche Paare werden nicht anerkannt und es gibt keinen Schutz gegen Diskriminierung. Schwul-lesbische Einrichtungen werden vom Regime meist nicht geduldet. In den letzten Monaten ist die Staatsmacht mit mehreren Razzien gegen Veranstaltungen von Homosexuellen vorgegangen (queer.de berichtete). (dk)



#1 ClaasAnonym
  • 20.03.2013, 11:54h
  • "Lukaschenko: "Erbärmliche" Männer machen Frauen lesbisch"

    Ich kenne das anders:
    Erbärmliche Männer müssen als Diktatoren ihr Volk unterdrücken und dumm halten, um ihre Minderwertigkeitskomplexe zu verbergen...
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#2 smear campaignAnonym
#3 WellblechAnonym
  • 20.03.2013, 12:11h

  • Lol ist der blöd. Dann müsste ich bei erbärmlichen Männern wie Lukashenko Hetero werden :-D

    Angenommen man geht abends aus und in der Bar sind nur Lukashenkos und Frauen...ich würde den Abend einfach auf Sex verzichten.
    Meine Hände und jede Menge Fantasien über sexy Männer bringen mir mehr Spaß als realer Sex mit Frauen. ( Dazu muss ich auch nicht ausprobieren wie Sex mit Frauen ist um das beurteilen zu können)
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#4 JadugharProfil
  • 20.03.2013, 12:12hHamburg
  • Wahrscheinlich schließt Lukaschenko von sich auf andere und gehört einer speziellen Gattung an, wo sein Wissen über Homosexualität auf ihn selbst zutrifft. Jedenfalls konnte ich persönliche solche Aussagen nicht wissenschaftlich nachweisen oder bestätigen, weil mir solche Exemplare noch nicht unter meine Finger gekommen sind. Normalerweise resultiert das Wissen aus einer kritischen Beobachtung. Hat Lukaschenko diese Erkenntnisse aus derartigen Beobachtungen gewonnen? Ist seine Frau etwa lesbisch geworden, weil er erbärmlich ist? Kann er seine Aussagen durch Beispiele nachweisen? Kann man seine Aussagen im Experiment wiederholen? Wenn nicht, dann ist Lukaschenko ein weltfremder Politiker, der es nicht verdient Politiker zu sein, da man auch als Politiker sich an Tatsachen halten muß.
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#5 m123Anonym
  • 20.03.2013, 12:29h
  • Seit wann nimmt man die Worte eines offenbar geisteskranken Diktators ernst und berichtet darüber?

    Bitte geht im September zur Bundestagswahl und wählt weder CDU/CSU noch FDP, wenn ihr keine Bürger zweiter Klasse mehr sein wollt. Vier weitere Jahre schwarz-gelb wären vier weitere Jahre staatliche Diskriminierung.

    Im Sommer wird das Thema Ehe für gleichgeschlechtliche Paare nochmal an Dynamik gewinnen, wenn Frankreich die Ehe geöffnet hat, wenn die USA die Ehe per Oberstem Gerichtshof öffnen wird und wenn das Bundesverfassungsgericht uns steuerrechtlich gleichstellt und die Union sich zutiefst blamiert hat. Vielleicht werden im Sommer auch Großbritannien und andere Länder die Ehe öffnen oder geöffnet haben. Kolumbien, Uruguay und Neuseeland sowie Brasilien und Mexiko sind weitere heiße Kandidaten wo es ebenfalls diesen Sommer passieren könnte.
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#6 Thorsten1Profil
  • 20.03.2013, 12:33hBerlin
  • Und dabei hat gerade Weißrussland besonders schöne Männer: schlank, blond, lieb, bescheiden, nicht zickig, nicht so agressiv wie in benachbarten Ländern, kaum Kriminalität. Wer Russisch spricht und sich diskret verhält, für den kann Weißrussland ein Reiseland voller Überraschungen sein...
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#7 hypathiaProfil
  • 20.03.2013, 12:36hBaden
  • Wenn ich mir vorstelle, es gäbe nur solche Männer wie diesen Vollpfosten, dann würde es mich nicht wundern, wenn alle Frauen lesbisch würden!
    Der ist nicht nur ein widerlicher alter Sack, sondern auch noch strohdumm!
    Wahrscheinlich ist er so gereizt, weil er weder eine Frau noch einen Mann abkriegt
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#8 Timm JohannesAnonym
  • 20.03.2013, 12:41h
  • Tja Weißrussland ist wirtschaftlich total am Boden unter Lukaschenko, wenn da nicht immer wieder das benachbarte Russland helfen würde, wären die Menschen dort schon fast am Verhungern.

    Lukaschenkos Politik fürht Weißrussland in den wirtschaftlichen Abgrund.

    Politisch ist eine reinste Diktatur und schlimm, dass dies Mitten in Europa immer noch möglich ist, dass sich solche Diktatoren halten können.
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#9 FennekAnonym
  • 20.03.2013, 12:44h
  • Hätte diese Witzfigur nicht so viel Macht, würde sich jeder nur noch über dieses arme Würstchen kaputt lachen...
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#10 greengreeneye
  • 20.03.2013, 12:56h
  • Na, mein lieber Herr Westerwelle, da muss man sich als deutscher Außenminister von den letzten Halunken wegen seiner Homosexualität diffamieren lassen und Zuhause stimmt man mit seiner Regierungspartei immer noch nicht für die komplette rechtliche Gleichstellung von Homosexuellen?
    Ich weiß mal wieder nicht, wie man es ihnen und ihren Gefolgsgenossen beibringen kann, wie wichtig das ist.
    Und neben bei gefragt, wer ist da für uns das größer A....loch?
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