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Arsenij Jazenjuk lehnt Homo-Rechte ab, weil sie seinem katholischen Glauben widersprechen (Bild: Wiki Commons / Aleksandr Andreiko / CC-BY-SA-3.0)

Der ukrainische Oppositionsführer enttäuscht Homo-Aktivisten: Arsenij Jazenjuk, Chef der Allukrainischen Vereinigung "Vaterland" hat sich gegen die rechtliche Anerkennung von Homo-Partnerschaften ausgesprochen.

Der frühere Außenminister, der in Abwesenheit der inhaftierten Parteiführerin Julia Timoschenko die Führung der Opposition übernommen hat, wurde von einem westukrainischen Homo-Aktivisten gefragt, ob er gleichgeschlechtliche Beziehungen legalisieren wolle. Dem erteilte Jazenjuk eine klare Absage: Er weise die Gleichbehandlung insbesondere aus religiösen Gründen zurück. "Unabhängig davon kann ich Ihnen als Christ und Anhänger der griechisch-katholischen Kirche Folgendes sagen: Ich unterstütze die Homo-Ehe nicht."

Auch die autoritär regierende "Partei der Regionen" von Präsident Viktor Janukowitsch gilt als äußerst homophob. Sie hat ein Gesetz nach russischem Vorbild auf den Weg gebracht, das "Werbung" für Homosexualität untersagen soll (queer.de berichtete). Das Gesetz sieht Haftstrafen von bis zu fünf Jahren und hohe Geldstrafen für die Einfuhr oder Herstellung von Produkten vor, die zur Verbreitung von "Propaganda für Homosexualität" beitragen.

Einzige Hoffnung für Homo-Aktivisten ist die drittgrößte ukrainische Partei UDAR des populären Boxers Vitali Klitschko. Die liberale Partei hat offen das Gesetz gegen "Homo-Propaganda" attackiert (queer.de berichtete). (dk)



#1 FoXXXynessEhemaliges Profil
#2 Simon HAnonym
  • 20.03.2013, 17:09h
  • "Arsenij Jazenjuk lehnt Homo-Rechte ab, weil sie seinem katholischen Glauben widersprechen"

    Immer wieder sind es die Religionen, die Hass über die Welt bringen...

    Ich glaube, ohne Religionen wäre die Welt ein friedlicherer, glücklicherer Ort!!
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#3 Aus Bad HomburgAnonym
  • 20.03.2013, 17:44h
  • Ich vermute, diese Frage über Homo-Ehe war eher provokativ gemeint oder gar im voraus zwischen dem Politiker und dem Journalisten "vereinbart". Oder diskutiert in der Tat jemand darüber ernst in so einem schwulenfeindlichen Land wie die Ukraine ? Wohl kaum. Eher war das alles für den Oppositionsführer eine perfekte Möglichkeit seine negative Haltung zur Homosexualität und Schwulenrechten im allgemeinen an die ukrainische Öffentlichkeit während der immer noch nicht ganz abgeschlossenen Debatten über "Homopropaganda-Gesetz" zu übermitteln, ohne dabei das direkt zu besprechen müssen, und so in den westlichen Medien Reputation eines Gegendemokraten zu bekommen. Für schwulenfeindliche Politiker ist Homo-Ehe und ganz besonders Homo-Adoption immer ein perfektes Alibi, um ihre generelle Ablehnung der Homo-Rechte zu bekräftigen.
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