Service   Gewinne   Jobs   Newsletter   Bild des Tages   Presseschau   Partner   Gay Hotels
Queer.de - das schwul-lesbische Magazin
 Community | CSD-Termine
Suche:  (News-Übersicht)
 
Login (Nick / Passw.):  (Registrieren)
  Autologin  
 Home || Politik | Szene | Boulevard | Blog | Meinung | Glaube | Lifestyle | Reise | Kultur | Buch | CD | DVD | Liebe | TV-Tipps || Galerie
  • 23.03.2013           44      Teilen:   |

Gesetzentwurf vorgelegt

Grüne wollen "Therapien" gegen Homosexualität verbieten

Artikelbild
Statement auf einem CSD: "Therapien" gegen Homosexualität sind nicht nur nutzlos, sondern auch schädlich

"Heilungsversuche" von schwul-lesbischen Jugendlichen sollen mit Geldbußen von mindestens 500 Euro bestraft werden.

Die Grünen wollen Therapien verbieten, die Jugendliche angeblich von ihrer Homosexualität "heilen". Wie die "Saarbrücker Zeitung" am Samstag berichtet, geht dies aus einem Gesetzentwurf der Bundestagsfraktion hervor. Verstöße wollen die Grünen mit einer Geldbuße von mindestens 500 Euro ahnden. Der Gesetzentwurf soll in Kürze beraten werden.

"Es gibt in Deutschland zahlreiche Angebote aus der religiös-fundamentalen Ecke, die vorgeben, Homosexuelle von ihrer Orientierung heilen zu können", erklärte der parlamentarische Geschäftsführer der Grünen Volker Beck. In dem Gesetzentwurf werden konkret "Wüstenstrom", die "Offensive Junger Christen", der "Bund katholischer Ärzte" und das "Deutsche Institut für Jugend und Gesellschaft" mit seiner Vorkämpferin Christl Vonholdt genannt.

Fortsetzung nach Anzeige


Grüne: Generelles Verbot mit Grundgesetz unvereinbar

Wenigstens Kinder und Jugendliche müssten vor diesen Reperativtherapien geschützt werden, so Beck. "In fundamentalistischen Kreisen wird oftmals Druck auf Jugendliche ausgeübt, sich solchen Programmen zu stellen", erklärte der schwule Abgeordnete. Ein generelles Verbot von "Homoheilungs-Therapien" sei aus verfassungsrechtlichen Gründen in Deutschland aber nicht möglich.

Beck betonte weiter, diese Therapien würden nicht nur nichts bewirken, "sondern haben vor allem ein erhebliches, gesundheitliches Risiko". Laut Gesetzentwurf gibt es Untersuchungen, wonach bei der Mehrzahl der so behandelten Menschen schädliche Effekte wie "Ängste, soziale Isolation, Depressionen bis hin zum Selbstmord" auftraten.

Zuletzt hatten mehrere US-Bundesstaaten "Reperativtherapieen" an Minderjährigen verboten. In Deutschland verteidigen sich die Organisationen, man biete die Hilfe nur denjenigen an, die sie suchten. (ots/cw)

Links zum Thema:
» Der Gesetzentwurf der Grünen als PDF
» Gutachten des Wissenschaftlichen Diensts des Bundestags zum Therapieverbot in Kalifornien
» Gutachten zur Verfassungsmäßigkeit eines Therapieverbots in Deutschland
Kommentare: Selbst kommentieren | Bisher 44 Kommentare | FB-Debatte
Teilen: 818             17     
Service: | pdf | mailen
Tags: ex-gay, homoheiler, konversionstherapie
Schwerpunkt:
Unterstützen:
  |   Überweisung / Abo / weitere Infos

Reaktionen zu "Grüne wollen "Therapien" gegen Homosexualität verbieten"


 44 User-Kommentare
« zurück  12345  vor »

Die ersten:   
#1
23.03.2013
15:27:46


(+16, 16 Votes)

Von Side-FX23


Ganz schön merkwürdig, dass man so etwas nicht verbieten kann! Nur weil es "Gehirnjogging" der Katholiban ist? Drogen kann man ja auch als gesundheitsschädlich einstufen und verbieten!

Und eine Strafe von 500,- ist meines Erachtens als Dank für ein verpfuschtes Leben viel zu gering!


Antworten | Kommentar schreiben | Direktlink zu diesem Kommentar
 
#2
23.03.2013
15:34:45


(+11, 13 Votes)

Von Thank You


Herr Beck macht immer wieder so unnachahmlich deutlich:

Der bürgerliche Staat bietet KEINEN wirkungsvollen Schutz für die Opfer, sondern immer nur für die Täter. Die Geschichte zeigt: Das hat als Instrument der herrschenden Klasse zur Aufrechterhaltung ihrer Macht ganz besonders in einer sich verschärfenden, historischen (und eigengesetzlichen) Krise Methode.

Sie hat selbstverständlich keinerlei Interesse daran und wäre auch gar nicht dazu in der Lage, religiöser Hetze, Vergewaltigung, Vernebelung und Unterdrückung jemals die gesellschaftliche Grundlage zu entziehen.

Sie braucht die Spaltung der breiten Masse der lohnabhängigen Menschen nach Nation, Religion, "Hautfarbe", geschlechtlicher und sexueller Identität usw. wie die Luft zum Atmen.

Claudia Roth formulierte das kürzlich so:

"Und auch der Gesellschaft kann es nicht egal sein, was aus der Katholischen Kirche wird. Sie braucht eine Kirche, die mithilft, das Gemeinwesen zusammen zu halten."

Daher:

"ein generelles Verbot von "Homoheilungs-Therapien" sei aus verfassungsrechtlichen Gründen in Deutschland aber nicht möglich."

und auch immer:

" Die Rechte der Kirchen und Religionsgemeinschaften bleiben von dieser gesetzlichen Neuregelung unberührt."

Link zu www.queer.de


Antworten | Kommentar schreiben | Direktlink zu diesem Kommentar
 
#3
23.03.2013
16:11:23


(+3, 13 Votes)

Von goddamn liberal
Antwort zu Kommentar #2 von Thank You


"Der bürgerliche Staat bietet KEINEN wirkungsvollen Schutz für die Opfer, sondern immer nur für die Täter. "

Die Geschichte der Sowjetunion seit Stalin zeigt, dass 'nichtbürgerliche' Staaten auch keine Schutzgarantie sind. Da gab es für unsereinen bisweilen Gefängnis und Psychiatrie, wie in vielen 'bürgerlichen' Staaten auch.

Das Problem ist wohl eher ein falscher Begriff von Bürgerlichkeit, der Kirchenrechte über Bürgerrechte und soziale Rechte stellt.

'Therapien' sind keine Gottesdienste und haben mit Religionsfreiheit nichts zu tun. Genauso wie andere unlautere medizinische Praktiken verboten werden können, kann man auch Vonholdt u. Co. mit ihren Auslöschungsbetrebungen angehen - wenn man denn will.

Dass die strukturell reaktionäre und geistig eher bescheidene Papstbejublerin Claudia Roth das nicht will, ist natürlich auch klar.


Antworten | Kommentar schreiben | Direktlink zu diesem Kommentar
 
#4
23.03.2013
16:12:09


(+13, 13 Votes)

Von small


"Es gibt in Deutschland zahlreiche Angebote aus der religiös-fundamentalen Ecke... ... "Bund katholischer Ärzte"

Jedem Arzt der sich dafür hergibt, gehört die Zulassung entzogen!!!
Gehts noch? Die reden sich bei der Pille danach noch raus, Ok, dass kann man evt. Noch als Geewissensentscheidung durch gehen lassen, aber als Arzt aktiv Schwule heilen zu wollen....
DAS GEHT GAR NICHT!!!


Antworten | Kommentar schreiben | Direktlink zu diesem Kommentar
 
#5
23.03.2013
16:26:34


(+4, 16 Votes)

Von always the same
Antwort zu Kommentar #3 von goddamn liberal


ach, dein immer wieder aus der mottenkiste hervorgeholter stalin-trick ist inzwischen auch alt.

auf diesen plumpen antikommunismus fällt doch bald niemand mehr herein.

damit willst du weiterhin - wie die herrschende klasse auch - den falschen (!) anschein erwecken:

es gibt angeblich keine alternative zu einer gesellschaft, die auf ausbeutung, profitmaximierung und unterdrückung im interesse einiger weniger basiert und die breite masse der lohnsklaven eben diesen vermeintlich natur- (oder gott!) gegebenen zwängen unterwirft.

dabei ist gerade das die objektive gesellschaftliche basis für religiöse und kirchliche vernebelung und unterwerfung.

gleiches gilt für die reproduktionsverhältnisse, die geschlechterordnung und die sexuelle unterdrückung.

du zeigst also wieder einmal selbst, wie weit her es letztlich mit deiner "religionskritik" ist.


Antworten | Kommentar schreiben | Direktlink zu diesem Kommentar
 
#6
23.03.2013
16:28:50


(+9, 11 Votes)

Von bastapapsta
Profil nur für angemeldete User sichtbar


Zu berechtigter Kritik kam es, als 2008 auf dem evangelikalen "Jugendkongress" "Christival" Scharlatane des OJC, als Teil des Programms ein "Workshop" dieser "Heiler" geplant war. Was bedebklich ist, dass dieses evangelikale Festival durch das Familienministerium unter der damaligen Familienministerin Von der Leyen mit 250.000 Steuergeldern finanziert worden war. Von der Leyen wollte den Bürgern damals allen ernstes weis machen, dass dort wertvolle Jugendarbeit" geleistet werden würde. Als das "Christival" wegen dieser abstrusen "Seminare" in die öffentliche Kritik geriet, stellte die evangelische Kirche sich hinter die Initiatoren dieser damals in Bremen stattgefundenen Veranstaltung. Es gab gleichzeitig dort Demonstrationen, wobei gewaltsam durch sog. Christival "Ordner" gegen die Demonstranten vorgegangen wurde. Dank dieser "Ordner" wurde die Presse abedrängt, um so später behaupten zu können, es seien lediglich die Demonstranten gewesen, welche gewaltsam gewesen wären. Insbesondere, wenn dieser " Jugendkongress" das nächste mal stattfindet, sollte er zum einen intensiv beobachtet werden, zum anderen ist dafür zu sorgen, dass keine staatlichen Gelder mehr an die Organisation Chritival gezahlt werden.

Wer das Christival kritisch kommentieren möchte, vielleicht möchtet ihr hier einmal euere Meinung sagen

Link zu www.facebook.com


Antworten | Kommentar schreiben | Direktlink zu diesem Kommentar
 
#7
23.03.2013
16:49:05


(+11, 11 Votes)

Von Yuuki83
Aus Altdorf (Bayern)
Mitglied seit 01.07.2011


Dazu sollte es folgende Änderungen im StGB geben:

§224 StGB - Gefährliche Körperverletzung
(1) Wer die Körperverletzung
6. mittels einer die körperliche oder seelische Gesundheit des Opfers beeinträchtigenden medizinischen Behandlung billigend in Kauf nehmend
begeht, wird mit Freiheitsstrafe von sechs Monaten bis zu zehn Jahren, in minder schweren Fällen mit Freiheitsstrafe von drei Monaten bis zu fünf Jahren bestraft.

Damit wäre auch §227 StGB - Körperverletzung mit Todesfolge damit verknüpft, damit man Menschen, die andere damit in den Suizid getrieben haben entsprechend bestrafen kann.
Desweiteren muss sichergestellt werden, dass entsprechenden "Therpeuten" in einem solchen Fall die Probation lebenslänglich entzogen wird.


Antworten | Kommentar schreiben | Direktlink zu diesem Kommentar
 
#8
23.03.2013
17:00:19


(-5, 15 Votes)

Von seb1983
Profil nur für angemeldete User sichtbar
Antwort zu Kommentar #5 von always the same


Da gibts auch nichts zum reinfallen, es falsifiziert einfach deine These vom "bürgerlichen" Staat denn andere machen es auch nicht besser sondern eher noch schlechter.
Diskriminierung und Gleichstellung haben nämlich wenig mit dem Herrschafts- und Wirtschaftssystem zu tun.
Es wird ja so gerne von den paradiesischen Zuständen für Schwule in der Antike geschwärmt. Gleichzeitig wurden fleißig Sklaven gehalten, von Frauenrechten etc. gar nicht erst zu reden.
Andererseits hatten die "realsozialistischen" Staaten kein Problem damit sich eine Bonzenklasse zu halten und Schwule in den Knast zu werfen, lange nach Stalin, teils bis heute, nur ohne religiösen Unterbau sondern als dekadentes Relikt eben deiner "bürgerlichen" Gesellschaft.


Antworten | Kommentar schreiben | Direktlink zu diesem Kommentar
 
#9
23.03.2013
17:51:17


(+9, 15 Votes)

Von always ultra
Antwort zu Kommentar #8 von seb1983


"Diskriminierung und Gleichstellung haben nämlich wenig mit dem Herrschafts- und Wirtschaftssystem zu tun."


Antworten | Kommentar schreiben | Direktlink zu diesem Kommentar
 
#10
23.03.2013
18:08:40


(+7, 9 Votes)

Von TheDad
Profil nur für angemeldete User sichtbar
Antwort zu Kommentar #2 von Thank You


Um etwas als "Heilung" zu verkaufen bedürfte es einer Krankheit..

Homosexualität ist aus der Liste der Krankheiten der WHO gestrichen..

Andererseits ist es in Deutschland nur Ärzten und Personen die eine Befähigung nach dem Heilprakitkergesetz nachgewiesen haben erlaubt eine "Behandlung" vorzunhemen, die keinesfalls immer mit einer "Heilung" endet..

Es ist Ärzten und Heilpraktikern auch verboten für eine bestimmte Behandlung Werbung zu machen..

Mir geht der Entwurf da nicht weit genug..
Allein für die Werbung muß hier ein Bußgeld bis zu 250.000 Euro zugunsten von Vereinen die sich um LGBT-Jugendliche kümmern, ausgesprochen werden..

Wer Werbung für etwas macht, das es nicht gibt, begeht darüberhinaus einen Betrug im Sinne des STGB, und kann daher auch jetzt schon zu Haftstrafen verurteilt werden..

Ärzte, Psychiater und Heilpraktiker die solche "Heilungen" anbieten müßen die Zulassung verlieren, und zusätzlich zu Schadensersatz verurteilt werden..

Die Aussage von Fr.Roth stimmt nur im ersten Satz :
"Der Gesellschaft kann es nicht egal sein, was aus der Katholischen Kirche wird"..

Und das gilt für alle Kirchen in Deutschland und Europa, von denen es so viele gibt, das Mann sie gar nicht alle kennt..

Der Einfluß der Kirchen auf die gesellschaftliche Entwicklung muß gebrochen und die Kirchen kontrolliert werden, und dort, wo sie gegen die Menschenrechte und das Grundgesetz verstoßen müßen sie auch bestraft und verboten werden..

Das gebieten die Freiheitsrechte eines jeden einzelnen Menschen..


Antworten | Kommentar schreiben | Direktlink zu diesem Kommentar
 
« zurück  12345  vor »


 POLITIK - DEUTSCHLAND

Top-Links (Werbung)

 POLITIK



Anderswo
Bild des Tages
Aktuell auf queer.de
Fünf Gründe für einen Ausflug nach Amsterdam Hedwig von Beverfoerde tritt aus CDU aus Sachsen: Alle außer AfD begrüßen Sexualkunde-Leitlinien IS soll mutmaßlichen Schwulen in Syrien exekutiert haben
 © Queer Communications GmbH 2016   Unternehmen | Team | Mediadaten | Logos | Impressum / AGB | Spenden | Kontakt