Service   Gewinne   Jobs   Newsletter   Bild des Tages   Presseschau   Partner   Gay Hotels
Queer.de - das schwul-lesbische Magazin
 Community | CSD-Termine
Suche:  (News-Übersicht)
 
Login (Nick / Passw.):  (Registrieren)
  Autologin  
 Home || Politik | Szene | Boulevard | Blog | Meinung | Glaube | Lifestyle | Reise | Kultur | Buch | CD | DVD | Liebe | TV-Tipps || Galerie
  • 25.03.2013           40      Teilen:   |

Köln

Rechtsextremer Lokalpolitiker beleidigt Volker Beck

Artikelbild
Jörg Uckermann engagiert sich für die rechtsextremen Parteien "Pro Köln" und "Pro NRW". (Bild: Screenshot Pro-NRW-Video)

Ratsherr Jörg Uckermann hat den schwulen Bundestagsabgeordneten Volker Beck wegen seiner Homosexualität angegriffen – der grüne Politiker hat Anzeige erstattet.

Jörg Uckermann, der für die rechtsextreme Partei "Pro Köln" in der Domstadt im Stadtrat sitzt, hat Volker Beck in einer Rede vor Flüchtlingsheimen als "warmen Bundestagsabgeordneten" diffamiert und weitere Anspielungen auf die Homosexualität gemacht, berichtet der "Kölner Stadtanzeiger". So hat Uckermann unter anderem erklärt, dass Beck wisse, "wie man sich von hinten nach vorne durcharbeitet".

Anlass für die Äußerungen waren drei Demonstrationen der Rechtsextremen vor Asylbewerberheimen in Köln. "Pro Köln" hatte am Samstag in den Stadtteilen Poll, Zollstock und Weiden gegen die Präsenz von ausländischen Flüchtlingen demonstriert. Den rund 40 Anhängern der Extremisten standen hunderte Gegendemonstranten gegenüber, darunter viele Mitglieder der Piraten und der Grünen. Uckermann bezeichnete die Gegendemonstranten als "rot-grüne SA". Es kam vereinzelt zu Zusammenstößen zwischen den Gruppen. Die Polizei nahm sechs linke Gegendemonstranten in Gewahrsam, weil sie Tomaten und Böller auf die Rechtsextremisten geworfen hatten.

Fortsetzung nach Anzeige


Beck: "In Köln ist kein Platz für Rassisten"

Volker Beck (Grüne) hat seinen Wahlkreis im Westen Kölns
Volker Beck (Grüne) hat seinen Wahlkreis im Westen Kölns

Beck hatte im Vorfeld mit scharfen Worten die Aktion von "Pro Köln" kritisiert: "In Köln ist kein Platz für Rassisten, egal welcher Couleur! Die Pro-Bewegung, die Bürgerbewegung ohne Bürger, hetzt gegen Kölner Bürgerinnen und Bürger, die zu uns geflohen oder eingewandert sind, in einer unerträglichen Art und Weise. Das werden wir nicht hinnehmen!".

"Pro Köln" ist eine 1996 gegründete Wählergruppe mit Verbindungen in die Neonazi-Szene. Sie wird vom nordrhein-westfälischen Verfassungsschutz beobachtet und widmet sich in der Domstadt insbesondere dem Kampf gegen den Bau einer Moschee. Zu ihren Gegnern gehören neben Muslimen auch andere Ausländer, darunter insbesondere Asylbewerber, und Homosexuelle. So hat die Wählergruppe die Gleichstellung von Schwulen und Lesben kritisiert, weil dies Heterosexuelle zur Homosexualität verführen könne: "Pro Köln" befürchtet auf seiner Website, dass es dann zu "'taktischen' gleichgeschlechtlichen Lebensgemeinschaften" kommen könne. Der Ableger "Pro München" musste bereits wegen homophober Hetze eine Geldstrafe bezahlen (queer.de berichtete).

Uckermann bereits mehrfach verurteilt

Obwohl die Rechtsextremisten gegen "kriminelle Ausländer und abgelehnte Asylbewerber" kämpfen, nehmen sie es offenbar mit dem Gesetz selbst nicht so genau: So saß Uckermann im vergangenen Jahr einen Monat lang wegen Betrugs in Untersuchungshaft, weil er Geld für Fraktions- oder Arbeitskreissitzungen kassiert haben soll, die nie stattgefunden haben.

2009 wurde Uckermann zudem wegen Körperverletzung zu einer Geldstrafe verurteilt. Er hatte eine am Boden liegende Frau mit Migrationshintergrund getreten. Auch in einer gerichtlichen Auseinadersetzung mit Volker Beck zog Uckermann bereits im vergangenen Jahr den Kürzeren: Er wurde zu einer Geldstrafe verurteilt, weil er Beck als "Müsli-Nazi" und "Gauleiter" diffamiert hatte. (dk)

Kommentare: Selbst kommentieren | Bisher 40 Kommentare | FB-Debatte
Teilen: 218             4     
Service: | pdf | mailen
Tags: grüne, köln, volker beck, pro köln
Schwerpunkte:
 Volker Beck
Unterstützen:
  |   Überweisung / Abo / weitere Infos

loading...

Reaktionen zu "Rechtsextremer Lokalpolitiker beleidigt Volker Beck"


 40 User-Kommentare
« zurück  1234  vor »

Die ersten:   
#1
25.03.2013
12:08:40


(0, 18 Votes)

Von Timm Johannes


Sehr gute Entscheidung von Herrn Beck und hoffentlich gibt das eine höhere Geldstrafe für Uckermann.

Keine Macht den Rechtsradikalen !!!


Antworten | Kommentar schreiben | Direktlink zu diesem Kommentar
 
#2
25.03.2013
12:16:33


(+10, 14 Votes)

Von TheDad
Profil nur für angemeldete User sichtbar


Offenbar ist dieser Mann durch Geldstrafen nicht zu beeindrucken..

""Er hatte eine am Boden liegende Frau mit Migrationshintergrund getreten""..

Den Hinweis auf den "Migrationshintergrund"
hätte Mann sich hier sparen können..

Mann tritt nicht auf einen am Boden liegenden Menschen ein, egal ob Mann oder Frau, egal ob einheimisch oder zugewandert..

Wer so denkt und handelt begeht meiner Meinung nach eine vorsätzliche schwere Körperverletzung mit der Absicht zum Mord..
Darauf steht wenigstens 10 Jahre Haft..

Die Verbalen Ausfälle dieses Herren zeigen ihr Übriges..
Solche Leute gehören nicht in die Ratsversammlung einer Stadt, und die anderen Ratsherren müßen sich schnellstens überlegen, wie Mann diesem Mann vor die Tür setzen kann..
Ich bin mir sicher das es da legale rechtliche Möglichkeiten gibt..


Antworten | Kommentar schreiben | Direktlink zu diesem Kommentar
 
#3
25.03.2013
12:40:57


(+7, 9 Votes)

Von Zeitgeist
Antwort zu Kommentar #2 von TheDad


Das können die anderen Ratsmitglieder nicht, sondern nur ein Gericht unter bestimmten Bedingungen.

Link:
de.wikipedia.org/wiki/B%C3%BCrgerliche_Ehrenrechte


Antworten | Kommentar schreiben | Direktlink zu diesem Kommentar
 
#4
25.03.2013
13:02:06


(+9, 11 Votes)
 
#5
25.03.2013
13:05:55
Via Handy


(+12, 12 Votes)

Von Timon


Lieber warm wie die Südsee als braun wie ein Scheisshaufen.


Antworten | Kommentar schreiben | Direktlink zu diesem Kommentar
 
#6
25.03.2013
13:21:33


(+10, 10 Votes)

Von Stretchingmaster
Aus Essen / Holsterhausen (Nordrhein-Westfalen)
Mitglied seit 06.01.2012


Schade das wir in so einer Zeit leben. Im Mittelalter hätten sich die Menschen mit Schaufeln, Dreschflegeln und Heugabeln bewaffnet und hätten das Pack aus der Stadt gejagt.
Heute werden sie verhaftet weil sie ne Tomate werfen.
Echt traurig.
Ich sage nicht Auge um Auge und Zahn um Zahn. Keine Selbstjustiz und keine Gewalt, aber heute sind einem ja so extrem die Hände gebunden da wird ein geworfenes Ei zu einem politischen Attentat und eine Tomate zum Terroranschlag.

Eingesperrt gehören die alle, die Rechten. Vielleicht auch noch schön im Urlaub ins Ausland fahren und sich am Strand sonnen und dann hier genau diese Landsmänner zusammenschlagen.

Es ist komisch wie lange ein so ein kleines Hampelmännchen mit Schnäuzer und Seitenscheitel auch noch nach so vielen Jahren die Welt vergiftet. Dieser Mann hat sich leider unsterblich gemacht.

Ich hoffe ja nur das irgendwann nicht mehr nur überlegt wird ob man solche Parteien gerichtlich verbieten soll, sondern das solche Subjekte wirklich mit allen Mitteln bekämpft werden.
In diesem Fall: Scheiß auf Meinungsfreiheit!
Die ganze Welt sagt das diese Meinung falsch ist und trotzdem wird sie geduldet.

Schönen Tag noch


Antworten | Kommentar schreiben | Direktlink zu diesem Kommentar
 
#7
25.03.2013
13:26:54


(+8, 10 Votes)

Von userer
Profil nur für angemeldete User sichtbar


"Uckermann arbeitet als Masseur und medizinischer Bademeister. Er ist ledig und hat keine Kinder."
Link:
de.wikipedia.org/wiki/J%C3%B6rg_Uckermann#Beruf_un
d_Familie


Antworten | Kommentar schreiben | Direktlink zu diesem Kommentar
 
#8
25.03.2013
13:31:12


(+8, 10 Votes)

Von Enyyo


Mmh, ein attraktiver, lediger Mann aus Köln - wen bzw. was asoziiert man spontan damit?

Ist es bei Herrn Uckermann vielleicht wie bei sehr vielen Vertretern der Kirche, dass sie vehement gegen etwas hetzen, was sie sich selbst nicht eingestehen?

So in etwa:
"Die schärfsten Kritiker der Elche
waren früher selber welche."
(F.W. Bernstein)

Quelle:

Link zu www.joerg-uckermann.de


Antworten | Kommentar schreiben | Direktlink zu diesem Kommentar
 
#9
25.03.2013
13:36:05
Via Handy


(+11, 11 Votes)

Von Gutzfjk


"Rot-grüne SA"
Neonazis beschimpfen andere als Nazis?


Antworten | Kommentar schreiben | Direktlink zu diesem Kommentar
 
#10
25.03.2013
13:50:10


(+9, 11 Votes)

Von konkret
Antwort zu Kommentar #6 von Stretchingmaster


Link zu www.queer.de

Link zu www.stuttgarter-zeitung.de

Nun werden Strafbefehle verschickt.


Antworten | Kommentar schreiben | Direktlink zu diesem Kommentar
 
« zurück  1234  vor »


 POLITIK - DEUTSCHLAND

Top-Links (Werbung)

 POLITIK



Anderswo
Bild des Tages
Aktuell auf queer.de
Volker Beck: "Ich bin noch lange nicht weg" Leander Haußmann will Merkel wählen – wenn sie die Ehe öffnet Bis zum Jahr 2000 durften Schwule keine Berufssoldaten werden Volker Beck: Der Beste wurde kaltherzig abserviert
 © Queer Communications GmbH 2016   Unternehmen | Team | Mediadaten | Logos | Impressum / AGB | Spenden | Kontakt