Hauptmenü Accesskey 1 Hauptinhalt 2 Footer 3 Suche 4 Impressum 8 Kontakt 9 Startseite 0
Neu Presse Tagesbild TV Termine
© Queer Communications GmbH
http://queer.de/?18859

Die baden-württembergische Junge Union hat sich bei ihrem Landestag in Reutlingen gegen die Gleichbehandlung von eingetragenen Lebenspartnern mit heterosexuellen Eheleuten ausgesprochen.

Wie die "Südwestpresse" berichtet, hat der Landeschef der CDU-Jugendorganisation, Nikolas Löbel, am Samstag mitgeteilt, dass die Junge Union weiterhin an der Benachteiligung von gleichgeschlechtlichen Paaren festhält: "Einer knappen Mehrheit würde ein Unterscheidungsmerkmal zwischen klassischer, bürgerlicher Ehe und der eingetragenen Lebenspartnerschaft fehlen", so Löbel.

Die Junge Union fordert, dass die CDU mit einem wirtschaftsliberalen Programm in den Bundestagswahlkampf zieht. Sie kritisierte insbesondere die Wirtschaftspolitik der grün-roten Landesregierung. Gastredner bei der Veranstaltung war der CSU-Ehrenvorsitzende Edmund Stoiber.

Beim Thema Homo-Rechte ist die Junge Union uneinig: So hatte erst im Januar die JU Schleswig-Holstein beschlossen, dass eingetragene Lebenspartner steuerlich gleichgestellt werden sollten (queer.de berichtete). Im Oktober 2012 hat auch die Bundesorganisation die Gleichstellung im Adoptionsrecht in Aussicht gestellt (queer.de berichtete). Allerdings ist JU-Bundeschef Philipp Mißfelder ein erbitterter Gleichstellungs-Gegner. So sagte er im Januar, die CDU tue sich "selbst keinen Gefallen, wenn wir das selber zu einem Symbolthema hochjazzen". Mißfelder plädierte dafür, nur die Gleichstellung zu beschließen, wenn die Bundesregierung vom Bundesverfassungsgericht dazu gezwungen wird.

Die baden-württembergische CDU gehörte in den vergangenen Jahrzehnten zu den homofeindlichsten Landesverbänden. So hatte der frühere Ministerpräsident Stefan Mappus noch bis 2011 die Gleichbehandlung von homosexuellen Beamten abgelehnt. Er hatte auch CSDs als "abstoßend" bezeichnet. Nach der Wahlniederlage der CDU 2011, der ersten seit 58 Jahren, versucht sich die Landespartei weltoffener zu geben. So hat der baden-württembergische CDU-Chef Thomas Strobl eine Gleichbehandlung von verpartnerten Schwulen und Lesben im Steuerrecht befürwortet. (dk)



#1 Thorsten1Profil
  • 25.03.2013, 15:25hBerlin
  • Philipp Mißfelder - erbitteter Homogegner"

    Wikipedia schreibt u.a.:

    "In der Diskussion um die zukünftige Finanzierbarkeit des deutschen Gesundheitssystems fiel Mißfelder 2003 durch einen Vorschlag zur Verbesserung der finanziellen Basis des Gesundheitssystems auf: Ich halte nichts davon, wenn 85-Jährige noch künstliche Hüftgelenke auf Kosten der Solidargemeinschaft bekommen. Mit dieser Äußerung sorgte Mißfelder für heftige gesellschaftliche und politische Diskussionen, nicht nur fachlich, sondern auch um seine eigene Person sowie politische Zukunft kreisend. Weiter geht Mißfelder aufgrund des demografischen Wandels davon aus, dass das Renteneintrittsalter von 67 Jahren zu niedrig sei. Er hält dagegen ein Eintrittsalter von 70 Jahren für realistisch."

    Sympatisches Kerlchen....
  • Antworten » | Direktlink »
#2 FoXXXynessEhemaliges Profil
  • 25.03.2013, 16:08h
  • Mißfelder läßt doch sowieso kein Fettnäpfchen aus und die Junge Union Baden-Württemberg hat sich damit als heißer Anwärter auf die "Homogurke" empfohlen!
  • Antworten » | Direktlink »
#3 PeerAnonym
  • 25.03.2013, 17:05h
  • Das zeigt nur wieder mal, dass der Nachwuchs in der Union auch nicht besser ist und dass sich entsprechend auch in Zukunft in der Union nichts ändern wird.
  • Antworten » | Direktlink »
#4 GayreporterAnonym
  • 25.03.2013, 18:32h
  • Was heißt denn hier bürgerlich? Ich bin auch Bürger und ziemlich mittig, Unverschämtheit. Kein Wunder, dass die CDU im Südwesten Opposition spielen darf, bei so einem Nachwuchs werden die Grünen lange regieren. Es gibt schon himmelweite Unterschiede zum Norden des Landes. Die Schleswig-Holsteiner haben es begriffen, aber es ist ja auch das homofreundlichste Flächenland.
  • Antworten » | Direktlink »
#5 -hw-Anonym
#6 stuka vorAnonym
  • 25.03.2013, 21:37h
  • Antwort auf #5 von -hw-
  • Bei der Vorstellung der Klage Bayerns und Hessens gegen den Länderfinanzausgleich hat sich der bayerische Finanzminister Markus Söder (CSU) in der Wortwahl vergriffen und damit Irritationen ausgelöst. "Seit heute morgen um neun Uhr wird geklagt", sagte Söder vor Journalisten in München ein Zitat, das an Adolf Hitlers "Seit 5 Uhr 45 wird jetzt zurückgeschossen" erinnert. Das sagte Hitler am Tag des deutschen Überfalls auf Polen 1939.
  • Antworten » | Direktlink »
#7 TheDad
  • 25.03.2013, 22:10h
  • ""Nikolas Löbel, am Samstag mitgeteilt, dass die Junge Union weiterhin an der Benachteiligung von gleichgeschlechtlichen Paaren festhält: "Einer knappen Mehrheit würde ein Unterscheidungsmerkmal zwischen klassischer, bürgerlicher Ehe und der eingetragenen Lebenspartnerschaft fehlen", so Löbel""..

    Mir fehlt bei so viel Dummheit schon lange ein ""Unterscheidungsmerkmal"" zwischen der JU und der HJ..

    Haben diese Nachwuchs-Partei-Soldaten schon einmal etwas von der Anti-Diskriminierungs-Richtlinie der EU gehört ?

    Es gibt kein Recht auf Diskriminierung !

    Weder für die Mutterpartei, noch für den Nachwuchs, der offensichtlich zu heiß gebadet wurde..

    Komischerweise gibt es ein erhebliches Nord-Süd-Gefälle in den Wahrnehmungen dieser Typen, die sich in der JU engagieren, und auch die Bundes-Organisation agiert anders als der
    BW-Landesverband..

    Vielleicht sollte ich diesen Hrn.Löbel mal in seiner Heimatstadt Mannheim in´s MS CONNEXION zum Mega-Oster-Gaywerk einladen..

    Die haben da so wunderschöne dunkle Räume im Keller -ggg-
  • Antworten » | Direktlink »
#8 BeltschazarAnonym
  • 26.03.2013, 03:40h
  • Antwort auf #7 von TheDad
  • Mal schön den Ball flach halten. Wer andere in die Nazi-Ecke stellt, disqualifiziert sich selbst.

    Es sind übrigens nicht alle JU-Verbände im Südwesten der Reutlinger Meinung. Wahrscheinlich ist die Mehrheit sogar für die Gleichstellung. So wie die hier:
    ju-karlsruhe-stadt.generation-ju.de/content/news/101343

    Aber eine Versammlung an einem abgelegenen Ort, in einem Verband der sich schon vorher gegen die Gleichstellung ausgesprochen hat und dann noch ein Abbruch der Diskussion hat den Befürwortern wohl das Genick gebrochen.
  • Antworten » | Direktlink »
#9 ChristineAnonym
  • 26.03.2013, 08:45h
  • Na ja - um mit den Worten des "New Yorker" zu sprechen, der laut Spiegel mit Blick auf die Mehrheitsmeinung in der US-Bevölkerung zur Eheöffnung schreibt: "Die Frage ist nicht, ob alle Amerikaner die gleichen Eherechte bekommen; die Frage ist allein wann", und "Die Kämpfe gehen weiter, aber der Krieg ist vorbei", würde ich die Entscheidung der Jungen Union Baden-Württemberg und die putzigen Begründungen dafür tatsächlich als letztes Aufgebot bezeichnen.
    Wenn die Amerikaner sich im Schlachtenvokabular ausdrücken dürfen, dann wir hier auch.

    WAR IS OVER!

    (Übrigens, die Yoko-Ono-Ausstellung in Frankfurt ist sehenswert!)
  • Antworten » | Direktlink »
#10 LucaAnonym
  • 26.03.2013, 12:35h
  • Die CDU/CSU wird sich also auch in Zukunft nicht ändern und immer das Sammelbecken für homophobe Ewiggestrige und anderes rechtes Pack bleiben...
  • Antworten » | Direktlink »