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  • 25.03.2013           21      Teilen:   |

Streit um öffentliche Toiletten

Arizona droht Transsexuellen mit Haft

Artikelbild
Manche Republikaner in Arizona halten Transsexuelle für verkappte Pädophile (Bild: eythian / flickr / cc by-sa 2.0)

Der konservative US-Bundesstaat Arizona hat bereits mit Gesetzen gegen Mexikaner für Aufregung gesorgt. Nun sollen auch Transsexuelle in die Schranken gewiesen werden.

Ein republikanischer Abgeordneter will einen Gesetzentwurf ins Parlament in Phoenix einbringen, der es Transsexuellen verbieten soll, öffentliche Toiletten oder Umkleidekabinen zu nutzen, die nicht dem Geschlecht ihrer Geburt entsprechen. Sollte etwa eine Mann-zu-Frau-Transsexuelle die Damentoilette benutzen, drohen ihr sechs Monate Haft.

Der Abgeordnete John Kavanagh reagierte mit dem Gesetz auf eine Nichtdiskriminierungsrichtlinie mit dem Merkmal Geschlechtsidentität, die unlängst von der Stadt Phoenix erlassen wurde. Er erklärte, die Regierung müsse verhindern, dass Transsexuelle ihr Geschlecht "nach dem Lustprinzip" auswählen dürften. Er sagte, er habe Angst davor, dass dann Pädophile in die Toiletten gelangten, die sich vor Mitgliedern des anderen Geschlechts entblößen wollten. "Dieses Gesetz stellt ein Gesetz der Gesellschaft wieder her: Männer sind Männer und Frauen sind Frauen. Es ergibt keinen Sinn, wenn sich alle wegen einer Handvoll Leute unbehaglich fühlen." Kavanaghs republikanische Partei hat sowohl im Repräsentantenhaus als auch im Senat eine Mehrheit.

Fortsetzung nach Anzeige


Muss man sich fürs Pinkeln ausweisen?

Der Republikaner John Kavanagh argumentiert, dass Transsexuelle die Geschlechterregeln missachten
Der Republikaner John Kavanagh argumentiert, dass Transsexuelle die Geschlechterregeln missachten

Bürgerrechtsorganisationen kritisieren, dass das Gesetz die Rechte von Transsexuellen verletze. So erklärte Masen Davis vom Transgender Law Center in San Francisco, dass das Gesetz Menschen das Leben schwer mache, nur weil sie anders aussehen würden – auch Nicht-Transsexuelle, die nicht den normalen Geschlechtsklischees entsprechen, würden deshalb diskriminiert werden: "Niemand sollte seinen Ausweis zeigen müssen, nur damit er pinkeln darf", so Davis.

Arizona hat bereits mit einem Gesetz aus dem Jahr 2010 für landesweite Empörung gesorgt, als der Staat die Polizei angewiesen hat, Menschen zu überprüfen, die illegale Einwanderer sein könnten. Wegen der Grenze zu Mexiko muss die Polizei damit praktisch spanisch aussehende Menschen anhalten und die Personalien überprüfen, während sie Menschen mit hellerer Hautfarbe nicht grundlos stoppen darf. Bürgerrechtsaktivisten kritisierten, dass es damit die offizielle Politik des Staates sei, Latinos zu diskriminieren. Dieses Gesetz wurde im vergangenen Jahr teilweise vom Supreme Court für verfassungswidrig erklärt. (dk)

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Tags: arizona, transsexuelle
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Reaktionen zu "Arizona droht Transsexuellen mit Haft"


 21 User-Kommentare
« zurück  123  vor »

Die ersten:   
#1
25.03.2013
16:02:45


(0, 6 Votes)

Von ehemaligem User FoXXXyness


Jetzt dreht dieses homophobe Republikanerpack wohl völlig am Rad, was?


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#2
25.03.2013
16:04:51


(+8, 8 Votes)

Von m123


Ich finde es sollte eher der Politiker in Haft, der solche Menschen verachtende Dinge sagt.

Besser man macht ein Gesetz was Menschen den Zugang zu Parlamenten verwehrt, wenn sie menschenrechtswidrige Überzeugungen öffentlich vertreten haben.


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#3
25.03.2013
16:08:08


(+1, 7 Votes)

Von Unabhängigkeit


Die fortschritlichen Staaten in den USA sollten sich von den meist südlichen, rückständigen Staaten wie Arizona, Texas usw lösen und einen eigenen Staat gründen.


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#4
25.03.2013
16:33:30


(+8, 8 Votes)

Von m123


Vielleicht merken die Republikaner jetzt, dass sie Homosexuelle nicht mehr als Sündenböcke benutzen können, weil die Mehrheit der Bevölkerung für gleiche Rechte für Homosexuelle ist. Aber vermutlich schießen sich die Republikaner jetzt schon auf die nächste Gruppe von Menschen ein, die sie zu Sündenböcken machen wollen.

Es ist immer dasselbe Prinzip. Als Menschen, die weniger Rechte haben sollten, haben die Republikaner schon viele Menschengruppen diskriminiert: Frauen, Schwarze, Homosexuelle. Und jetzt sollen wohl weil es mit den Homosexuellen auch nicht mehr funktionieren wird sie als Sündenböcke herzunehmen, die Transsexuellen sein. Wahrscheinlich werden sie schon bald mit lauter Bibelversen Hass gegen Transsexuelle sähen, wenn sie es nicht eh schon tun.

Es ist einfach nur erbärmlich. Nach und nach werden solche menschen mit menschenrechtswidrigem Gedankengut aber zum Glück aussterben. Blöd ist nur, dass es solange dauern wird bis das passiert ist.


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#5
25.03.2013
17:01:52


(+3, 5 Votes)

Von Yannick


Wieso nicht auch Leute mit anderem Glauben oder gar keinem Glauben? Und alle Farbigen sowieso. Und jeder, der politisch nicht stramm rechts steht.

Und noch eine Idee:
um die los zu werden, kann man ja Lager bauen, wo die alle konzentriert werde.

Und in jeder Stadt gibt es einen Gauleiter, der dafür sorgt, dass alles seine Richtigkeit hat.


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#6
25.03.2013
18:25:22
Via Handy


(+7, 7 Votes)

Von daVinci6667
Profil nur für angemeldete User sichtbar


"Ein republikanischer Abgeordneter will einen Gesetzentwurf ins Parlament in Phoenix einbringen, der es Transsexuellen verbieten soll, öffentliche Toiletten oder Umkleidekabinen zu nutzen, die nicht dem Geschlecht ihrer Geburt entsprechen. Sollte etwa eine Mann-zu-Frau-Transsexuelle die Damentoilette benutzen, drohen ihr sechs Monate Haft. "

Was hat der geraucht?

6 Monate Haft fürs pinkeln?

Glaube kaum das dies vor dem obersten Gericht standhalten wird.

Man stelle sich nur die vielen Frauen alle im Gefängnis vor, die wegen überfüllter Damen-Toilette regelmässig das Männerklo aufsuchen.

Wäre es Zeit über die Einführung von Unisex-Toiletten nachzudenken?

Das wäre billiger, dann brauchen wir keine neuen Toiletten für die, die sich weder Männlein noch Weiblein zuordnen können/wollen und die Chance auf ein freies Klo wäre auch grösser.


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#7
25.03.2013
20:06:25


(+6, 8 Votes)

Von Neuer Rekord


Der Mann könnte einem fast leid tun. Kriegt vermutlich jedes Mal schier eine Panikattacke, wenn er aufs öffentliche Klo muss, weil da ja ein Wesen lauern könnte, das nicht seinem Männlichkeitsideal entspricht, welches ihm dann unaufgefordert seine Genitalien präsentiert... Wahrscheinlich ist er schon mal beim Anblick eines uneindeutigen Schattens völlig verzweifelt rausgerannt und hat lieber an den nächsten Baum gepinkelt - und musste dann eine Anzeige wegen Erregung öffentlichen Ärgernisses unter den Teppich kehren lassen.

Meine Güte, wat für'n schauriger Schwachsinn! Selbst wenn man mal davon absieht, dass Pädophile nicht notwendigerweise Exhibitionisten sind oder umgekehrt, trifft er unter den "echten" Männern, die er für die einzig legitimen Benutzer des Örtchens hält, sicher mehr Pädophile (als personifizierte Unauffälligkeit) als unter den paar Leuten, die er verbannen will.

Und seiner Logik nach kommen halt dann zwar keine FTM in seine durchmoralisierte Toilettenidylle, dafür aber die komplett an ihr korrektes Geschlecht angepassten MTF. Ich versteh nicht, wieso er sich damit besser fühlt oder welche positiven Folgen er davon erwartet. Wie gründlich möchte er denn Frauen, die sein heiliges Männerklo entweihen untersuchen, um festzustellen, ob diese geborenen Frauen (!) bei der Geburt noch einen männlichen Körper hatten? Verlangt er dann jetzt den Bau separater Toiletten für Intersexuelle? Oder soll denen das Pinkeln gleich ganz verboten werden?

Man denkt immer wieder, das größte vorstellbare Ausmaß an Hirnlosigkeit bereits erlebt zu haben. Und dann kommt so einer, und belehrt einen eines Besseren. Dass solche Leute da zu Macht und Einfluss gelangen. *schauder* Die Gedankengänge dieser erbärmlichen Figur, die wohl bei jedem Blick in den Spiegel irgendwelche Perversionen wittert, sind so absurd, dass man glauben mag, sich im Kalender geirrt zu haben. Aber der 1. April ist erst nächste Woche.

Ich spreche mich ganz klar für Unisex-Toiletten aus - und sei es nur, weil DER sich da bestimmt nicht hintraut und dann künftig Windeln tragen wird.


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#8
25.03.2013
20:40:27


(+6, 6 Votes)

Von TheDad
Profil nur für angemeldete User sichtbar
Antwort zu Kommentar #6 von daVinci6667


Ich frage mich gerade ernsthaft in WELCHEN Knast der diese Menschen eigentlich dann einweisen will ?

Noch ist mir nix von "Unisex-Knästen" bekannt geworden..

Das solche Leute einen an der Waffel haben liegt klar auf der Hand..
Aber warum wollen die eigentlich alle dafür eine "gerichtliche Bescheinigung" auf Kosten des Steuerzahlers ?


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#9
25.03.2013
20:42:10


(+7, 7 Votes)

Von fink


"Er erklärte, die Regierung müsse verhindern, dass Transsexuelle ihr Geschlecht "nach dem Lustprinzip" auswählen dürften. Er sagte, er habe Angst davor, dass dann Pädophile in die Toiletten gelangten, die sich vor Mitgliedern des anderen Geschlechts entblößen wollten."

himmel, wie viel verklemmte sexuelle lustangst kann man eigentlich in einen einzigen gedankengang hineinquetschen? der typ gehört doch auf die couch! dass man in den usa so einen paranoiden irrsinn vom stapel lassen kann, ohne einfach nur mitleidig ausgelacht zu werden, spricht nicht für die sexualpolitische kultur des landes...


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#10
25.03.2013
20:58:16


(+6, 6 Votes)

Von TheDad
Profil nur für angemeldete User sichtbar
Antwort zu Kommentar #9 von fink


Tja..
Die USA sind nun einmal, gleich vor uns, das verklemmteste Land der Welt..

Wenn ich Jungsklo´s in Schulen sehe, die keine Tür haben, damit der Bengel bloß nicht in der Pause an sich rumspielt..

Und der Hammer ist, das sich TROTZDEM dort Glory-Holes in den Wänden befinden..

Und da frag ich mich denn : WOZU der Aufwand mit der Wand ?


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