Hauptmenü Accesskey 1 Hauptinhalt 2 Footer 3 Suche 4 Impressum 8 Kontakt 9 Startseite 0
Neu Presse Tagesbild TV Termine
© Queer Communications GmbH
http://queer.de/?18879

Auch bei CSDs, wie hier in New York City, ist der populäre Barack Obama allgegenwärtig (Bild: Boss Tweed / flickr / by 2.0)

Nach zwei Verhandlungstagen beim Supreme Court sind Homo-Aktivisten guter Dinge – und haben den amerikanischen Präsidenten hinter sich.

Präsident Barack Obama zeigt sich zuversichtlich, dass der oberste Gerichtshof der USA die Ehe-Rechte für Homosexuelle verbessern werde. Im spanischsprachigen US-Sender Univision sagte der 51-Jährige, dass er zwar nie die Urteile des Gerichtes voraussagen könne. "Aber ich war Professor für Verfassungsrecht und es gibt sicherlich in diesem Zeitalter nach den Veränderungen in den Bundesstaaten im ganzen Land eine starke Basis dafür, dass gleichgeschlechtliche Paare fair behandelt werden und die gleichen Rechte haben sollten. Sie sollten Eigentum vererben können, wie das heterosexuelle Paare auch tun". Damit spielt er auf die Anhörung des Supreme Court am Mittwoch an, in dem über das euphemistisch genannte "Gesetz zur Verteidigung der Ehe" (Defense of Marriage Act, DOMA) verhandelt wird. Diese Regelung besagt, dass Washington gleichgeschlechtliche Partnerschaften nicht anerkennen darf.

Geklagt hatte die 83-jährige New Yorkerin Edith Windsor, die nach dem Tod ihrer Ehefrau wegen DOMA 363.000 Dollar Erbschaftssteuern an Washington abführen sollte. Windsor war mit ihrer Partnerin 44 Jahre lang liiert und heiratete vor wenigen Jahren in Kanada. Richter Anthony Kennedy, der als entscheidender "Swing-Voter" gilt, bemängelte in der Anhörung, dass DOMA die Rechte der Bundesstaaten beschneide, die gleichgeschlechtliche Ehen anerkennen würden. Homo-Aktivisten feierten diese Fragen bereits als halben Sieg. Aus dem Gerichtssaal meisten zitiert wurde dagegen der Satz der linksliberalen Richterin Ruth Bader Ginsburg, die kritisierte, dass das Gesetz die Ehe in eine bessere und eine schlechtere Version durchschneiden würde – so gebe es derzeit die "Vollmilch"-Ehe und die "fettreduzierte" Ehe.

Mit 80-prozentiger Wahrscheinlichkeit gibt es ein homofreundliches Urteil

Nach der Befragung gilt als wahrscheinlich, dass der Supreme Court im Sommer zumindest Teile von DOMA für verfassungswidrig erklärt und damit der Gleichstellungbewegung einen weiteren Schub gibt. Das gut informierte "Scotus-Blog" schreibt, dass es dafür eine 80-prozentige Wahrscheinlichkeit gebe. Derzeit behandeln nur der 50 US-Bundesstaaten und die Hauptstadt Washington Schwule und Lesben im Eherecht gleich.

Im zweiten Fall zum Thema Homo-Rechte, den der Supreme Court am Dienstag verhandelt hatte, geht es um das Ehe-Verbot in Kalifornien ("Proposition 8"). Es wird erwartet, dass die Richter in diesem Fall zwar homosexuellen Kaliforniern erlauben werden, Ehen zu schließen, allerdings gehen Analysten nach der Anhörung nicht davon aus, dass die Richter die Öffnung der Ehe in allen 50 Bundesstaaten anordnen werden.

Auch Konservative sehen Homo-Ehe als unausweichlich


Rush Limbaugh kriegt den Geist nicht mehr in die Flasche zurück

Selbst unter erbitterten Homo-Gegnern setzt sich inzwischen die Einsicht durch, dass sich das Land in der Frage der Gleichbehandlung verändere. So hat sich der erfolgreichste US-Radiokommentator Rush Limbaugh, der als rechtspopulitischer Haudegen Millionen verdient hat, inzwischen mit der Ehe-Öffnung arrangiert: "Gegnern der Homo-Ehe wird gesagt, dass sich das Land verändert und dass sie das akzeptieren müssen. Der Geist wurde aus der Flasche gelassen und niemand kann ihm wieder reinstecken". Limbaugh erklärte, dass das Urteil den Weg weisen werde, "dass es bald die Homo-Ehe im ganzen Land geben wird." Auch Fox-News-Kommentator Bill O'Reilly sagte, die Befürworter der Ehe-Öffnung hätten ihn mit ihren Argumenten überzeugt.

Aktivisten, die noch immer gegen die Gleichbehandlung kämpfen, verfallen bereits in Panik. So erklärte Matt Staver vom evangelikalen Liberty Counsel, dass die landesweite Ehe-Öffnung "katastrophale Auswirkungen" auf Amerika haben werde: "Das würde gleichgeschlechtliche sexuelle Aktivitäten auf die selbe Ebene wie das Merkmal Rasse heben – und das würde mit Religionsfreiheit und der Redefreiheit kollidieren." Er warf Politik und Jusitz "Planwirtschaft" des gesellschaftlichen Lebens vor. Mit den gleichen Argumenten haben besonders konservative Südstaatler in den 1960er Jahren übrigens auch den Supreme Court attackiert, als er das Verbot von Hochzeiten zwischen Schwarzen und Weißen aufhob.



Kalifornien: Klage gegen Ehe-Öffnung gescheitert

Der oberste Gerichtshof des Bundesstaates Kalifornien hat am Montag einstimmig einen Antrag von Homo-Gegnern abgelehnt, gleichgeschlechtliche Eheschließungen sofort wieder auszusetzen.
#1 m123Anonym
#2 finkAnonym
#3 trademarksAnonym
#4 SebiAnonym
  • 28.03.2013, 15:42h
  • Hoffentlich gehen die Urteile des obersten US-Gerichts bestmöglich für uns aus. Das wäre nicht nur ein weiterer Schritt vorwärts, sondern ein riesiger Sprung nach vorne...
  • Antworten » | Direktlink »
#5 FoXXXynessEhemaliges Profil
#6 Aus Bad HomburgAnonym
#7 JadugharProfil
#8 alexander
  • 29.03.2013, 21:42h
  • jetzt bleibt nur noch die frage, WER ALLE MEINE VORSCHREIBER NEGATIV BEWERTET HAT????????
    welcher depp treibt hier wieder die sau durchs dorf ???
    ich persönlich finde alle kommentare sehr ok !!!
    wir dürfen hoffen ! und das alleine ist schon die halbe STRECKE für uns ! wenn die USA endlich gleichstellt, hat murkel nicht mehr lange zu murkeln !
  • Antworten » | Direktlink »