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  • 28.03.2013, Autor: Micha Schulze           78      Teilen:   |

Frewilliges Bezahlen im Netz

Das "Soli-Abo": 5 Euro im Monat für queer.de



Ohne zusätzliche Einnahmen müsste queer.de auf manche Hintergrundberichte und wichtige, aber wenige Klicks versprechende Themen verzichten. Ist dir unser Portal 5 Euro im Monat wert?

Vor genau drei Monaten veröffentlichten wir unseren ersten Aufruf "queer.de bittet zur Kasse". Keine Angst: Wir sind nicht pleite, unser Portal wird es natürlich weiterhin geben und alle Artikel können nach wie vor kostenlos gelesen werden. Allerdings lässt sich queer.de rein werbefinanziert auf dem bisherigen Niveau nicht weiterführen, und schon gar nicht lassen sich aus den Bannererlösen all die vielen Ideen verwirklichen, die wir noch im Kopf haben. Wir sind dafür auf zusätzliche Einnahmequellen angewiesen. Eine Herausforderung, mit der nicht nur wir, sondern mit der alle Onlinemedien konfrontiert sind.

Anders als etwa welt.de setzen wir auf das freiwillige Bezahlen im Netz. Seit 28. Dezember 2012 ist unter jedem Artikel ein Paypal-Logo platziert. Wem ein Beitrag auf queer.de besonders gut gefällt, hat die Möglichkeit, mit einem Mausklick einen Betrag seiner Wahl zu spenden. Alternativ bieten wir an, eine beliebige Summe auf unser Konto zu überweisen oder den Micropayment-Dienst Flattr zu nutzen.

Innerhalb der letzten drei Monate sind auf diesem Weg 707,61 Euro bei uns eingegangen – in Beträgen zwischen 2 Cent (Flattr) und 250 Euro (Überweisung). Dafür möchten wir uns sehr herzlich bedanken! Im Vergleich zu unseren monatlichen Kosten ist diese Summe natürlich (noch) gering, aber wir sehen darin ein ermutigendes Zeichen, dass sich auch in der queeren Community die Erkenntnis durchsetzt, dass journalistische Qualität ihren Preis hat.

Ein netter, solidarischer Leser hat im Februar einen Dauerauftrag eingerichtet und überweist uns seither jeden Monat 5 Euro. Dies hat uns auf die Idee gebracht, ein queer.de-Soli-Abo anzubieten: Mit einem Betrag deiner Wahl (mindestens 5 Euro), den wir per Lastschrift in einem von dir festgelegten Intervall von deinem Konto einziehen, kannst du uns dauerhaft unterstützen! Per Monat oder – je nach Kassenlage – auch nur einmal im Jahr.

Wir bieten im Gegenzug unabhängige und vielfältige Berichterstattung mit rund 300 Beiträgen pro Monat, immer aktuell und mit Hintergründen und Themen, die man in Hetero-Medien nur selten findet. Mit dem queer.de-Abo kannst du – gerade im Jahr der Bundestagswahl – eine wichtige journalistische Stimme für Schwule, Lesben und Transgender stärken und einen Beitrag zur Fairness im Internet leisten.

Bist du dabei? Die Bezahlmöglichkeiten findest du unter jedem Artikel.

Foto oben: Images Money / flickr / cc by 2.0

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Tags: queer abo, paypal, online-journalismus, micropayment, freiwilliges bezahlen, flattr
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Reaktionen zu "Das "Soli-Abo": 5 Euro im Monat für queer.de"


 78 User-Kommentare
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Die ersten:   
#1
28.03.2013
17:02:06


(+2, 2 Votes)

Von Enyyo


Nutzt die Gunst der Stunde und macht Gayromeo Konkurrenz!

Die vergrätzen ja seit einiger Zeit viele Mitglieder mit dem (Beinahe-)Zwang zur Plususerschaft durch starke Beschneidung der Funktionen - und GR hat im Gegensatz zu Queer.de auch bisher schon sehr ordentlich an den freiwilligen Solidarzahlungen verdient.

Insofern wäre ein günstiges(!) Jahresabo mit einem "etwas" aufgehübschten Mitglieder- und Suchbereich sicherlich für viele Leute interessant - ich wünsche es Euch zumindest, vor allem, dass sich mal ein paar Jungs mehr hier anmelden und Profile erstellen!

Und sei es, um als Zahlmitglied XXX-Galerien ansehen zu können...


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#2
28.03.2013
17:11:38


(+4, 4 Votes)

Von chris
Aus Dortmund (Nordrhein-Westfalen)
Mitglied seit 06.05.2008


Das mit den Werbeeinnahmen wird demnächst sowieso noch lustig werden. Sollte Mozilla tatsächlich mit Firefox 22 Drittanbieter-Cookies nicht mehr zulassen, ist ab Juni für Firefox User schluss mit zielgerichteter Werbung im WWW und damit brechen in diesem Bereich die Werbeeinnahmen für Portale wie Queer.de teilweise einfach so weg.


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#3
28.03.2013
17:29:41


(-1, 3 Votes)

Von ehemaligem User FoXXXyness


Ich bin nicht dabei, ich muß jeden Cent umdrehen!


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#4
28.03.2013
17:52:05


(0, 2 Votes)

Von Goim


Das Kreuz.net sich nie zur 666 in der Kontonummer geäußert hat ist mir fast schon ein Rätsel^^

Oder ist das schon länger zu, als die Daten abrufbar sind? =)


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#5
28.03.2013
18:06:08
Via Handy


(+2, 2 Votes)

Von Ja Leider
Antwort zu Kommentar #2 von chris


Zum Glück ist es ein leichtes auf andere Browser auszuweichen oder parallel zu nutzen.
Aber das es damit alleine nicht getan ist, ist natürlich klar.


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#6
28.03.2013
18:41:50


(+12, 16 Votes)

Von chris
Aus Dortmund (Nordrhein-Westfalen)
Mitglied seit 06.05.2008
Antwort zu Kommentar #5 von Ja Leider


Sicher ist es ein leichtes. Da ich aber im Online-Marketing als Entwickler arbeite, habe ich micht auch schon mit viele Kommentaren der User zu dem Thema auseinandergesetzt. Die meisten freuen sich, dass ihr Surfverhalten dann nicht mehr erfassbar ist und Werbung im WWW würde ja sowieso nur nerven. Die Leute schnallen leider nicht, dass die kostenlosen Angebote die sie den ganzen Tag nutzen, von der Werbung die sie so hassen finanziert werden. Die Konsequenzen sind klar. Weniger Angebote, oder sogenannte Paywalls vor Inhalten.


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#7
28.03.2013
19:12:10


(-1, 11 Votes)

Von Nico


Ich wäre dabei und würde sogar freiwillig 10 Euro im Monat zahlen, wenn dafür endlich mal ein paar Sachen geändert würden:

1.
Votings:

Man sieht am aktuellen Voting wieder mal, wie anfällig diese für Manipulationen sind.

Bis Mitte der Woche waren die Verhältnisse noch völlig anders und in der Regel ist es dann so, dass die absolute Stimmenanzahl zwar steigt, aber die Verhältnisse bleiben mehr oder weniger gleich.

Aber über Nacht wurde dann plötzlich Antwort A, die bisher die mit Abstand geringste Klickzahl hatte, haushoher Favorit und liegt mittlerweile bei über 1200 Stimmen (normale Votings kommen nicht mal ansatzweise da ran).

Aufgrund des kompletten Umschwungs über Nacht kann sich jeder ausrechnen, dass da manipuliert wurde.

Wenn man es nicht schafft, ein Voting manipulationssicher zu gestalten, sollte man die wöchentlichen Votings lieber ganz aufgeben. Fände ich zwar eigentlich schade, aber wenn das manipuliert wird, hat das eh null Aussagekraft!

2.
Übersicht:

Ich finde sowohl die Resorteinteilung als auch die Anordnung auf der Homepage oft ziemlich schwer nachvollziehbar.

Und die ganze Seite ist dadurch ziemlich unübersichtlich. Es gibt im Prinzip oben die Top-Themen und unten die älteren Themen nach Resorts.

Aber dann sind oben noch "Blog" und "Kurz gemeldet" zwischen den Top-Themen eingefügt. Ich kann aber z.B. absolut nicht nachvollziehen, wann ein Thema ein "normales" Thema wird und wann es ein "Blog"-Thema wird. "Kurz gemeldet" sollen wohl Kurzmeldungen sein, die aber teilweise auch Top-Themen sein müssten.

Und dann sind manche ältere Themen plötzlich nicht unten in den einzelnen Resorts zu finden, weil sie bei thematisch verwandten Topthemen verlinkt sind. Man kann und soll ja gerne auf ähnliche Meldungen verlinken, dann aber auch diese Artikel in den Ressorts ganz normal nach Datum einordnen.

Auch die Einordnung der Resorts ist teilweise nicht nachvollziehbar: was z.B. der Unterschied zwischen Boulevard und Szene ist, war mir noch nie klar. Die Artikel passen eigentlich immer auch in das jeweilige andere Resort. Lieber nur ein Resort "Boulevard", "Vermischtes" o.ä. für diese ganzen bunten Themen, Promistorys, etc.

Ähnlich ist es bei Kultur, Buch, CD und DVD. Kommt ein Film ins Kino, erscheint ein Artikel bei Kultur. Kommt er auf DVD raus, erscheint er entsprechend da. Musikartikel über Konzerte gehören wohl eher in Kultur, Musikartikel über CDs natürlich in die Rubrik CD. Wieso nicht eine Rubrik Kultur, wo man über Theater, Kino, Konzerte, Ausstellungen, CDs, DVDs, Bücher, etc. berichtet? Als kulturinteressierter Mensch fände ich es viel besser, wenn alle diese Artikel chronologisch in einer Kategorie wären, anstatt dass ich immer 4 verschiedene abklappern muss.

Und gerne auch noch mehr Kulturberichterstattung. Politik ist immer gut vertreten, aber Kultur ist so ein wenig das Stiefkind hier.

Ich würde dann bei den jeweiligen (in der Anzahl reduzierten) Ressorts wie jetzt die chronologisch neueste Nachricht mit kleinem Bild und Lead-Text vorstellen, darunter dann aber nicht nur die nächsten 3, sondern die nächsten 5 chronologischen Überschriften. Und darunter dann einen Link "Mehr aus diesem Resort" oder so ähnlich, mit dem man dann auf die Resortseite kommt, wo dann alle Artikel (inkl. der auf der Startseite unter dem Resort stehenden) jeweils mit kleinem Bild und Lead-Text vorgestellt werden und man dann in die einzelnen Artikel wechseln kann. So ähnlich wie die Anordnung bei Spiegel online.

Mein Vorschlag für die Resorts wäre:
* Politik
* Boulvard (alles bunten Meldungen aus der Welt der Stars, u.ä.)
* Kultur (wie oben erwähnt Bücher, Musik, Filme, Ausstellungen, etc. alles zusammen)
* Life & Style (Mode, Einrichtung, Gadgets wie Tablets, Handys, etc., Fitness, Essen & Trinken und alles was sonst mit Lebensart und Stil zu tun hat
* Gesundheit
* Reise
* Erotik (hier könnte man z.B. auch regelmäßig erotische Bildergalerien veröffentlichen, das muss und sollte bei einem Medium wie queer.de nicht pornografisch werden, aber geschmackvolle Aktbilder, in Unterwäsche, etc. wären doch eine eine schöne Ergänzung. Und dann für jeden Geschmack etwas: mal Twinks, mal Athleten, mal behaarte, mal farbige, mal Asiaten, mal Latinos, etc.)

Und ganz oben weiterhin die Topthemen, die eine Mischung aus den neuesten Themen und besonders wichtigen Themen, die auch mal länger oben stehen, bilden. Aber dann ohne diese unverständlichen Einschübe von Kategorien "Blog" und "kurz gemeldet", die man als normale Artikel einpflegen sollte. Ist doch egal, wenn manche Artikel kürzer und andere länger sind. Und der Blog ist eh nicht nachvollziehbar, warum diese Artikel separat sind.

Es gäbe noch einige Dinge mehr, die für mehr Übersicht und mehr Benutzerfreundlichkeit sorgen würden, aber die erwähnten Dinge wären schon einmal ein großer Schritt vorwärts.

3.
Leserfeedback:

Leserfeedback ist eigentlich Gold wert. Da nehmen sich die Leute, die man erreichen will, schon die Zeit um sich Gedanken zu machen und Euch diese auch mitzuteilen. Aber das wird dann einfach ignoriert. Man bekommt nicht mal eine Antwort auf seine Mails.

Ich habe z.B. schonmal eine Mail mit obigen Vorschlägen geschickt, wie man für mehr Übersicht und Benutzerfreundlichkeit sorgen könnte. Beides ist für Onlinemedien zentral für den Erfolg.

Es wurde nichts davon umgesetzt. Okay, vielleicht habt Ihr ja Eure Gründe dafür. Aber dann wäre es schön, diese auch zu erfahren. Oder zumindest irgendwie mitzubekommen, dass die Vorschläge zwar wirklich zur Kenntnis genommen wurden (auch ernsthaft), aber aus irgendwelchen Gründen doch nicht umgesetzt werden.

Wenn man Verbesserungsvorschläge macht, will man damit ja nur helfen, dass queer.de noch besser und erfolgreicher wird. Wenn man dann gar nicht beachtet wird, sinkt natürlich die Bereitsschaft sich mit queer.de zu beschäftigen und erst recht dafür zu zahlen.

Ähnliches wie für Seitenlayout, etc. gilt auch für Themenauswahl. Ich kenne mehrere Leute, die schon interessante Themen geschickt haben. Aber aufgenommen wurde davon keines. Und diese Leute haben nicht mal erfahren, warum ein Thema, dass sie wichtig finden, nicht behandelt wird.

Ein Beispiel (diesmal aus dem Resort Kultur, weil mein Freund da mal gemailt hat):
Ich war mit meinem letzten Dezember in Oberhausen (Metronom Theater, direkt am Centro) im Musical "Ich war noch niemals in New York". Die Story dreht sich um 3 Liebespaare, und eines davon ist schwul. Das läuft nicht nur so nebenher, sondern ist auch ein Hauptteil der Story. Dieses Musical läuft noch mindestens bis Ende dieses Jahres.

Es ist doch super, wenn Homosexualität in solche einem Stück, das von vielen Menschen gesehen wird als durchweg positiv dargestellt wird. Das schwule Paar küsst sich auf der Bühne, sie tanzen miteinander, sie gestehen sich ihre Liebe, etc. Wäre doch vielleicht mal einen Artikel wert. Aber in den ersten drei Monaten dieses Jahres: nichts dazu auf queer.de. Gut, nicht jeder mag Musicals, aber es wäre einen Bericht wert und dann kann jeder selbst entscheiden, ob er dahin will oder nicht.

Und ähnliche Storys könnte ich auch dutzendfach aus dem Bekanntenkreis erzählen. Nicht nur zu kulturellen Themen, sondern auch zu politischen Themen.

4.
Kommentarfunktion:
Wenn man schon in einem interaktiven Medium wie dem Internet publiziert sollte man auch die Vorteile nutzen. Es ist ja schon mal gut, dass jeder Artikel eine Kommentarfunktion bietet. Aber da gibt es auch noch Verbesserungspotential.

Wieso erlaubt z.B. das "Bild des Tages" nur Kurzkommentare und nutzt nicht die normale Kommentarfunktion?

Wieso müssen Nicks mindestens 4 Zeichen haben? Was ist mit Namen wie Tim, Max, Leo, Tom, Ben, etc. oder mit Abkürzungen wie Flo, Lex, etc.

Auch die meisten Sonderzeichen sind in Nicks nicht möglich. Man kann z.B. nicht zu zweit kommentieren und dann z.B. "Max & Moritz" nehmen, weil das & nicht erlaubt ist. Selbst ein Punkt für Abkürzung des Nachnamens (wenn der Vorname schon vergeben ist) ist nicht möglich.

Auch wäre es schön, wenn man geringe Formatierungsmöglichkeiten hätte, um besonders wichtige Wörter oder Sätze des Kommentars zu betonen und hervorzuheben. Das sollten NICHT so Dinge wie unterschiedliche Schriftgrößen, Farben oder so sein. Das wäre furchtbar. Aber sowas wie kursiv und fett sollte schon möglich sein.

Außerdem sollte man vielleicht Accounts, wo sich schon 1 Jahr oder länger niemand mehr eingeloggt hat, regelmäßig löschen, damit die Nicks wieder frei werden.

Und dann die Kommentarbewertungen: da gibt es ja regelrechte Umfärbeaktionen die genauso manipuliert sind wie manche Startseiten-Votings.

FAZIT:

Es gäbe noch so viel mehr Vorschläge, aber es wäre schon mal gut, wenn die obigen Sachen zumindest mal überlegt würden.

- Manipulationssichere Votings

- Mehr Übersichtlichkeit und mehr Benutzerfreundlichkeit (sowohl von der Gestaltung her als auch dem Zuschnitt der Ressorts) - denn Übersichtlichkeit und Benutzerfreundlichkeit sind es, die für das Überleben von Webseiten immer zentraler werden und die gerade, wenn man dafür zahlen soll, besonders wichtig sind.

- mehr Nutzen von Feedback: wenn sich schon Leute die Zeit nehmen, gratis Verbesserungsvorschläge, Themenvorschläge, etc. zu senden, sollte man das auch nutzen. Auch unter Euren Lesern gibt es Leute, die Ahnung von Usability und Webdesign haben oder die interessante Story-Vorschläge haben

- Verbesserungen bei der Kommentarfunktion, denn wenn man schon in einem interaktiven Medium wie dem Internet veröffnetlicht, sollte man die Interaktionsmöglichkeiten auch nutzen.

Wäre schön, wenn die Redaktion meine Vorschläge liest und zumindest mal diskutiert.

Und ich bin sicher:

wenn diese Dinge umgesetzt würden, wären noch viel mehr Leute (mich eingeschlossen) bereit, für queer.de auf freiwillig Geld auszugeben.

Für Qualitätsjournalismus zahlt man gerne. Dann muss das aber auch sowohl inhaltlich als auch von der Nutzerfreundlichkeit und Übersichtlichkeit her Qualität sein.

Dann zahlen sicher viele Leute gerne freiwillig einen Beitrag dazu.


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Anm. d. Red.: Wir freuen uns über die zahlreichen Anregungen, die wir von Usern bekommen. Selbstverständlich nehmen wir diese zur Kenntnis und diskutieren sie im Team – auch wenn wir aus Zeitgründen nicht immer darauf antworten können. Zum Vorwurf der angeblichen „Manipulierbarkeit“ der Online-Votes möchten wir jedoch sofort Stellung nehmen. Jeder weiß, dass es sich bei Umfragen im Web um keine repräsentativen Studien handelt. Im Zeitalter der Sozialen Netzwerke „gewinnt“ stets das Lager, das seine Anhänger am besten mobilisieren kann. Diesen Effekt nutzen wir im Übrigen ja auch selbst, indem wir immer wieder darauf hinweisen, wenn Heteromedien über Homorechte abstimmen lassen.

 
#8
28.03.2013
19:36:12


(-1, 5 Votes)

Von Nico
Antwort zu Kommentar #6 von chris


Im Prinzip stimme ich Dir zu.

Werbung ist eine wichtige Einnahme. Aber das Werbung so kritisch gesehen wird, ist die Werbeindustrie teilweise selbst schuld.

1.
Datenschutz

Gerade das von Dir beschriebene Verhalten zielgerichteter Werbung ist aus Datenschutzsicht ziemlich bedenklich. Wieso muss ich zum gläsernen Surfer werden und wieso müssen irgendwelche Privatunternehmen (wo ich nicht mal weiß, was mit den Daten geschieht und ob die verkauft werden) alles über mich wissen? Dass auf einer Seite wie queer.de viele Schwule sind, weiß die Werbewirtschaft von alleine.

Datenschutz ist wichtig und würde die Werbeindustrie gewisse Regeln akzeptieren, wären viele Nutzer sicher anders drauf. Aber wenn da teilweise Überwachung wie bei der Stasi stattfindet und wenn manche große Werbenetzwerke viel mehr über mich wissen, als mir klar ist, darf sich die Werbewirtschaft nicht wundern, wenn die Nutzer sich irgendwann wehren.

Auch in Zeitschriften und im Fernsehen weiß man nicht alles über jeden, der die Werbung sieht, sondern nur, welche Auflage / Quote man hat und dass z.B. die Zeit andere Leser hat als die Bild. Und ein Golfmagazin, eine Frauenzeitschrit, die Bravo, etc. haben wieder andere Leser. Da weiß ich auch nicht, ob die Leser der Einrichtungszeitschrift sich daneben eher noch ein Golfmagazin lesen oder eher die Bild.

Wieso muss die Onlinewerbewirtschaft alles über mich wissen? Das müssen andere Werbebereiche auch nicht. Klar ist das bares Geld wert. Aber je mehr die Nutzer durch Werbung ausspioniert werden, desto mehr wehren sie sich. Und am Ende hat man dann weniger als wenn man vielleicht etwas weniger raffgierig gewesen wäre.

2.
Nervige Werbung:

Ich habe nichts gegen Banner, Skyscraper Text-Ads, etc. Die dürfen von mir aus auch animiert sein, wenn das nicht gerade extrem zappelig und ablenkend ist.

Aber was ich z.B. extrem nervig finde ist wenn Werbung nicht an einem Platz in einem begrenzten Raum ist, sondern wenn Werbebanner, Luftballons mit Werbebotschaften oder was auch immer über die ganze Seite schweben und sich dann über die eigentlichen Inhalte legen. Teilweise kann man die nicht mal wegklicken, aber selbst wenn, ist es nervig, die erst mal wegklicken zu müssen. Teilweise ist das sogar noch eine Kunst, den Schließbutton zu treffen.

Oder noch so ein Beispiel ist der Einsatz von Sound, egal ob Musik, Geräusche, Sprache, Signaltöne oder was auch immer. Nichts ist nerviger, als wenn man auf eine Seite geht und dann an die Decke springt, weil es auf einmal in voller Lautstärke rumdröhnt. Schon in den Anfangstagen des WWW hat der Usability-Papst Jacob Nielsen gesagt, dass Sound nur dann auf Webseiten gehört, wenn er vom Nutzer angefordert wird, aber niemals (ich betone NIEMALS) unaufgefordert!!

Eine kreative Lösung wäre z.B. Werbung für ein neues Musikalbum o.ä. Würde man da in der Werbung einen Button machen "In das Album reinhören" wo man dann die Titel anspielen kann, auf den nächsten Titel springen kann, aber auch wieder die Musik abschalten oder leiser machen kann, dann wäre das etwas, womit die Klicks auf die Werbung und oft der anschließende Kauf vorprogrammiert sind. Solche Werbung gibt es kaum. Stattdessen wird man von irgendeiner Werbung unaufgefordert angebrüllt.

Und solche nervigen Werbungen, die 1. sich über Inhalte legen oder 2. unaufgefordert Ton einsetzen, sind dann der Grund dafür, dass immer mehr Leute Adblocker einsetzen und dann auch keine seriösere Werbung mehr sehen. Auch hier gilt wieder: die Werbewirtschaft versaut es sich mit ihrem Drang zu immer mehr selbst. Würde man sich freiwillig etwas mehr einschränken, hätte man am Ende mehr Nutzen. Ist so ein wenig wie beim Märchen vom Fischer und seiner Frau, wo die Frau immer noch mehr will und am Ende hat sie gar nichts mehr. Und so wird es auch mit der Internet-Werbewirtschaft kommen, wenn die sich nicht ändern... Dann wird irgendwann jeder einen Adblocker haben und GAR KEINE Werbung mehr sehen - auch nicht die weniger nervige.

Und mal ganz ehrlich:
glaubt irgendwer von Deinen Kollegen, dass nervige Werbung (egal ob solche die über Seiten fliegt oder solche mit Ton) wirklich eine Werbung für ein Produkt oder eine Dienstleistung ist?? Wenn ich solche Werbung sehe, wäre das für mich eher ein Grund, dieses Produkt bzw. diese Dienstleistung zu meiden... Und die Webseite, wo solche Werbung ist, am besten auch.


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#9
28.03.2013
20:00:18


(+1, 7 Votes)

Von Robin
Antwort zu Kommentar #7 von Nico


Ich finde Deine sehr ausführliche Aufstellung toll!

Ich kann nur hoffen, dass die Redaktion sich das sehr genau durchliest. Ich kann jeden einzelnen Deiner Sätze zu 100% unterschreiben.

Und ich glaube auch, dass mit Deinen Änderungen die Bereitschaft zum Zahlen steigen würde - auch bei mir.

Mir fällt da noch ein Beispiel ein:
zwischen den Top-Stories oben und den Rubriken unten gibt es noch "Anderswo" und "Verpasst".

"Verpasst" sind ganz normale queer.de-Artikel, wo man sich fragt, warum die da stehen und ob die auch schon unter den Resorts stehen oder ob das so eine Zwischenstufe zwischen oben und unten ist. Das sind viel zu viele Stellen, wo man nach Artikeln nach sehen muss: die Topstories, die Ressorts, der Blog, die kurz gemeldeten und dann auch noch die Rubrik "Verpasst".

"Anderswo" ist eine Kategorie mit Links zu anderen Medien, die über "schwule Themen" berichten. Also eine Art Pressespiegel. Eigentlich eine super Idee. Aber das geht an der Stelle komplett unter. Ich selbst habe das erst jetzt entdeckt, nachdem ich nach Nicos Kritik mir die Seite nochmal genau angesehen habe.

Ich würde vorschlagen, man macht die Resortübersicht (mit Nicos Änderungen) direkt unter die Topstories (auch da mit Nicos Änderungen). Die Rubrik "Verpasst" lässt man ganz weg. Artikel sollten entweder oben bei den Top-Stories stehen oder danach chronologisch im entsprechenden Ressort einsortiert werden. Und die Rubrik "Anderswo" sollte man "Pressespiegel", "In anderen Medien" oder so nennen, damit klar ist, was das ist und diese dann in die rechte Spalte setzen (wo auch die TV-Tipps, das Bild des Tages, etc. sind).

Gerne darf man den Pressespiegel dann auch noch ausbauen, oft fehlen da Artikel aus anderen Medien.

Achja: bei der Gelegenheit:
bei den TV-Tipps fehlen auch manchmal schwule Sendungen. Das wäre schön, wenn da noch zuverlässiger gearbeitet würde. Und auf der Homepage darf man gerne auch mal 2-3 TV-Tipps zeigen. Überhaupt gehen diese Kategorien am Rand etwas unter. Die sollte man optisch etwas auffälliger gestalten.


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#10
28.03.2013
21:06:30


(+2, 4 Votes)

Von Yannick
Antwort zu Kommentar #8 von Nico


Volle Zustimmung!

1. Nervige Werbung:
Wenn Werbung ungefragt Sound abspielt oder sich über die ganze Seite bewegt, dann ist das extrem nervig. (Und wenn Werbung stark flackert oder so auch.)

Sowas ist dann eher Werbung GEGEN ein Produkt als FÜR ein Produkt.

Ich würde nur Werbung ansehen und nutzen, die an einem festen Platz bleibt, die nicht ungefragt Sound abspielt und die entweder statisch ist oder moderat animiert, aber nicht extrem flackert oder so. Jede nervige Werbung wäre für mich der Garant diese Firma nicht mehr zu nutzen.

2. Wieso müsssen Werbetreibende im Internet die Werbenutzer komplett ausspionieren?!

Bei Zeitschriften weiß ich auch nur, dass eine Frauenzeitschrift hauptsächlich Frauen adressiert, dass ein Segel- oder Golfmagazin eher wohlhabendere Leser hat, ein Computermagazin eine gewisse Klientel, Ein Herz für Tiere eine andere, etc. Und ein schwules Magazin hat hauptsächlich schwule Leser. Die Süddeutsche eher liberalere Leser, die FAZ eher konservative Leser, die taz eher alternative, etc. etc.

Und wer nachts auf RTL in einem Sexfilmchen wirbt hat da auch eine ganz Klientel als wer im Vorabendprogramm der ARD wirbt. Und wer in einem Actionfilm wirbt weiß, dass er andere Zuschauer erreicht, als wenn er im Umfeld von Kindersendungen wirbt. Und bei Nachrichten oder Dokus wieder andere.

Etc. etc. etc.

Wieso müssen Werbende im Internet auch wissen, auf welchen Seiten ich sonst bin, wie lange ich auf welchen Seiten bleibe, welche Links ich anklicke, etc.

Natürlich sind persönliche, aggregierte Daten heutzutage bares Geld wert (und zwar viel Geld in der Masse) und entsprechend begehrt. Deswegen kann ich diese Unternehmen schon verstehen, dass sie daran Interesse haben und die Datenschutzbedenken runterspielen. Aber es gibt halt glücklicherweise auch noch genug Leute, die nicht alles glauben, was die Werbewirtschaft ihnen vorgaukelt, sondern die auch mal Sachen kritisch hinterfragen.

Und wenn die Werbewirtschaft dennoch weitermacht und uns weiterhin ausspioniert (oder sogar immer extremer wird beim Ausspionieren der Internetnutzer) dann wehren wir uns halt. Z.B. mit Werbeblockern. Oder indem sie Drittanbieter-Cookies schon heute in Browsern sperren (was fast jeder Browser erlaubt). Und irgendwann bauen die Entwickler das dann standardmäßig in ihre Browser ein.

@Chris:

Ihr solltet froh sein, dass es nur die Drittanbieter-Cookies trifft. Wenn die Werbewirtschaft so weitermacht, werden irgendwann Werbeblocker nicht mehr separate Add-ins sein, sondern Standard. Und damit gibt es dann gar keine Online-Werbung mehr.

Aber zielgerichtete Werbung ist auch ohne Drittanbieter-Cookies möglich. Wie auch oben bei Printmedien und Fernsehsendern beschrieben, weiß man auch, dass queer.de andere Leser hat als irgendeine Frauenseite oder eine Kinderseite. Und wer auf einer Computerseite liest, interessiert sich ziemlich wahrscheinlich für Werbung zu Hard- und Software. Oder wer auf einer Filmseite liest, will vielleicht Werbung zu DVDs oder zu Filmen im Kino sehen, etc.

Man kann auch zielgerichtet werben, ohne alles über den Surfer zu wissen und ihn komplett zu überwachen.

Dass die Werbewirtschaft immer mehr Infos will, weil das viel Geld bringt, ist klar. Aber dann ist es auch Recht der Nutzer sich dagegen zu wehren und ihr Recht auf Privatsphäre und Datenschutz durchzusetzen.


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