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Sorge vor der Reaktion homophober Fans

US-Profifootballer plant Coming-out


Der namentlich noch nicht genannte Spieler hat kaum Angst vor Anfeindungen aus dem eigenen Team (Bild: Parker Anderson / flickr / by-nd 2.0)

Nach Informationen von CBS will sich erstmals ein aktiver schwuler Spieler der National Football League outen – und seine Karriere fortsetzen.

American Football gilt als harter Sport. Trotzdem könnte dort nun, so berichtet zumindest CBS, eines der größten Hörfunk- und Fernseh-Networks der USA, ein Coming-out bevorstehen. Ein Spieler der National Football League (NFL) werde innerhalb der nächsten Monate aus dem Schrank kommen, ohne seiner Mannschaft den Rücken zu kehren. Dafür gebe es zuverlässige Quellen.

Laut CBS hat der namentlich nicht genannte Sportler wenig Angst vor Anfeindungen aus dem eigenen Team oder von Gegnern auf dem Spielfeld. "Der Spieler fürchtet jedoch ernsthafte Bedrohungen durch homophobe Fans. Das ist der einzige Grund, warum er noch mit dem Coming-out zögert", schreibt der CBS-Football-Experte Mike Freeman.

Dauerthema Homosexualität im Profi-Sport

Diese Einschätzung teilt der ehemalige NFL-Spieler Scott Fujita, der sich als Hetero für LGBT-Rechte einsetzt. "Ich glaube, dass die Spieler der NFL schon vor Jahren bereit für einen offen homosexuellen Spieler waren", sagte Fujita gegenüber CBS: "Das Coming-out eines Spielers würde außerhalb der Umkleidekabine viel höhere Welle schlagen als innerhalb."

In der National Football League der USA hat es bislang kein einziges Coming-out eines aktiven Spielers gegeben – so wie auch in den Profiligen aller anderen wichtigen Sportarten. Im Februar war zwar der 25-jährige Soccer-Spieler Robbie Rogers aus dem Schrank gekommen, gleichzeitig erklärte er jedoch seine Karriere für beendet (queer.de berichtete).

Das Coming-out von Profi-Sportlern ist seit einigen Jahren immer wieder ein großes Medienthema im In- und Ausland, viele Verbände wie auch der Deutsche Fußball-Bund bemühen sich aktiv um ein toleranteres Klima. In dem American Football verwandten Rugby hatte sich 2009 immerhin der walisische Nationalspieler Gareth Thomas geoutet (queer.de berichtete). (cw)

Youtube | CNN-Interview zum geplanten Coming-out bei der NFL


#1 Tobi CologneAnonym
  • 29.03.2013, 10:31h
  • Super! Hoffentlich zieht er das durch!

    Und hoffentlich wird das eine wahre Welle von Leuten, die es ihm gleich tun, nach sich ziehen...

    Das wird nicht nur gesellschaftlich viel verändern und damit wird er nicht nur zu einem wahren sportlichen Vorbild. Sondern vor allem wird er selbst danach endlich frei und glücklich sein.
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#2 Harry1972Profil
#3 MeineFresseAnonym
  • 29.03.2013, 12:01h
  • Ich hätte es besser gefunden, wenn man im Vorfeld nichts gesagt hätte.
    Falls er es sich anders überlegt, wird wie wild rumspekuliert und es gibt viel zuviel Trubel vorher.

    andererseits, vielleicht will er so die möglichen Reaktionen besser einschätzen können.
    Heidenrespekt wenn er das wirklich durchzieht. Vermutlich weiss das Team es schon und hält weiter zu ihm.
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#4 m123Anonym
  • 29.03.2013, 12:49h
  • Ich glaub es erst wenn es passiert. Klar, es gibt schwule Profisportler überall, aber dass sich in der NFL oder in der 1. Fußballbundesliga jemand outet und weitermacht, das gab es bisher noch nicht. Und hinsichtlich 1. Fußballbundesliga gab es ja vor einiger Zeit auch einen Bericht über einen schwulen Profispieler, der sich outen wollte. Aber bis heute ist nichts passiert.

    Von daher: Ich glaub es erst wenn es passiert.

    Was würde in den USA eigentlich mit Fans passieren, die rassistische Dinge gegenüber einem schwarzen Spieler sagen? Die Fans würden doch verhaftet werden oder nicht? Falls ja, so sollte dasselbe passieren mit denen, die homosexuellenfeindliche Dinge gegenüber einem schwulen Spieler sagen!

    Ich glaub es liegt daran, dass es halt noch "legal" ist, dass man über Schwule herziehen darf, dass sich Schwule nicht outen.

    Wenn der Supreme Court der USA jetzt nicht die Ehe in den ganzen USA öffnet, dann ist das auch homosexuellenfeindlich, weil dann der Supreme Court dann nämlich quasi sagt, dass die verbleibende Restbenachteiligung ok ist. Das wäre ein historischer Irrtum und ein Schlag ins Gesicht von Schwulen und Lesben.
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#5 kerouaclyAnonym
  • 29.03.2013, 13:35h
  • Wenn er das durchzieht, ist er ein wahrer Held und geht als Schwulenikone in die Sportgeschichte ein!
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#6 FOX-NewsAnonym
  • 29.03.2013, 13:36h

  • Super Sache. Allein die Ankündigung eines Coming Outs im Fussball ( 1. Liga ) wäre auch in D eine Sensation ---
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#7 FoXXXynessEhemaliges Profil
  • 29.03.2013, 13:44h
  • Sehr gut! Davon können sich die Schrankschwulen der Ersten und Zweiten Fußballbundesliga mal ein Beispiel nehmen!
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#8 ManagernAnonym
#9 daVinci6667
#10 PeerAnonym
  • 29.03.2013, 17:09h
  • Wenn er das durchzieht, wird er ein Held werden, der in die Geschichtsbücher eingeht!

    Und er wird viel zum Guten verändern!
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