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Zwei Meldungen von dpa

Der doppelte Rösler



Der FDP-Chef appelliert zum gefühlten 100. Mal an die Union, Lesben und Schwule bitte gleichzustellen – und verspricht CDU/CSU gleichzeitig Treue über die Bundestagswahl hinaus.

Gleich zwei Meldungen mit Zitaten von FDP-Chef Philipp Rösler schickte heute die Deutsche Presse-Agentur in die weite Welt hinaus, obwohl sie vermutlich aus ein und demselben Gespräch mit dem Vizekanzler stammen. Manche Onlinemedien griffen die eine Nachricht auf, manche die andere. Doch erst zusammen zeigen sie besonders deutlich die paradoxe Politik der Liberalen.

In der einen Nachricht gibt sich Rösler, mal wieder, als Vorkämpfer für die Gleichstellung von Schwulen und Lesben. Wenn der Wille da sei, dann könne man die steuerliche Gleichbehandlung sehr schnell durchsetzen, meinte der FDP-Chef gegenüber dpa. Die Union forderte er auf, besser jetzt ein Signal für eine tolerante Gesellschaft zu setzen, anstatt sich von Karlsruhe dazu drängen zu lassen.

Einen wirklichen Nachrichtenwert hat dies nicht – ähnlich äußert sich der Bundeswirtschaftsminister schließlich bereits seit Wochen, sogar Monaten. An Schärfe scheinen seine Wortmeldungen sogar eher abzunehmen. Auf die Frage, ob die Liberalen in dieser Frage eine Koalitionskrise riskieren würden, antwortete Rösler: "Jetzt warten wir doch erst einmal das Urteil ab."

Die separat verschickte zweite Rösler-Meldung wiederum zeigt, dass auch der 100. Gleichstellungs-Appell der nibelungentreuen Liberalen beim konservativen Koalitionspartner verpuffen wird. "Wir setzen auf Schwarz-Gelb", sagte der Vizekanzler der dpa im Hinblick auf die kommende Bundestagswahl. Eine rot-grüne Regierung bezeichnete er als "Katastrophe" für Deutschland, einer Ampel-Koalition erteilte er eine klare Absage. Auch wenn sich in diesen Konstellationen eine wirkliche Gleichstellung durchsetzen ließe.

Die Union wird sich über diesen doppelten Rösler freuen. Es ist schon äußerst schwer zu verstehen, dass der FDP-Vorsitzende den Bruch der schwarz-gelben Koalitionsvereinbarung durch CDU/CSU noch immer mit freundlichen Appellen beantwortet. Noch unbegreiflicher ist es allerdings, dass er sich selbst jedes Druckmittels und jeder Verhandlungsposition beraubt! (mize)

Foto oben: Dirk Vorderstraße / flickr / cc by 2.0



#1 Kurt-FLAnonym
  • 29.03.2013, 14:38h
  • Was soll man dazu noch sagen, außer: "typisch FDP!" Man spricht wie immer sehr klare Worte...
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#2 xBuster
  • 29.03.2013, 14:54h
  • Das manchen Menschen auch nichts peinlich ist. Unsere Politiker (Volksvertreter?!) drehen sich alles so, wie Sie es doch aktuell brauchen.

    Die FDP hat doch nur Angst, dass Sie nicht mal die 5% Hürde schaffen, was aber nicht an deren Politik liegt nein :D
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#3 JensAnonym
  • 29.03.2013, 16:09h
  • Aussagen der FDP = Für den Papierkorb. Mit der FDP kann man/frau keinen Blumentopf gewinnen. Das sind reine Winddreher.
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#4 Dennis
  • 29.03.2013, 17:07h
  • Antwort auf #3 von Jens
  • es sind 3 meldungen die rösler kommuniziert. die 3. meldung ist sein lächeln im gesicht das besagt: ihr seid echt schwachköpfe wenn ihr mir das glaubt. aber versuchen kann man s ja mal. uns - der fdp - ist jedes mittel recht um sicher zu gehen das wir auf über 5 % kommen.
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#5 HinnerkAnonym
  • 29.03.2013, 17:35h
  • Wie alle in der FDP ist auch Herr Rösler absolut unglaubwürdig.

    Die FDP hätte es in der Hand die Diskriminierung noch im Frühling zu beenden. Stattdessen kriechen sie der Union in den Arsch und ermöglichen der Union erst, ihre homophobe Politik durchzusetzen.

    Und dann betont die FDP auch noch bei jeder Gelegenheit die Koalitionstreue und dass man auch nach der Wahl weiterhin Schwarz-Gelb will.

    Diese angeblichen Appelle für Gleichstellung finden nur für die Medien statt, damit man die schwulen Wähler beruhigen kann.

    Und manche fallen darauf rein.
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#6 TimonAnonym
  • 29.03.2013, 17:43h
  • So ist das bei der Lügner- und Betrügerpartei FDP:

    Wenn denen ein Schwuler gegenüber steht sagen sie:
    "Macht Euch keine Sorgen, wir setzen uns für Euch ein."

    Wenn sie aber in der Regierung sind sagen sie zur Union:
    "Macht Euch keine Sorgen, wir stimmen schon mit euch gegen Homorechte und sorgen dafür, dass die Homos weiterhin Menschen 2. Klasse bleiben."
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#7 FoXXXynessEhemaliges Profil
  • 29.03.2013, 18:28h
  • Es wird Zeit, daß Karlsruhe so schnell wie möglich für die Gleichstellung entscheidet!
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#8 NicoAnonym
  • 29.03.2013, 19:12h
  • Fipsi Rösler ist genau so ein Opportunist wie jeder in der FDP.

    Die drehen ihr Fähnlein nach dem Wind. So wie es gerade für den maximalen Machterhalt am besten ist.
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#9 bengtAnonym
  • 29.03.2013, 19:52h
  • Antwort auf #8 von Nico
  • Über Fipsis Mutti:

    Für seine Nachfolgerin Angela Merkel fand [Gerhard] Schröder auch anerkennende Worte:

    "Sie verweigert deutsche Führung nicht, sondern übt sie zurückhaltend aus. Das finde ich in Ordnung."

    Meint er die Homo-Ehe?
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#10 alexander
  • 29.03.2013, 20:34h
  • UND SCHON WIEDER UNSERE VIETNAMESISCHE BUTTERBLUME ? diesmal unrasiert! geht sie heute als callboy(?) für liz mohn und friede (?)und nicht als röserl für solvente herren, aus der cdsu ???
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