Service   Gewinne   Jobs   Newsletter   Bild des Tages   Presseschau   Partner   Gay Hotels
Queer.de - das schwul-lesbische Magazin
 Community | CSD-Termine
Suche:  (News-Übersicht)
 
Login (Nick / Passw.):  (Registrieren)
  Autologin  
 Home || Politik | Szene | Boulevard | Blog | Meinung | Glaube | Lifestyle | Reise | Kultur | Buch | CD | DVD | Liebe | TV-Tipps || Galerie
  • 29.03.2013           24      Teilen:   |

Zwei Meldungen von dpa

Der doppelte Rösler



Der FDP-Chef appelliert zum gefühlten 100. Mal an die Union, Lesben und Schwule bitte gleichzustellen – und verspricht CDU/CSU gleichzeitig Treue über die Bundestagswahl hinaus.

Gleich zwei Meldungen mit Zitaten von FDP-Chef Philipp Rösler schickte heute die Deutsche Presse-Agentur in die weite Welt hinaus, obwohl sie vermutlich aus ein und demselben Gespräch mit dem Vizekanzler stammen. Manche Onlinemedien griffen die eine Nachricht auf, manche die andere. Doch erst zusammen zeigen sie besonders deutlich die paradoxe Politik der Liberalen.

In der einen Nachricht gibt sich Rösler, mal wieder, als Vorkämpfer für die Gleichstellung von Schwulen und Lesben. Wenn der Wille da sei, dann könne man die steuerliche Gleichbehandlung sehr schnell durchsetzen, meinte der FDP-Chef gegenüber dpa. Die Union forderte er auf, besser jetzt ein Signal für eine tolerante Gesellschaft zu setzen, anstatt sich von Karlsruhe dazu drängen zu lassen.

Einen wirklichen Nachrichtenwert hat dies nicht – ähnlich äußert sich der Bundeswirtschaftsminister schließlich bereits seit Wochen, sogar Monaten. An Schärfe scheinen seine Wortmeldungen sogar eher abzunehmen. Auf die Frage, ob die Liberalen in dieser Frage eine Koalitionskrise riskieren würden, antwortete Rösler: "Jetzt warten wir doch erst einmal das Urteil ab."

Die separat verschickte zweite Rösler-Meldung wiederum zeigt, dass auch der 100. Gleichstellungs-Appell der nibelungentreuen Liberalen beim konservativen Koalitionspartner verpuffen wird. "Wir setzen auf Schwarz-Gelb", sagte der Vizekanzler der dpa im Hinblick auf die kommende Bundestagswahl. Eine rot-grüne Regierung bezeichnete er als "Katastrophe" für Deutschland, einer Ampel-Koalition erteilte er eine klare Absage. Auch wenn sich in diesen Konstellationen eine wirkliche Gleichstellung durchsetzen ließe.

Die Union wird sich über diesen doppelten Rösler freuen. Es ist schon äußerst schwer zu verstehen, dass der FDP-Vorsitzende den Bruch der schwarz-gelben Koalitionsvereinbarung durch CDU/CSU noch immer mit freundlichen Appellen beantwortet. Noch unbegreiflicher ist es allerdings, dass er sich selbst jedes Druckmittels und jeder Verhandlungsposition beraubt! (mize)

Foto oben: Dirk Vorderstraße / flickr / cc by 2.0

Kommentare: Selbst kommentieren | Bisher 24 Kommentare | FB-Debatte
Teilen: 68             3     
Service: | pdf | mailen
Tags: philipp rösler, fdp, liberale, gleichstellung, ampelkoalition
Schwerpunkt:
Unterstützen:
  |   Überweisung / Abo / weitere Infos

Reaktionen zu "Der doppelte Rösler"


 24 User-Kommentare
« zurück  123  vor »

Die ersten:   
#1
29.03.2013
14:38:00


(+8, 10 Votes)

Von Kurt-FL


Was soll man dazu noch sagen, außer: "typisch FDP!" Man spricht wie immer sehr klare Worte...


Antworten | Kommentar schreiben | Direktlink zu diesem Kommentar
 
#2
29.03.2013
14:54:32


(+7, 9 Votes)

Von xBuster
Profil nur für angemeldete User sichtbar


Das manchen Menschen auch nichts peinlich ist. Unsere Politiker (Volksvertreter?!) drehen sich alles so, wie Sie es doch aktuell brauchen.

Die FDP hat doch nur Angst, dass Sie nicht mal die 5% Hürde schaffen, was aber nicht an deren Politik liegt nein :D


Antworten | Kommentar schreiben | Direktlink zu diesem Kommentar
 
#3
29.03.2013
16:09:05


(+6, 8 Votes)

Von Jens


Aussagen der FDP = Für den Papierkorb. Mit der FDP kann man/frau keinen Blumentopf gewinnen. Das sind reine Winddreher.


Antworten | Kommentar schreiben | Direktlink zu diesem Kommentar
 
#4
29.03.2013
17:07:07


(+4, 6 Votes)

Von Dennis
Profil nur für angemeldete User sichtbar
Antwort zu Kommentar #3 von Jens


es sind 3 meldungen die rösler kommuniziert. die 3. meldung ist sein lächeln im gesicht das besagt: ihr seid echt schwachköpfe wenn ihr mir das glaubt. aber versuchen kann man s ja mal. uns - der fdp - ist jedes mittel recht um sicher zu gehen das wir auf über 5 % kommen.


Antworten | Kommentar schreiben | Direktlink zu diesem Kommentar
 
#5
29.03.2013
17:35:22


(+6, 8 Votes)

Von Hinnerk


Wie alle in der FDP ist auch Herr Rösler absolut unglaubwürdig.

Die FDP hätte es in der Hand die Diskriminierung noch im Frühling zu beenden. Stattdessen kriechen sie der Union in den Arsch und ermöglichen der Union erst, ihre homophobe Politik durchzusetzen.

Und dann betont die FDP auch noch bei jeder Gelegenheit die Koalitionstreue und dass man auch nach der Wahl weiterhin Schwarz-Gelb will.

Diese angeblichen Appelle für Gleichstellung finden nur für die Medien statt, damit man die schwulen Wähler beruhigen kann.

Und manche fallen darauf rein.


Antworten | Kommentar schreiben | Direktlink zu diesem Kommentar
 
#6
29.03.2013
17:43:57


(+4, 6 Votes)

Von Timon


So ist das bei der Lügner- und Betrügerpartei FDP:

Wenn denen ein Schwuler gegenüber steht sagen sie:
"Macht Euch keine Sorgen, wir setzen uns für Euch ein."

Wenn sie aber in der Regierung sind sagen sie zur Union:
"Macht Euch keine Sorgen, wir stimmen schon mit euch gegen Homorechte und sorgen dafür, dass die Homos weiterhin Menschen 2. Klasse bleiben."


Antworten | Kommentar schreiben | Direktlink zu diesem Kommentar
 
#7
29.03.2013
18:28:14


(+4, 4 Votes)

Von ehemaligem User FoXXXyness


Es wird Zeit, daß Karlsruhe so schnell wie möglich für die Gleichstellung entscheidet!


Antworten | Kommentar schreiben | Direktlink zu diesem Kommentar
 
#8
29.03.2013
19:12:16


(+4, 6 Votes)

Von Nico


Fipsi Rösler ist genau so ein Opportunist wie jeder in der FDP.

Die drehen ihr Fähnlein nach dem Wind. So wie es gerade für den maximalen Machterhalt am besten ist.


Antworten | Kommentar schreiben | Direktlink zu diesem Kommentar
 
#9
29.03.2013
19:52:05


(+2, 4 Votes)

Von bengt
Antwort zu Kommentar #8 von Nico


Über Fipsis Mutti:

Für seine Nachfolgerin Angela Merkel fand [Gerhard] Schröder auch anerkennende Worte:

"Sie verweigert deutsche Führung nicht, sondern übt sie zurückhaltend aus. Das finde ich in Ordnung."

Meint er die Homo-Ehe?


Antworten | Kommentar schreiben | Direktlink zu diesem Kommentar
 
#10
29.03.2013
20:34:37


(-2, 6 Votes)

Von alexander
Profil nur für angemeldete User sichtbar


UND SCHON WIEDER UNSERE VIETNAMESISCHE BUTTERBLUME ? diesmal unrasiert! geht sie heute als callboy(?) für liz mohn und friede (?)und nicht als röserl für solvente herren, aus der cdsu ???


Antworten | Kommentar schreiben | Direktlink zu diesem Kommentar
 
« zurück  123  vor »


 Queer.de-Blog

Top-Links (Werbung)

 MEINUNG



Anderswo
Bild des Tages
Aktuell auf queer.de
Gayromeo-Räuber "Marcus" festgenommen Magdeburg: Einstimmiger Beschluss für Hirschfeld-Gedenktafel "Tapetenwechsel 2.0" im Schwulen Museum* Studie: Intimrasur erhöht Krankheitsrisiko
 © Queer Communications GmbH 2016   Unternehmen | Team | Mediadaten | Logos | Impressum / AGB | Spenden | Kontakt