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  • 29.03.2013           67      Teilen:   |

Argentinien

Schwulenklatschen im Namen des Papstes

Artikelbild
Als Erzbischof von Buenos Aires wetterte der heutige Papst einst an vorderster Front gegen Schwule und Lesben (Bild: George Martell / flickr / cc by-nd 2.0)

Mit der Begründung "Wir können in Argentinien keine Schwuchteln dulden, wenn wir einen argentinischen Papst haben" wurde ein junges Homo-Paar verprügelt.

In Argentinien wurde ein schwules Paar im Namen des Papstes angegriffen. Auf einer privaten Party in der Stadt San Isidro wurden Pedro Robledo und sein Freund Agustín Sargiotto nach einem Bericht des spanischsprachigen Portals "Diario" erst von anderen Gästen beschimpft und beleidigt, dann verprügelt.

Anlass soll ein Kuss zwischen den beiden Männern gewesen sein. Während der Rangelei seien Äußerungen wie "Homosexualität ist eine Sünde" gefallen, außerdem sei das junge Paar eine "Schande für den argentinischen Papst" genannt worden. Auf der Party sollen sich insgesamt rund 200 Gäste aufgehalten haben.

Fortsetzung nach Anzeige


Schwule im katholischen Haushalt unerwünscht

Eines der Opfer: Pedro Robledo erlitt  u.a. Verletzungen im Gesicht - Quelle: privat
Eines der Opfer: Pedro Robledo erlitt u.a. Verletzungen im Gesicht (Bild: privat)

Robledo musste nach dem Vorfall, der sich bereits am 23. März ereignete, mit leichten Verletzungen im Krankenhaus behandelt werden. "Ein Jugendlicher sagte mir, wir müssen die Party verlassen, weil dies ein katholischer Haushalt sei", erklärte er in einem Gespräch mit "INFOnews". Man habe ihm auch gesagt: "Wir können in Argentinien keine Schwuchteln dulden, wenn wir einen argentinischen Papst haben." Robledo konnte einen der Angreifer namentlich identifizieren und erstattete Anzeige bei der Polizei.

"Es ist auffallend, dass sich die Täter auf den Papst berufen haben, als sie Pedro und Agustín attackierten", heißt es in einer Stellungnahme des größten argentinischen Homoverbands FALGBT. Das heutige Kirchenoberhaupt war einer der Hauptgegner der 2010 erfolgten Eheöffnung in dem südamerikanischen Land. Gleichgeschlechtliche Ehen bezeichnete der damalige Erzbischof von Buenos Aires u.a. als "zerstörerischen Anlauf gegen den Plan Gottes" (queer.de berichtete).

"Unser Land hat sich vor über zwei Jahren dazu entschlossen, mit der Ehe-Öffnung allen Bürgern gleiche Rechte zu geben. Dies sollte uns auch das Recht geben, dass wir uns in jeder Umgebung und in jeder Situation frei ausdrücken können", sagte FALGBT-Präsident Esteban Pauló. Er hoffe, dass der Vorfall nicht den Beginn einer fanatischen Entwicklung in seinem Land darstelle. (cw)

Mehr zum Thema:
» Argentinier ist neuer Papst – und lautstarker Gegner von Homo-Rechten (13.03.2013)
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Tags: homophobe gewalt, argentinien, schwulenklatschen, papst franziskus, pope francis
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Reaktionen zu "Schwulenklatschen im Namen des Papstes"


 67 User-Kommentare
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Die ersten:   
#1
29.03.2013
16:26:43


(-12, 18 Votes)

Von Lich King


Benedetto hätte sowas nicht gemacht:

Mit 50 jugendlichen Straftätern feierte Papst Franziskus die Abendmesse im Gefängnis und forderte seine Kirche auf, Grenzen zu überschreiten.

Link zu www.focus.de

Wird er anders als sein Vorgänger?


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#2
29.03.2013
16:33:07


(+9, 11 Votes)

Von man kennt sie


Domradio:

"Die konservative Tageszeitung "Clarin" hat es genau ausgerechnet: Mehr als 14 Mal hat Argentiniens Staatspräsidentin Cristina Kirchner einem von Kardinal Jorge Mario Bergoglio gewünschten Treffen im Präsidentenpalast von Buenos Aires eine Absage erteilt. Obendrein habe - so berichtet das kirchnerkritische Blatt weiter - das Lager der Präsidentin vor der Wahl des ersten katholischen Kirchenoberhauptes Lateinamerika sogar ein Dossier an die Kardinäle verteilen lassen, dass vor einer Wahl des Erzbischofs von Buenos Aires gewarnt habe.

Kirchner, die aus einem linksradikalen Umfeld stammt und sich als legitime Nachfolgerin von Evita Peron (1919-1952) inszeniert, und der bürgerliche Bergoglio: Das hat bislang überhaupt nicht zusammengepasst."

Unter Kirchner wurde die Homo-Ehe legal.


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#3
29.03.2013
16:38:26


(+10, 12 Votes)

Von goddamn liberal
Antwort zu Kommentar #1 von Lich King


Wird er anders?

Nö, der ist schlauer.

Und deshalb schlagkräftiger.


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#4
29.03.2013
16:38:46


(+9, 11 Votes)

Von userer
Profil nur für angemeldete User sichtbar
Antwort zu Kommentar #1 von Lich King


Lich King fragt wahrscheinlich nur sich selbst und nicht ernsthaft uns: "Wird er anders als sein Vorgänger?"

Es scheint einen Sprung weg von der stillen planerischen Verfolgung hin zur medial inszenierten Verfolgung zu geben.

Dass du auf so was reinfällst, spricht gegen dich.


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#5
29.03.2013
16:42:38


(+8, 14 Votes)

Von boyfeet
Antwort zu Kommentar #1 von Lich King


ob jugendknast oder fussballverein...er fühlt sich halt wohl im kreise jugendlicher füße.

Bild-Link:
Pope-Soccer-01_t607.jpg


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#6
29.03.2013
16:46:31


(+10, 12 Votes)

Von -hw-


Fox-Journalist soll Öffentlichkeitsarbeit des Papstes verbessern

Maßnahme nach Vatileaks-Panne - US-Amerikaner Greg Burke gehört dem Opus Dei an

Link:
derstandard.at/1339638777295/Fox-Journalist-soll-O
effentlichkeitsarbeit-des-Papstes-verbessern


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#7
29.03.2013
16:51:07


(+5, 7 Votes)

Von feet back
Antwort zu Kommentar #5 von boyfeet


fussballer können aber noch abhauen


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#8
29.03.2013
16:55:36


(+8, 10 Votes)

Von schmierinfektion
Antwort zu Kommentar #6 von -hw-


focus so ätzend billig wie Burke:

"Serbische Muslimin erhielt Fußwaschung"
Link (Lich King)


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#9
29.03.2013
17:02:38


(+6, 8 Votes)

Von MeineFresse
Antwort zu Kommentar #5 von boyfeet


Genau daran musste ich auch denken^^
Wer will auch Altenheiminassen, Obdachlosen oder Leprakranken die Füße waschen.


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#10
29.03.2013
17:07:37


(+9, 11 Votes)

Von Peer


Wären die Folgen nicht so dramatisch und traurig, könnte man sich nur kaputtlachen, mit welchen hanebüchenen Argumenten die Anhänger dieser Hass-Sekte sich ihre Verbrechen schön reden.

Die Homohasser verfallen schon immer mehr dem Wahnsinn.

Da sind sie ja in der katholischen Kirche gut aufgehoben...


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