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Fettes Brot, Alice Cooper, die Beatles, Polka, Schlager, Seemannslieder – James Last macht vor nichts Halt – Non-Stop-Dancing garantiert!

Von Jan Gebauer

James Last ist weltweit der erfolgreichste Bandleader und somit einer der wenigen deutschen Künstler, den man als Weltstar bezeichnen darf. Mit über 80 Millionen verkaufter Schallplatten ist er auch Deutschlands erfolgreichster Album-Künstler, vor Michael Jackson, Madonna oder den Beatles. Kaum ein Superlativ, der nicht passt, wenn man James Last und seine einzigartige Karriere beschreiben will. Dabei war sein Easy-Listening-Sound über viele Jahre verpönt, mischte er doch neben Pop- und Charts-Titel auch Polka, Volksmusik und Klassik zu einem leicht bekömmlichen Hit-Menü. Mit dem Easy-Listening-Revival der 90er Jahre jedoch erntete der 1929 in Bremen geborene Bandleader endlich den Respekt, der ihm gebührt. Spätestens als die Rapper von Fettes Brot mit dem ergrauten Taktstock-Schwinger eine erfolgreiche Single aufnahmen ("Ruf mich an") war für Hansi, wie er von seinen Fans liebevoll genannt wird, das Comeback perfekt. Sogar P. Diddy (Puff Daddy) sampelte mit "Fantasy" einen seiner Titel.

Am 17. April 2004 feierte James Last seinen 75. Geburtstag. Und vor genau 40 Jahren begann mit seinem ersten Plattenvertrag bei der Polydor die Geschichte seines Orchesters. Zwischen dem 28. Oktober und dem 5. Dezember 2004 hat der Entertainer über 40 Konzert-Termine in Deutschland, Österreich, der Schweiz und den Benelux-Staaten angesetzt. Die ersten drei Konzerte in Rostock, Berlin und Hannover sind bereits ausverkauft. Eine Tour mit ungeheurem Aufwand: Sechs Tage pro Woche Konzerte, sieben Wochen lang mit rund 90-köpfiger Crew "on the road". Das Programm ist ebenso bunt wie sein Kleidungsstil in den glorreichen 70s, als seine Platten dutzendfach in den Charts zu finden waren.

Während seiner großen Zeiten in den 60er, 70er und frühen 80er Jahren machte James Last ohnehin vor nichts halt. Er stellte Rock-Titel von Alice Cooper, den Beatles, Rolling Stones direkt neben Schlager von Wencke Myhre, Udo Jürgens oder Drafi Deutscher. Der Mann zeigte nie Berührungsängste: Pop, Polka, Disco, Klassik, Seemannslieder, Funk, Soul, Schlager – ob als "Non-Stop-Dancing", "Beach-Party", "Sing mit" oder "A GoGo" - James Last landete einen Gold- und Platin-Hit nach dem anderen. Es gab Jahre in den veröffentlichte er über ein dutzend Alben alleine in Deutschland.

In Japan, Großbritannien, Südamerika, den Niederlanden oder Schweden entwickelte er eigene Konzepte, um dem dortigen Markt ebenfalls gerecht zu werden. Noch heute liegen ihm besonders die Engländer zu Füßen - seine Konzerte in der legendären Royal Albert Hall sind regelmäßig ausverkauft. Dabei sitzen heute alte und junge Menschen Seite an Seite in den Konzerten. "Musik kennt keine Grenzen, kein Alter. Musik spricht eine Sprache", sagt der Entertainer dazu, nicht ohne einen gewissen Stolz.

Seit Mitte Oktober ist auch James Lasts neues Album "They call me Hansi" im Handel erhältlich. Darauf eine unglaubliche Star-Rige als Gäste: RZA vom Wu-Tang-Clan, Luciano Pavarotti HipHopper Jan Delay, Herbert Grönemeyer, Xavier Naidoo, Nina Hagen und Jazzer Till Brönner.

28. Oktober 2004