Hauptmenü Accesskey 1 Hauptinhalt 2 Footer 3 Suche 4 Impressum 8 Kontakt 9 Startseite 0
Neu Presse Tagesbild TV Termine
© Queer Communications GmbH
http://queer.de/?18909

Die Pius-Brüder bei einer Demonstration gegen den CSD in Stuttgart (2009) (Bild: Guido Klein)

Homosexuelle sind wie Nazis, vergehen sich an Kindern und sind gestört: Nach dem Amtsantritt von Franziskus verschärft die 2009 von Papst Benedikt rehabilitierte Organisation den Ton gegen sexuelle Minderheiten.

In der April-Ausgabe des "Mitteilungsblattes" der Priesterbruderschaft St. Pius X. beklagen die katholischen Traditionalisten den angeblichen Einfluss von "kriminellen" Homosexuellen auf Kirche und Gesellschaft. Unter der Überschrift "Mit dem Papst gegen Homohäresie" ("Häresie" bedeutet Irrlehre) vergleicht die Organisation homosexuelle Aktivisten mit Vertretern eines autoritären Regimes: "Die Homoideologie scheint so mächtig zu sein und wird ebenso aggressiv verbreitet wie früher der Marxismus und Faschismus".

Die "homosexuelle Lobby" sei in der Kirche gut vernetzt und habe zum Ziel, den Glauben "von Millionen Menschen" zu schwächen oder zu vernichten. Dabei habe es die "gestörte Minderheit" der Homosexuellen insbesondere auf Kinder abgesehen. So wird in dem Text gefragt: "Sollte das Wohlergehen der homosexuellen Straftäter wichtiger sein als das Schicksal von Kindern und Jugendlichen und das Schicksal der Kirche im Ganzen?".

Schwulen und Lesben sei daher wie "auf dem Schlachtfeld" zu begegnen: "Man muss in Betracht ziehen, dass die Seite des Gegners, die oft jahrzehntelang in Sünde und Verlogenheit lebte, innerlich so degeneriert ist, dass sie auf das Niveau gemeiner Krimineller heruntergekommen ist und zur Verteidigung der eigenen Interessen, der eigenen Position vor nichts zurückschreckt". Autor des Artikels ist Dariusz Oko, ein polnischer Priester.

Kriegserklärung an alle Homosexuellen

Die Traditionalisten machen bereits seit längerem Stimmung gegen Homosexuelle: So demonstrieren sie beim Stuttgarter CSD jährlich gegen Homosexualität ("Rettet Kinder vor Perversion"). Im vergangenen Jahr forderten die Piusbrüder bereits zum "Krieg" gegen Homosexuelle auf, der "mit übernatürlichen Waffen" geführt werde (queer.de berichtete).

Die Bruderschaft ist 1970 vom französischen Erzbischof Marcel Lefebvre gegründet worden und wurde 1988 aus der katholischen Kirche ausgeschlossen, weil sie die katholische Führungsrolle des Papstes in Zweifel zogen. Trotz der reaktionären Haltung und des martialischen Tons der Piusbrüder hat Papst Benedikt XVI. 2009 den Kirchenausschluss von mehreren Pius-Bischöfen aufgehoben und die Gruppe damit rehabilitiert (queer.de berichtete). (dk)



Auch Westerwelle lobt Papst

Bundesaußenminister Guido Westerwelle (FDP) hat sich positiv über die Aussagen von Papst Franziskus zur Homosexualität geäußert.
#1 Aus Bad HomburgAnonym
  • 02.04.2013, 14:52h
  • In der katholischen Kirche sind sie definitiv die Menschen der Vergangenheit, der vor dem 2. Vatikanischen Konzil. Wer die Gegenwart und die Zukunft der katholischen Kirche sehen will, braucht nicht auf Pius X und die Proteste bei der Stuttgarter CSD, sondern nur auf den Papst Franziskus und "World Youth Days" in Rio de Janeiro im kommenden Sommer schauen.
  • Antworten » | Direktlink »
#2 Thorsten1Profil
  • 02.04.2013, 14:58hBerlin
  • Diese gestörten Leute werden sich ganz sicher nicht auf Papst Franziskus berufen können. Dieser lehnte zwar die Öffnung der Ehe für Schwule und Lesben in Argentinien ab, aber was er -jetzt als Papst- grundsätzlich zu dem Thema Homosexualität sagen wird, ist noch offen. Bisher ist mir von ihm nur die Aussage bekannt, dass "es Homosexualität schon immer gegeben hat".
    Die Piusbrüder sind ein Sammelbecken von Leuten, die nur äußerlich "katholisch" sind, aber in Wirklichkeit den Nazis gleichen. Es sind oft Leute, die sich nicht trauen, offen in die NPD einzutreten und dafür ihren Haß in dieser außerkatholischen Sekte (sie sind nämlich nicht Mitglied der Römisch-katholischen Kirche!) ausleben.
  • Antworten » | Direktlink »
#3 SebiAnonym
  • 02.04.2013, 15:00h
  • Die homophoben, antisemitischen und frauenfeindlichen Nazi-Pius-Brüder (die ja vom vorigen Papst mit offenen Armen empfangen wurden) sind wohl die deutlich kleinere Minderheit...

    Und wer hier geistesgestört ist und wer nicht, ist wissenschaftlich bewiesen. Aber mit Wissenschaft und Fakten hatte die Katholiban es ja noch nie...
  • Antworten » | Direktlink »
#4 EnyyoAnonym
  • 02.04.2013, 15:36h
  • Werte Pius-Brüder und -Schwestern, als Homosexueller muss ich leider immer wieder "in Betracht ziehen, dass die Seite des Gegners, die oft jahrzehntelang in Sünde und Verlogenheit lebte, innerlich so degeneriert ist, dass sie auf das Niveau gemeiner Krimineller heruntergekommen ist und zur Verteidigung der eigenen Interessen, der eigenen Position vor nichts zurückschreckt".

    Habt Ihr die Aussagen der Bibel falsch verstanden? Oder warum frönt Ihr einem Gott des Hasses? Ihr seid wohl Teufelsanbeter?

    Dann kriecht doch bitte wieder in die Löcher zurück, aus denen Ihr Euch ab und an hervor wagt, ansonsten kommt hervor, folgt dem Herrn Jesus Christus und werdet erwachsen: LIEBE macht frei! JEDE Form von LIEBE!
  • Antworten » | Direktlink »
#6 TheDadProfil
  • 02.04.2013, 15:42hHannover
  • Freiwillige Rechtsanwälte vor..

    Wer zeigt den Verein und sein Propagandablatt wegen Volksverhetzung an ?

    Warum dürfen die hier überhaupt veröffentlichen ?

    Nach deutschem Vereinsrecht ist der Verein zu verbieten..
  • Antworten » | Direktlink »
#7 daVinci6667
  • 02.04.2013, 15:47h

  • "Man muss in Betracht ziehen, dass die Seite des Gegners, die oft jahrzehntelang in Sünde und Verlogenheit lebte, innerlich so degeneriert ist, dass sie auf das Niveau gemeiner Krimineller heruntergekommen ist und zur Verteidigung der eigenen Interessen, der eigenen Position vor nichts zurückschreckt"

    Genau so sehe ich tatsächlich unseren Gegner, die RKK!
  • Antworten » | Direktlink »
#8 Lich KingAnonym
  • 02.04.2013, 15:54h
  • Dieser seltsame Haufen besteht doch nur aus einer kleinen Gruppe von Personen, die schon lange in Rente sind. Sollte man nicht ernst nehmen, denn sie haben keinerlei gesellschaftlichen Einfluß.

    Zur Piusbruderschaft gehören nach eigenen Angaben von 2012 weltweit 569 Priester.[3] Die Zahl der Gläubigen, die sich zu ihr bekennen, soll nach Angaben von Kardinal Darío Castrillón Hoyos von 2007 um 600.000 Personen umfassen, davon 100.000 in Frankreich. Andere Quellen nennen 150.000 Anhänger.[4] Unabhängige und regelmäßig überprüfte Erhebungen zu den Anhängerzahlen sind nicht bekannt.

    de.wikipedia.org/wiki/Priesterbruderschaft_St._Pius_X.
  • Antworten » | Direktlink »
#9 Lich KingAnonym
#10 TheCrowdAnonym
  • 02.04.2013, 16:10h
  • Antwort auf #8 von Lich King
  • Ich bin leider selber in diesem Haufen "aktiv" (bis ich mein Comming- Out vor meiner Familie haben kann) und muss leider sagen, dass die Piusbruderschaft nicht nur aus alten Rentnern besteht. Im Gegenteil sind Familien mit acht bis dreizehn Kinder Normalität und wird von den Oberen fast verlangt, da nach dem Motto "Gott schenkt uns so viele Kinder wie es in seinem Plan steht" gelebt werden soll. Die Piusbrüder betreiben auch eine sehr aktive Ausbildung und Heranformung dieser Jugendlichen ganz im Geiste der radikalen erzkonservativen Katholiken.
    www.piusx.ch/schweiz/jugend/uber-uns
  • Antworten » | Direktlink »