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In der TV-Serie "Die Simpsons" hat Homer bereits vor einigen Jahren Uruguay als homofreundliches Land entlarvt...

Fast drei Viertel der Senatoren votierte für die Gleichbehandlung von Schwulen und Lesben im Eherecht – damit ist die Ehe-Öffnung im südamerikanischen Staat praktisch nicht mehr aufzuhalten.

Am Dienstag hat der Senat (Cámara de Senadores) von Uruguay mit 23 zu acht Stimmen seine Unterstützung für die Einbeziehung von Homosexuellen in das Eherecht erklärt. Der Gesetzentwurf ändert die Definition der Ehe zu "zwei Menschen unterschiedlichen oder gleichen Geschlechts". Die Begriffe "Ehemann" und "Ehefrau" sollen durch "Ehepartner" ersetzt werden und Schwule und Lesben sollen ausnahmslos die gleichen Rechte erhalten wie Heterosexuelle. Das regierende linksgerichtete Parteienbündnis "Frente Amplio" (Breite Front) brachte den Antrag ein, wurde aber auch von Senatoren aus der Opposition unterstützt.

Bereits im Dezember hatte das Repräsentantenhaus mit 90 Prozent der abgegebenen Stimmen für die Gleichstellung votiert (queer.de berichtete). Da sich die Gesetzentwürfe in beiden Kammern jedoch geringfügig unterscheiden, muss ein Vermittlungsausschuss die Entwürfe angleichen und das Parlament daraufhin dem Gesetz noch einmal zustimmen. Präsident José Mujica hat bereits angekündigt, das Gesetz so bald wie möglich unterschreiben zu wollen.

Gleichstellung ist "Frage der Gerechtigkeit"


Senator Rafeael Michelini setzte sich in der Debatte für die Gleichstellung ein

In der achtstündigen Debatte beschworen die meisten Senatoren das Staatsziel der Nichtdiskriminierung: "Das ist eine Frage der Freiheit, der Wahlfreiheit und der Gerechtigkeit", erklärte der linke Senator Rafeael Michelini. "Freiheit, weil sich der Staat nicht in die Partnerwahl einmischen soll. Gerechtigkeit, weil derzeit im Ausland geschlossene gleichgeschlechtliche Ehe in Uruguay nicht anerkannt werden. Das muss geändert werden." Größter Gegner der Gleichbehandlung ist derzeit die katholische Kirche, die jedoch in dem säkularen Staat kaum Einfluss hat.

Das nur 3,5 Millionen Einwohner zählende Uruguay gehört in Sachen Homo-Rechte zu den fortschrittlichsten Ländern in Lateinamerika: Bereits 2007 führte die Republik eingetragene Partnerschaften ein – als erstes Land in Südamerika (queer.de berichtete). Seither hat sich die Debatte um LGBT-Rechte entspannt. Selbst viele konservative Abgeordnete und Senatoren haben ihre Meinung geändert und unterstützen die Gleichstellung. Bereits jetzt besitzen Homo-Paare in Uruguay praktisch die gleichen Rechte und Pflichten wie Heterosexuelle, einschließlich des Adoptionsrechtes – sie dürfen ihre Beziehung nur nicht als Ehe bezeichnen.

Uruguay wäre nach Argentinien das zweite Land in Südamerika, das Homosexuelle im Eherecht gleichstellt. Weltweit haben bislang elf Länder die Ehe für Schwule und Lesben geöffnet. (dk)

Youtube | Homer findet Uruguay "gay"


#1 KMBonnProfil
  • 03.04.2013, 13:49hBonn
  • Was lernen wir daraus? Den Einfluß der Kirche zurückdrängen wo es nur geht, um Gleichheit und Gleichberechtigung zu erreichen.
    Nächstenliebe, soziale Gerechtigkeit, Gerechtigkeit und ähnliches, das geht auch ohne Kirche, dafür brauchts die alten Säcke in den Kleidchen nicht.
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#2 HomerAnonym
  • 03.04.2013, 14:05h
  • Wären alle Heteros so prototypisch wie Naivling Homer Simpson wäre die Welt besser. und witziger.
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#3 hypathiaProfil
  • 03.04.2013, 14:24hBaden
  • Antwort auf #1 von KMBonn
  • Sehr richtig!
    Nur: Nächstenliebe, soziale Gerechtigkeit, Gerechtigkeit und ähnliches, geht nicht nur AUCH ohne Kirche, sondern NUR ohne Kirche!

    Nur bei uns hat man das noch nicht erkannt!
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#4 res publicaAnonym
#5 saurer regenAnonym
  • 03.04.2013, 15:26h
  • Antwort auf #3 von hypathia
  • Ohne Kretschmänner und Göringe? Jetzt, wo du es sagst. Man sieht vor lauter Wald die Bäume nicht.

    Obama, Hollande, Kirchner, Gonzales, Mujica,....
    alles mit unerheblichem grünen Anteil.....
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#6 timpa354Ehemaliges Profil
  • 03.04.2013, 15:28h
  • Wenn das nicht erbärmlich ist für unser "modernes Deutschland".Danke CDU und Katholische Kirche, dass ihr Diskriminierung von Minderheiten so hoch haltet ,dass Deutschland mittlerweile abgehängt wird und mit Recht als rückständiges Land betrachtet werden kann.
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#7 frageAnonym
#8 SchweizerAnonym
  • 03.04.2013, 15:44h
  • Wie kann es sein dass alle Länder langsam die Homoehe öffnen, selbst die katholischen, aber hier in Westeuropa (Nord und Süd haben sie ja fast alle schon geöffnet) immer noch nichts geschieht? Man will eines der besten Länder sein aber schafft nicht mal die Gleichberechtigung
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#9 daVinci6667
  • 03.04.2013, 15:54h
  • Antwort auf #6 von timpa354

  • Hast schon recht.

    Nur wird all zu oft vergessen, das Deutschland das LETZTE LAND Westeuropas war, welches die Strafbarkeit homosexueller Handlungen abschaffte. In Frankreich, Belgien und einigen Kantonen der Schweiz 1791, in Deutschland restlos erst 1994.

    Deshalb gibts leider in vielen Köpfen, auch Politikern noch uralte Vorstellungen im Geiste der Nazizeit, leider.

    Doch die Gleichstellung wird kommen und lässt sich überall nicht mehr aufhalten. Davon bin ich fest überzeugt.
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#10 Aus Bad HomburgAnonym
  • 03.04.2013, 15:55h
  • Die massenhaften Proteste sind in Montevideo aber ausgeblieben, anders als in Paris. Da ist das kleine katholische Land wohl viel offener und schwulenfreundlicher als die laizistische Republik Frankreich.
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