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GLAAD-Auszeichnung

Bill Clinton erhält Homo-Preis


Bill Clinton hat während seiner Amtszeit als Präsident auch homofeindliche Gesetze unterschrieben, sich aber in den letzten Jahren zum Unterstützer für LGBT-Rechte gewandelt

Als US-Präsident hat Bill Clinton homophobe Gesetze unterschrieben, die er später wieder abschaffen wollte: Für seinen wachsenden Einsatz für Homo-Rechte erhält er nun eine Auszeichnung.

Bill Clinton, der die USA von 1993 bis 2001 geführt hatte, wird bei den "GLAAD Media Awards" mit dem "Advocate for Change Award" ausgezeichnet. Der Preis wird erstmals vergeben und soll Prominente ehren, die sich für die Gleichstellung von Schwulen und Lesben einsetzen. Clinton wird den Preis am 20. April bei einer Galaveranstaltung in Los Angeles entgegennehmen.

Die Homo-Gruppe GLAAD würdigt Clinton als einen Verfechter für die Ehe-Öffnung, der sich seit mehreren Jahren aktiv engagiert: So habe er 2011 für die Ehe-Öffnung im Bundesstaat New York geworben, ein Jahr später kämpfte er gegen ein Ehe-Verbot für Schwule und Lesben im Südstaat North Carolina. Außerdem setzte er sich für die Abschaffung des "Gesetzes zum Schutz der Ehe" ein (Defense of Marriage Act, DOMA).

Clinton für DOMA und "Don't ask, don't tell" verantwortlich

Allerdings ist die Auszeichnung nicht unumstritten: Viele Aktivisten haben Clinton kritisiert, weil er während seiner Amtszeit DOMA unterzeichnet und erklärt hatte, die Ehe müsse eine Verbindung zwischen Mann und Frau bleiben. Außerdem scheiterte er mit dem Wahlkampfversprechen, Homosexuelle im Militär gleichzustellen. Stattdessen führte er die "Don't ask, don't tell"-Regelung ein. Damit duften Schwule und Lesben zwar erstmals beim größten Arbeitgeber der Welt anheuern, allerdings mussten sie ihre sexuelle Orientierung verbergen. Das führte dazu, dass bis zur Abschaffung des Gesetzes im Jahr 2011 rund 14.000 Militärangehörige wegen Homosexualität aus Army, Navy, Air Force, Marines oder der Coast Guard gefeuert wurden.

Allerdings argumentiert GLAAD, dass Clinton die Situation in den 90ern im Vergleich zu seinen Vorgängern Ronald Reagan und George Bush senior entscheidend verändert habe: "Clinton hat erstmals offen Schwule und Lesben in allen Bereichen seiner Regierung ernannt, insgesamt mehr als 150 Menschen. Darunter war auch James Hormel, Amerikas erster offen schwuler Botschafter". Außerdem sei seine Regierung die Aids-Krise angegangen und habe die Mitte für Forschung entscheidend ausgeweitet.

Clinton hat sich erstmals 2009 für die Ehe-Öffnung ausgesprochen (queer.de berichtete), seine Frau Hillary ist im vergangenen Monat nachgezogen (queer.de berichtete). Hillary Clinton bereitet sich derzeit auf den Präsidentschaftswahlkampf 2016 vor. Bei den Demokraten gilt die frühere Senatorin und Außenministerin derzeit als Favoritin. (dk)



#1 NajaAnonym
  • 04.04.2013, 14:40h

  • Ist ja nett wenn man seine Meinung ändert, aber es sollten besser Menschen ausgezeichnet werden die sich von Anfang an für uns eingesetzt haben.
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#2 lentilAnonym
  • 04.04.2013, 16:29h
  • Haben die niemand besseren gefunden den sie auszeichnen können?

    @ Naja

    da geb ich dir Recht, mir scheint je prominenter jemand ist, desto mehr Auszeichnugen kreigt man für weniger Engangement

    Menschen die z.B. in Russland auf die Straße gehen und trotz der Gefahren von überall für ihre Rechte kämpfen, solche Leute verdienen eine Auszeichung meiner Meiung nach.
    Außerdem sind sie viel unbekannter und könnten Aufmerksamkeit und Unterstützung gebrauchen. Bill Clinton wird durch die Auszeichnung nicht bekannter
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#3 FoXXXynessEhemaliges Profil
#4 DavidJacobEhemaliges Profil
  • 04.04.2013, 17:09h

  • Ist doch scheißegal, dass er mal eine andere Meinung hatte. Seit dem er selbige geändert hat, hat er sehr viel Engagement bewiesen. Von daher: Glückwünsche!!
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#5 finkAnonym
  • 04.04.2013, 17:53h
  • Antwort auf #2 von lentil
  • ich vermute mal, es geht mit solchen auszeichnungen auch oft darum, die auszeichnung selber durch den promi-faktor aufzuwerten. das kann ich marketingtechnisch verstehen, macht mir aber solche preise nicht sympathischer.

    mir persönlich ist es auch immer lieber, wenn man die "kleinen" held_innen auszeichnet, die aus den ihnen gebotenen möglichkeiten das beste rausholen und oft ja erstaunliches leisten. das macht vor allem auch anderen mut, selber etwas zu tun und die "was soll ein_e einzelne_r schon erreichen"-apathie aufzubrechen. so eine auszeichnung kann andere inspirieren!

    geschickt wäre vielleicht eine kombination aus beidem: ein_e promi-kandidat_in für die PR und ein preis für jemanden, der_die ihn wirklich verdient.
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#6 GerhardAnonym
  • 04.04.2013, 20:05h
  • Clinton einen Homopreis??

    Nach seiner Vorstellung von Sex habe ich derbe viel Un-Sex :D
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#7 daVinci6667
  • 04.04.2013, 22:47h

  • Ich finde den Preis nicht ok!

    Er hat nunmal homophobe Gesetze verabschiedet, auch wenn er danach seine Meinung änderte. Vermutlich wurde er von Hilary auch etwas geschupst, er solle sich Homofreundlicher geben?

    Er ist sicher kein Homohasser, aber eben auch kein Homofreund. Deshalb finde ich den Preis daneben.

    Wir sollten wirklich anspruchsvoller und kritischer sein!
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