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  • 05.04.2013           77      Teilen:   |

"Das persönliche Credo des neuen Papstes"

Franziskus fordert bessere Heime statt Homo-Adoption

Artikelbild
Für Papst Franziskus "schwächen" Ehe zwischen zwei Männern oder zwei Frauen eine "Jahrtausende alte Institution"

Ein neues Buch zeigt, dass Jorge Bergoglio nicht weniger doktrinär ist als seine erzkonservativen Papst-Vorgänger. Die Homo-Ehe nennt er einen "anthropologischen Rückschritt".

Ein neues Buch dürfte die allerletzten Hoffnungen begraben, dass die Katholische Kirche unter Papst Franziskus zu einer liberaleren Haltung gegenüber Homosexualität finden wird. Der Gesprächsband "Über Himmel und Erde" zwischen dem damaligen Kardinal Jorge Bergoglio und dem Rabbiner Abraham Skorka enthält nicht minder homophobe Rhetorik wie die Veröffentlichungen und Reden von Papst-Vorgänger Benedikt.

Bergoglio und Skorka hatten sich 2010 in Buenos Aires kennen- und schätzen gelernt. Über Monate hinweg führten sie einen Dialog über Gott und die Welt, den sie bereits vor einigen Jahren in spanischer Sprache veröffentlichten. Weil damals jedoch den Kardinal kaum jemand kannte, blieb das Buch ein Ladenhüter. Mit Bergoglios neuem Amt wird es nun in gleich mehreren Sprachen neu aufgelegt – auf Deutsch erscheint "Über Himmel und Erde" am 9. Mai im Riemann Verlag.

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Homosexualität sei Privatangelegenheit, die die Kirche nichts angehe

Der Gesprächsband "Über Himmel und Erde" trägt den Untertitel "Das persönliche Credo des neuen Papstes"
Der Gesprächsband "Über Himmel und Erde" trägt den Untertitel "Das persönliche Credo des neuen Papstes"

Die Religion habe "kein Recht, sich in irgendjemandes Privatleben einzumischen", sagt Papst Franziskus zwar laut an die Medien geschickten Vorabversionen – bei Schwulen und Lesben macht er jedoch eine große Ausnahme. Homosexualität habe es immer gegeben, räumt Bergoglio in den Gesprächen ein, und das sei prinzipiell auch eine Privatangelegenheit. Aber noch nie zuvor in der Geschichte habe die Menschheit daraus den Schluss gezogen, homosexuelle Paare könnten eine Ehe eingehen wie Mann und Frau. Darum jedoch gehe es heute, und dies gehe weit über religiöse Fragen hinaus.

Die Gleichstellung lesbisch-schwuler Paare im Eherecht nannte Bergoglio in diesem Zusammenhang einen "anthropologischen Rückschritt". Ehe zwischen zwei Männern oder zwei Frauen "schwächen" seiner Meinung nach eine "Jahrtausende alte Institution", die ebenso natürlich wie menschlich sei.

Entsprechend groß ist der Widerstand des neuen Papstes gegen ein Adoptionsrecht für Schwule und Lesben. Dieses beinhalte "das Risiko, den Kindern zu schaden", so der frühere Kardinal. Schließlich brauche "jedes Individuum einen männlichen Vater und eine weibliche Mutter". Auch die Frage, ob es nicht vielleicht besser sei, ein elternloses Kind wachse statt in einem Heim in einer Regenbogenfamilie auf, beantwortet Bergoglio negativ. Keine der beiden Situationen sei für das Kind "optimal". Statt Schwulen und Lesben die Adoption zu gestatten, sollte der Staat lieber für bessere Heime sorgen. (cw)

Links zum Thema:
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Tags: papst franziskus, homoehe
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Reaktionen zu "Franziskus fordert bessere Heime statt Homo-Adoption"


 77 User-Kommentare
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Die ersten:   
#1
05.04.2013
16:11:16


(+6, 10 Votes)

Von CarstenFfm
Profil nur für angemeldete User sichtbar


Auffällig ist, dass er sich als Papst zu dem Ganzen Themenkomplex: (Homo-) Sexualität, Zölibat, Rolle der Frau, Empfänisverhütung noch nicht geäußert hat.

Dass er in diesen Dingen strunzkonservativ und reaktionär ist, weiß man, und es wird auch nichts Gutes zu erwarten sein, wenn er mal was dazu sagt.

Seine konservative Grundhaltung hat er als Papst bisher nur angedeutet mit "Entweltlichung" der Kirche.

Aber als nimmt er ertsma Stellung zu den Themen, wo er modern und fortschrittlich ist: inner Struktur der Kirche, Armut, Soziales.

Die, die ihm als Modernisierer zujubeln werden sich noch wundern.

Andererseits wird für Kirchenkritiker schwieriger, einen populären und charismatischen Papst (und das ist er ja) als Feindbild aufzubauen.... da war der dröge Ratzinger geeigneter.


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#2
05.04.2013
16:32:16


(-9, 13 Votes)

Von Martin28a
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Ich kann mich da nur wiederholen: Die katholische Kirche hat in dieser Welt keinen Einfluss mehr, wieso macht queer.de hier immer so einen Popanz ?
Wir werten den Papst damit ja künstlich auf, wenn wir über ihn reden, dabei ist es völlig egal, was er sagt, zumindest ändern können wir die Kirche nicht und das ist ja auch verständlich, denn das Thema ist nun mal nich gern gesehen im Christentum


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#3
05.04.2013
16:55:23


(+7, 9 Votes)

Von struktur
Antwort zu Kommentar #1 von CarstenFfm


"Aber als nimmt er ertsma Stellung zu den Themen, wo er modern und fortschrittlich ist: inner Struktur der Kirche, Armut, Soziales."

du meinst: er will und braucht möglichst viele fröhliche arme, die ihren gottgegebenen platz einnehmen und ihm zujubeln?

Bild-Link:
capitalism.gif


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#4
05.04.2013
17:05:21


(+4, 8 Votes)

Von marketingPRsales
Antwort zu Kommentar #1 von CarstenFfm


"Andererseits wird für Kirchenkritiker schwieriger, einen populären und charismatischen Papst (und das ist er ja) als Feindbild aufzubauen"

Wir wissen das!

"Seit seiner Wahl am 13. März hat Franziskus mit mehreren Gesten seine Bescheidenheit demonstriert. So stieg er nach seiner Wahl nicht in die vorgesehene Limousine, sondern teilte sich mit anderen Kardinälen einen Kleinbus, um zum gemeinsamen Essen zu fahren. Er ließ sich ohne Polizeieskorte durch Rom fahren und zahlte zudem selbst die Rechnung eines kirchlichen Gästehauses, in dem er vor dem Konklave gewohnt hatte." (SPON)

Link zu www.fr-online.de


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#5
05.04.2013
17:33:32


(+6, 8 Votes)

Von Katrin
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Das ein neuer Chef ersteinmal einen Vorschuss bekommt ist nur fair. In der Politik gibt man sich 100 Tage, warum also dem Papst keine grace period zugestehen.

Ob die Kommentatoren, die über die Bescheidenheit berichten, noch ganz dicht in der Birne sind bezweifele ich. Müssten die Kardinäle und der Papst so leben wie ihre islamischen Wettbewerber, wäre das für sie ein absoluter Absturz in die Verarmung. Und die roten Schühchen kommen auch bestimmt. Bisher hat es kein Papst der Neuzeit ohne rote Schuhe ausgehalten.


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#6
05.04.2013
17:36:08


(+7, 9 Votes)

Von stromboli
Aus berlin (Berlin)
Mitglied seit 01.05.2008
Antwort zu Kommentar #1 von CarstenFfm


der mann sollte endlich eine wunschkind-orientierte verhütungspolitik zulassen, statt ungeliebte/unerwünschte kinder in heimen, kirchlichen schlägern und missbrauchsadepten auszuliefern.

Im kern geht es immer nur um die freie verfügung der frau über ihren körper, der mit allen mitteln und scheinheilgen ausreden verhindert wird.

Schon gar nicht sollten in einer solchen situation kinder religiösen in die hände geliefert werden, wenn es doch zu adoptionen kommt.


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#7
05.04.2013
17:38:16


(+6, 8 Votes)

Von laterna magica
Antwort zu Kommentar #1 von CarstenFfm


Natürlich gerät das Produkt durch den Fox-Berater zur Hollywood-Schnulze.

Mutter Franziska

Die Nonnen sollen die Mehrweg-Spritzen vor der Wiederverwendung nur in kaltem Wasser gewaschen haben. Die Patienten in den Sterbehäusern sollen auf primitiven Feldbetten auf engstem Raum vegetiert haben. Sie durften von Verwandten und Freunden nicht besucht werden. Amerikanische und britische Ärzte haben darauf hingewiesen, dass es dort keine schmerzstillenden Mittel gibt, die Ernährung der Patienten katastrophal sei und medizinisches Besteck nur mit kaltem Wasser gereinigt werde. Die Versorgung mit Nahrung soll sehr dürftig gewesen sein.
Die Patienten bekamen keine Schmerzmittel, Mutter Theresa meinte, durch das Leid sei eine besondere Nähe zu Jesus Christus erfahrbar. In einem Interview sprach sie beispielsweise davon, die Schmerzen einer Krebspatientin seien der Kuss von Jesus. Und so verwundert es nicht, dass sie einmal sagte: Es ist etwas sehr Schönes, wenn man sieht, wie die Armen ihr Kreuz tragen. Wie die Passion Christi, ist ihr Leid ein großes Geschenk für die Welt.

In einer Reportage des Magazins Stern kommen Menschen aus den Slums in Kalkutta zu Wort, die übereinstimmend berichten, dass die Missionarinnen ganz im Gegensatz zu ihrem Image fast nichts für die Menschen dort tun. Auch auf konkrete Hilfsanfragen reagiert der Orden reserviert; Pannalal Manik, selbst im Armenviertel geboren, war mit seinem Wunsch um finanzielle Unterstützung einer Wohnanlage mehrmals beim Engel der Armen abgeblitzt. Der Stern zitiert ihn mit den Worten: Jeder Mensch auf der Welt weiß, dass die Schwestern sehr viel Geld haben. Aber keiner weiß, was sie damit machen. Damit ist das zentrale Problem angesprochen: was geschieht eigentlich mit den Spendeneinnahmen?

Interessanterweise legt der Orden seine Finanzen nicht offen, obwohl dies nach indischem Recht für Hilfsorganisationen vorgeschrieben ist. Auch in anderen Ländern bleiben die Daten unter Verschluss so auch in Deutschland. Schätzungen zufolge belaufen sich die jährlichen Einnahmen jedoch auf einen dreistelligen Millionenbetrag. Die Verwaltung ist dabei weitgehend kostenlos, sie wird von den etwa 4000 Schwestern und 300.000 ehrenamtlichen Helfern erledigt. Dies scheint zunächst darauf hinzudeuten, dass die Spenden ohne große Reibungsverluste direkt bei den Bedürftigen ankommen. Doch Zahlen aus Großbritannien (1991) zeigen, dass umgerechnet 5,3 Millionen DM Einnahmen im Jahr minimale 360.000 DM Ausgaben gegenüberstehen. Was passierte mit den restlichen Millionen? Diese sollen beim Vatikan gelandet sein.

Link:
me-magazine.info/2010/08/30/mutter-teresa-%E2%80%9
3-wirklich-eine-heilige/


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#8
05.04.2013
17:39:18


(+4, 8 Votes)

Von Katrin
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Wir waren Papst und was hat es uns gebracht? Scheiss Wetter im März und April 2013. So steht also Gott zu seinem ex-Vertreter!

Und die Argentinier sind jetzt Papst und was hat es denen gebracht? Scheiss Wetter und Überflutung direkt nach der Papstwahl. So steht Gott also zu seinem neuen Vize!

Und das haben wir jetzt für die nächsten 1000 Jahre zu ertragen, denn die Bibel irrt nie. Und dann kommen noch die Heuschrecken und Sodom, oh weh uns.


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#9
05.04.2013
17:51:09


(+5, 7 Votes)

Von Katrin
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Vereinigungen welcher Art auch immer brauchen gemeinsame Symbole und eine gemeinsame Sprache und Denke. Bei den einen wird die Vorhaut gekappt und die Klitoris rausgeschnitten. Auch Essrituale sind beliebt, insbesondere der Ausschluss von Speisen und Getränken.

Die RKK hat ihre eigene Traditionen und weiss genau, dass man weit hinter der Neuzeit zurück hinkt und in der heutigen Welt ganz schön blöd ausschaut. Man weiss auch, dass sich viele Anhänger an verschiedene Zwänge nicht halten. Aber die Kirche wägt den Nutzen von Erneuerung gegen den Schaden ab und der Schaden ist grösser und deshalb bleibt alles so wie es ist. Franz wird da auch nichts ändern, wie könnte er auch.


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#10
05.04.2013
17:54:15


(+2, 4 Votes)

Von fink


meine hoffnung ist, dass bergoglio zumindest nicht ganz so obsessiv und paranoid mit diesem thema umgehen wird wie ratzinger. er scheint mir ein weniger neurotischer typ zu sein.

einen totalen umschwung der rkk hat doch niemand erwartet, der noch bei trost ist. aber wenn der neue zumindest nicht jede woche einmal ungefragt draufloshetzen würde wie der alte, dann wäre das ja schon mal eine kleine erleichterung.


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